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So könnte der Anbau für das Phoenix-Gymnasium aussehen

Hörde

Das Phoenix-Gymnasium in Hörde soll um einen Zug erweitert werden und braucht dafür einen Erweiterungsbau. Als der Rat dies 2024 beschloss, legte er auch fest, dass die beste räumliche Lösung über einen Architekten-Wettbewerb gefunden werden soll. Die Ergebnisse gibt es nun für zwei Wochen zu sehen.

Grundlage für den Ratsbeschluss war die Schulentwicklungsplanung 2018–2023. Das Phoenix-Gymnasium sollte von vier auf künftig fünf Züge erweitert werden. Zudem war durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang (G9) zusätzlicher Raumbedarf entstanden.

Anspruchsvolle Projektplanung

Bild: NRW.URBAN
Phoenix-Gymnasium: Rot markiert ist das Plangebiet für den neuen Erweiterungsbau und sein Außengelände.
Rot markiert ist das Plangebiet für den neuen Erweiterungsbau und sein Außengelände.
Bild: NRW.URBAN

Zu Beginn der Schuljahre 2019/2020 und 2020/2021 stellte die Stadt mobile Raumeinheiten zur vorübergehenden Entlastung bereit, die jedoch keine dauerhafte bauliche Lösung bieten können. Es war notwendig, eine architektonisch, städtebaulich und funktional ansprechende Lösung zu entwickeln. Diese sollte sich harmonisch in die Umgebung einfügen und der bedeutenden Lage am Stadteingang von Hörde gerecht werden.

Zur Teilnahme am städtebaulichen Realisierungswettbewerb hatten sich 250 Planungsbüros beworben. Von den 15 ausgelosten Teilnehmern wurden 14 Entwürfe eingereicht. Das Preisgesicht bestand aus Expertinnen und Experten in den Bereichen Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur sowie aus Vertreterinnen und Vertreter von Politik und Verwaltung. Es bewertete die Entwürfe am 15. Juli und kürte einen Siegerentwurf sowie einen zweiten und dritten Platz. Zwei weitere Entwürfe erhielten eine Anerkennung.

Die drei siegreichen Entwürfe

Diese drei Entwürfe setzten sich gegen die Konkurrenz durch

Erster Preis: Schule, Sport und Freiraum bilden ein stimmiges Ganzes

Bild: Feja + Kemper Architekten und reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH
Phoenix-Gymnasium: Foto des Modells für den Vorschlag des 1. Siegerentwurfs.
Den ersten Preis vergab das Preisgericht an Feja + Kemper Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Recklinghausen gemeinsam mit reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH aus München.
Bild: Feja + Kemper Architekten und reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH

Den ersten Preis vergab das Preisgericht an Feja + Kemper Architekten Stadtplaner Partnerschaftsgesellschaft mbB aus Recklinghausen gemeinsam mit reSET_land Landschaftsarchitekten und Stadtplaner PartGmbH aus München.

Der Siegerentwurf verbindet den Neubau direkt mit der bestehenden Dreifachsporthalle. So entsteht ein gemeinsamer Eingangsbereich, der Schule und Sporthalle zu einem harmonischen Ensemble zusammenführt. Ein offenes Forum schafft zudem eine direkte Verbindung zwischen dem Schulgelände und der Faßstraße. Davon profitieren insbesondere Schülerinnen und Schüler, die mit Bus und Bahn zur Schule kommen.

Im Gebäude sind Gemeinschaftsbereiche sowie Unterrichtsräume übersichtlich und funktional angeordnet. Die Lernbereiche bieten vielfältige Möglichkeiten zum gemeinsamen Arbeiten und Lernen. Besonders positiv bewertete das Preisgericht die geplante Terrasse zur Emscher, die als zusätzlicher Lernort im Freien genutzt werden kann.

Auch die Gestaltung der Außenanlagen überzeugte. Mehr Grünflächen, Bäume sowie Ruhe- und Bewegungsbereiche sorgen für einen attraktiven Schulhof. Gleichzeitig verringern wasserdurchlässige Beläge den versiegelten Flächenanteil. Insgesamt würdigte das Preisgericht den Entwurf als eine überzeugende Lösung, die dem Phoenix-Gymnasium ein markantes neues Eingangsgebäude mit hoher Aufenthaltsqualität verleiht.

