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Straßen-Umbenennung

Nordstadt: Nettelbeckstraße heißt jetzt May-Ayim-Straße

Die Mitglieder*innen der Bezirksvertretung Innenstadt-Nord haben die Umbenennung beschlossen. Bei der Wahl des neuen Namens waren die Anwohner*innen mit im Boot.

Ursprünglich hatte das Stadtarchiv eine Umbenennung der Nettelbeckstraße nahegelegt, da der Namensgeber Joachim Nettelbeck als politisch belastet gilt. Der im Jahr 1738 geborene Nettelbeck war als Seemann und Propagandist am Sklavenhandel beteiligt. Der Beschluss erfolgte durch die Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Nord, die die Anwohner*innen bei der Wahl des neuen Namens aktiv einbezog.

Bezirksvertretung bei der Umbenennung
Einweihung des neuen Straßennamens: v.l.n.r. Akasha Daley, Brigitte Jülich, Sonja Lemke, Barbara Brunsing, Stefan Mühlhofer, Cornelia Wimmer, Hannah Rosenbaum

Drei Personen standen zur Auswahl, wobei den Mitgliedern der BV wichtig war, Joachim Nettelbeck eine Person of Color (PoC) gegenüberzustellen, die selbst unter Diskriminierung gelitten hat. Die Anwohner*innen entschieden sich dafür, dass ihre Straße zukünftig nach May Ayim benannt sein soll.

Wer war May Ayim?

May Ayim, geboren 1960 in Hamburg, gilt als eine der bedeutendsten Vertreter*innen der Schwarzen Community in Deutschland. Die Tochter eines Ghanaers und einer Deutschen wurde von ihrer Mutter zur Adoption freigegeben und wuchs bei einer Familie in Münster auf. Nach dem Abitur schloss sie ein Studium der Pädagogik und Psychologie mit dem Diplom ab, zog nach West-Berlin und absolvierte eine Ausbildung zur Logopädin. In diesem Beruf war sie ebenso tätig wie als Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen.

In Vorträgen und Gedichten wehrte sie sich gegen Diskriminierung, die sie selbst erfuhr und durchlitt. May Ayim war Gründungsmitglied der Initiative „Schwarze Deutsche und Schwarze in Deutschland“. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten waren die allerersten, die die Lebenssituation Afro-Deutscher in den Fokus rückten. May Ayim starb am 9. August 1996 in Berlin.

Dortmund historisch

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