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Turandot im Opernhaus: „Nessun dorma“ in Dortmund

Hier schläft niemand: Giacomo Puccinis unvollendetes Meisterwerk „Turandot“ feiert im Jahr 2026 seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass kehrt die spektakuläre Inszenierung von Tomo Sugao in einer sängerischen Neueinstudierung auf den Spielplan der Oper Dortmund zurück. Bekannt ist – auch über die Opernwelt hinaus – vor allem die bewegenden Arie „Nessun dorma“ (dt. „keiner schlafe“). Die Premiere der Neueinstudierung ist am Sonntag, 30. November 2025 um 18:00 Uhr.

Die Handlung von Puccinis „Turandot“ basiert auf einem tragikomischen Märchen aus dem 18. Jahrhundert von Carlo Gozzi. Die Oper ist eine der beliebtesten der Welt: Nicht zuletzt aufgrund der emotionalen Arie „Nessun dorma“ und dem Motiv der alles überwindenden Macht der Liebe. Zum festlichen Anlass des 100. Jubiläums wartet die Dortmunder Oper wartet mit einer spektakulären Star-Besetzung auf.

Internationale Stars auf der Dortmunder Bühne

Der Star-Tenor Alfred Kim – an der MET New York, in Wien, Berlin und Covent Garden London – wird als Prinz Calàf zu hören sein. Für seine klangschöne und durchsetzungsstarke Stimme gerade im italienischen Fach wird Kim international gefeiert. An seiner Seite verkörpert Publikumsliebling Anna Sohn die Sklavin Liù – die Sopranistin des Dortmunder Ensembles feiert derzeit als Puccini-Interpretin weltweit Erfolge. Jüngst in Premieren am traditionsreichen Teatro Colón Buenos Aires, an der Griechischen Nationaloper Athen und an der Koreanischen Nationaloper Seoul.

In der Hauptrolle der Turandot ist die aufstrebende rumänische Sopranistin Bianca Mărgean zu erleben, die erst vor kurzem mit ihrem erfolgreichen Debüt als Tosca an der Oper Frankfurt die Opernwelt aufhorchen ließ. Daneben präsentieren sich die Dortmunder Ensemblemitglieder Artyom Wasnetsov als Timur, Daegyun Jeong als Ping, Min Lee / Fritz Steinbacher als Pang und Sungho Kim als Pong.

Es spielen die Dortmunder Philharmoniker unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Jordan de Souza, der sich damit nach seinem äußerst erfolgreichen Einstand mit „Die Hochzeit des Figaro“ sowie der umjubelten Premiere von „Carmina Burana“ nun von einer ganz anderen musikalischen Seite im Opernhaus präsentiert.

Die Handlung von „Turandot“

Bild: Björn Hickmann
Eine Frau steht in der Rolle der Turandot auf der Bühne, im Hintergrund ist ein chinesischer Drache als Bühnenbild.
Die grausame Prinzessin Turandot (auf diesem Bild Stéphanie Müther aus einer früheren Inszenierung) zieht Edelmänner und ihr Volk gleichermaßen in den Bann.
Bild: Björn Hickmann

Die chinesische Prinzessin Turandot hat ein grausames Gesetz erlassen. Sie stellt drei Rätsel – wer diese lösen kann, darf sie heiraten. Doch wer es versucht und die Rästel nicht lösen kann, auf den wartet der Henker. Turandots Schönheit und Stärke ziehen zahreiche Edelmänner in ihren Bann, und zugleich das ganze Volk.

Auch ein unbekannter Prinz (Calàf) stellt sich mutig der Prüfung. Und: er besteht sie. Doch entgegen ihrer selbst gestellten Regeln verweigert sich Turandot dem unbekannten Prinzen. Dieser bietet einen Ausweg an: Er stellt seinerseits ein Rätsel.

Wenn sie seinen Namen herausfindet, könne Turandot über sein Leben gebieten – andernfalls (so ihr eigenes Gesetz) müsse sie ihn heiraten. Nun heißt es: „Keiner schlafe“ – denn das Rätsel muss bis zum Sonnenaufgang gelöst werden...

Hintergrund

„Turandot“ gilt als der „Schwanengesang“ (das letzte große Werk) der klassisch-italienischen Operntradition. In dieser Oper verbinden sich märchenhafte Motive mit sozial-realistischer Leidenschaft, pseudo-chinesische „Exotik“ mit italienischer Opernmusikalität. Und zuletzt Komödie mit Tragödie.

In der Spielzeit 2025/26 kehrt die Geschichte um eine grausame Prinzessin und die alles überwindende Macht der Liebe in der spektakulären Inszenierung von Tomo Sugao sowie in sängerischen Neueinstudierung an die Oper Dortmund zurück.

Das Stück ist eine Neueinstudierung, da die Inszenierung von Sugao bestehen bleibt, jedoch alle Rollen neu besetzt und szenisch und musikalisch mit allen Beteiligten neu einstudiert werden. Auch erarbeitet der neue Generalmusikdirektor Jordan de Souza mit dem Orchester der Dortmunder Philharmoniker die musikalische Interpretation der Partitur neu.

„Turandot“: Tickets & Termine

Tickets für die Neueinstudierung erhalten Sie an der Theaterkasse im Kundencenter, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder im Webshop.

Die Premiere der Neueinstudierung findet statt am 30. November 2025, 18 Uhr.

Auf der Webseite des Theater Dortmund finden Sie die Termine von weiteren Vorstellungen im Opernhaus.

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