Zweiter Preis: Dachterrasse als besonderer Lernort

Bild: caspar.schmitzmorkramer gmbh BDA und studio grüngrau gmbh
Den zweiten Preis erhielt caspar.schmitzmorkramer gmbh BDA aus Köln gemeinsam mit studio grüngrau gmbh aus Düsseldorf.
Den zweiten Preis erhielt caspar.schmitzmorkramer gmbh BDA aus Köln gemeinsam mit studio grüngrau gmbh aus Düsseldorf.
Bild: caspar.schmitzmorkramer gmbh BDA und studio grüngrau gmbh

Den zweiten Preis erhielt caspar.schmitzmorkramer gmbh BDA aus Köln gemeinsam mit studio grüngrau gmbh aus Düsseldorf.

Der Entwurf setzt auf ein kompaktes viergeschossiges Gebäude, das den Eingang zum Schulcampus deutlich betont. Große Glasflächen öffnen das Gebäude zur Stadt und schaffen eine helle, transparente Atmosphäre.

Besonders hervor hob das Preisgericht die großzügige Dachterrasse. Sie bietet zusätzliche Aufenthalts- und Lernflächen mit weitem Blick über den Campus und den Stadtteil. Ebenfalls positiv bewertet wurden die gut organisierten Lernbereiche.

Kritisch sah das Preisgericht dagegen die Gestaltung der Freiflächen. Der Vorplatz wirkt durch Parken und den Autoverkehr wenig einladend, zudem sind die Außenflächen stark versiegelt. Auch der Bereich zwischen Sporthalle und Neubau fällt recht eng aus.

Dritter Preis: Kompakt, nachhaltig und wirtschaftlich

Bild: PBA Peter Bastian Architekten und Kemming Landschaftsarchitektur
Der dritte Preis ging an PBA Peter Bastian Architekten aus Münster gemeinsam mit Kemming Landschaftsarchitektur aus Münster.
Der dritte Preis ging an PBA Peter Bastian Architekten aus Münster gemeinsam mit Kemming Landschaftsarchitektur aus Münster.
Bild: PBA Peter Bastian Architekten und Kemming Landschaftsarchitektur

Der dritte Preis ging an PBA Peter Bastian Architekten aus Münster gemeinsam mit Kemming Landschaftsarchitektur aus Münster.

Der Entwurf sieht einen kompakten fünfgeschossigen Neubau vor, der den Eingang des Schulgeländes klar markiert. Das Gebäude nutzt die verfügbare Fläche besonders effizient und setzt auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen.

Die Unterrichtsbereiche sind klar gegliedert und bieten helle Lernzonen mit Ausblick zur Emscher. Positiv bewertet wurden außerdem das großzügige Foyer sowie die Abfolge von Veranstaltungsbereich und Terrasse.

Einschränkungen sah das Preisgericht unter anderem beim Vorplatz, dessen Wirkung durch Parkplätze gemindert wird. Auch einzelne Bereiche des Gebäudes wirken funktional, lassen jedoch die gewünschte räumliche Großzügigkeit vermissen. Insgesamt überzeugte der Entwurf durch seine nachhaltige und wirtschaftliche Bauweise.

Interessierte können sich eigenes Bild von den Planungen machen

Wer sich alle eingereichten Entwürfe anschauen möchte, hat bis zum 21. August die Gelegenheit dazu. Sie sind zu sehen in den Räumlichkeiten des Studieninstituts Ruhr, Königswall 25-27, 44137 Dortmund. Montags bis donnerstags ist die Ausstellung von 7 bis 15:30 Uhr geöffnet, freitags von 7 bis 13 Uhr.

Der Fachbereich Liegenschaften bereitet zurzeit einen Beschluss für den Rat vor, damit die Verhandlungen mit den drei siegreichen Büros aufgenommen werden können. Dabei wird es um Verbesserungen der Entwürfe mit Blick auf die Kritikpunkte des Preisgerichts gehen, aber auch um Kosten und Zeitpläne.

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