Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Gedenken

Dortmund ist in der Auswahl für ein Yad Vashem Bildungszentrum

In Dortmund könnte die erste Außenstelle der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Eine Delegation aus Israel besuchte den ehemaligen Südbahnhof, der als potenzieller Ort neben drei weiteren in NRW zur Diskussion steht.

Eine siebenköpfige Arbeitsgruppe hat sich im Dezember 2025 das Gelände des ehemaligen Dortmunder Südbahnhofs als möglichen Standort für ein Yad Vashem Bildungszentrum angesehen. Das erste Bildungszentrum von Yad Vashem außerhalb Israels soll ein Ort mit europaweiter Strahlkraft werden.

Pläne für eine Gedenkstätte am Südbahnhof

Bild: Stadt Dortmund / Benito Barajas
OB Kalouti begrüßt die Yad Vashem Delegation in Dortmund.
OB Kalouti begrüßt die Yad Vashem Delegation in Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Benito Barajas

Begleitet wurde die Delegation von der Antisemitismusbeauftragten des Landes, Sylvia Löhrmann, und von der NRW-Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Ina Brandes. In Dortmund wurden sie von Oberbürgermeister Alexander Kalouti und Mitgliedern der Jüdischen Kultusgemeinde begrüßt, an der Spitze Zwi Rappoport und Rabbiner Avigdor Nosikov.

Dr. Markus Günnewig, Leiter der Gedenkstätte Steinwache, stellte anschließend die städtischen Pläne für eine Gedenkstätte am Südbahnhof in Dortmund vor. Vom Südbahnhof aus wurden in der Zeit des Holocaust deutsche Juden in Ghettos und Vernichtungslager im Osten deportiert.

Hintergrund: Yad Vashem plant Außenstelle in Deutschland

Das in Deutschland geplante Bildungszentrum soll entweder in Bayern, NRW oder Sachsen entstehen. Yad Vashem mit Sitz in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. In einem gemeinsamen Antrag hatten sich die Fraktionen von CDU, Grünen, SPD und FDP im Landtag für die Errichtung des geplanten Yad Vashem-Bildungszentrums im bevölkerungsstärksten Bundesland stark gemacht.

Es sind neben dem Südbahnhof in Dortmund drei weitere Orte in NRW im Gespräch: In Düsseldorf würde das Bildungszentrum in Derendorf entstehen, wo aktuell das Junge Schauspiel sitzt. In Köln wäre es das Römisch-Germanische Museum am Dom, in Essen steht das SANAA-Gebäude auf dem Zollverein-Gelände zur Wahl. Die Idee zur Errichtung eines Holocaust-Bildungszentrums in Deutschland war vor zwei Jahren entstanden.

Die Pläne von Yad Vashem

Das Yad Vashem Bildungszentrum in Deutschland soll laut den Plänen aus Israel der jüdischen Erfahrung eine Stimme geben. Durch Bildung und offenen Dialog soll das Zentrum die Erinnerungskultur in Deutschland bereichern und den deutsch-israelischen und deutsch-jüdischen Austausch fördern.

Zur Zielgruppe gehören Pädagoginnen und Pädagogen aus Deutschland und der ganzen Welt (einschließlich Yad-Vashem-Alumni), Schüler und Schülerinnen, Freiwillige und/oder Ausbilder des Bundesfreiwilligendienstes, Mitarbeitende von Gedenkstätten, Polizeibeamte, Sicherheitskräfte sowie Medienschaffende und die Öffentlichkeit.

Die endgültige Standort-Entscheidung wird Yad Vashem im ersten Halbjahr 2026 treffen.

Schlagwörter

Dortmund historisch Bildung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Fahrrad-Spaß pur, viele Neuheiten und verkaufsoffener Sonntag
Fr 17. April 2026
Eindrücke vom E-Bike-Festival 2023 im Bereich der Kampstraße
Bild: Andi Frank
INTERMODELLBAU: Die weltgrößte Messe für die kleine Welt
Do 16. April 2026
Messebesucher in den Westfalenhallen
Auf Schatzsuche im Westfalenpark: Flo(h)rian startet in die Saison
Do 16. April 2026
Menschen bummeln auf dem Flohmarkt im Westfalenpark.
Bild: Stadt Dortmund
Starker Standort: Dortmunds Immobilienmarkt bleibt stabil
Mi 15. April 2026
Gebäude der Continentale Versicherung
Bild: Continentale Versicherung
DORTBUNT feiert vom 8. bis 10. Mai Vielfalt und Kultur
Di 14. April 2026
Portrait von Felix Jaehn - mit dem linken Arm stößt er sich von einer Wand ab.
Bild: Victor Schanz
18. Jobmesse Dortmund: Workshops, Tipps und Berufsorientierung
Di 14. April 2026
Ein Stand der Stadt Dortmund auf der Jobmesse
Bild: Madura Nesapalan
Bundesweite „Deutschland-App“: Dortmund wird Pilotkommune
Mo 13. April 2026
Eine Hand verbindet virtuelle Symbole
Bild: Adobe Stock / vegefox.com
„Bunt – Stark – Zusammen“: Stadt ruft zu Dortmunds größtem Mitmach-Fest auf - Dortmund gemeinsam!
Fr 10. April 2026
Männliche Person hat den Arm um den Moderator gelegt. Beide lachen.
Bild: Grubenglück GmbH
Schlemmen, Schlendern, Stadionrasen: Anstoß für den ersten „Schwarzgelben Wochenmarkt“ im SIGNAL IDUNA PARK
Fr 10. April 2026
Der Signal-Iduna-Park aus der Vogelperspektive.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Tierisch witzige Cartoons mit Katzen und Hunden im schauraum: comic + cartoon
Fr 10. April 2026
Cartoon: Ein Hund sitzt vor einem Bild von einem Knochen wie in einem Museum
Bild: ©2026 Matan Kohn/toonpool.com
Schlussspurt eingeläutet: Rücksendungen für Olympia-Abstimmung in Dortmund nehmen Fahrt auf
Fr 10. April 2026
Norbert Dahmen und vier weitere Männer zeigen die bereits erhaltenen Briefunterlagen.
Bild: Jan Heinze
Er fliegt mit seinen Bildern – Allround-Künstler Adolf Winkelmann feiert seinen 80. Geburtstag
Fr 10. April 2026
Zu sehen ist Adolf Winkelmann im Dezember 2020 vor dem Dortmunder U.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Mehr Flair, weniger Verkehr: Neue Fußgängerzone im Rosental
Do 9. April 2026
Innenstadt-West
Im Vordergrund eine rote Rose, im Hintergrund eine ruhige Straße.
Bild: Stadt Dortmund / Susanne Enz
Urban.Trails Ruhrgebiet: Erstmarkierungen für Wanderwege sind gesetzt – Auftakt in Dortmund
Mi 8. April 2026
Eine junge Frau schaut auf das Hafenamt in Dortmund.
Bild: Pascal Toennissen
Radtouren an der Seseke: Natur und Kunst erleben
Mi 8. April 2026
Jetzt-Denkmal an der Seseke.
Bild: Rupert Oberhäuser/EGLV