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Kunst & Kultur

Viva la Vida: „Frida“ feiert Deutschlandpremiere im Ballett Dortmund

Am 13. Februar feiert das Ballett „Frida“ seine deutsche Erstaufführung: Das Ballett Dortmund und das NRW Juniorballett präsentieren das gefeierte Stück über die Künstlerin und Ikone Frida Kahlo. Choreografin Annabelle Lopez Ochoa, die Schöpferin von „Frida“, ist seit der Spielzeit 2025/26 Artist in Residence am Ballett Dortmund.

Es gibt noch wenige Restkarten für die Premiere (Stand 10. Februar), einige weitere Aufführungen sind bereits ausverkauft. Tickets für Vorstellungen im März und im Mai (und wenn Sie schnell sind für die Premiere) erhalten Sie auf der Webseite des Theater Dortmund sowie im Kundencenter.

Malerei und Tanz, Farbe und Musik

Bild: Leszek Januszewski
Ballett-Tänzerin Sae Tamura im Kostüm als Frida Kahlo.
Tänzerin Sae Tamura ist eine der drei wechselnden Besetzungen für die Rolle der Frida im gleichnamigen Stück.
Bild: Leszek Januszewski

Statt Frida Kahlos Geschichte linear zu erzählen, zeigt Annabelle Lopez Ochoas Stück ihr (Er)Leben in Bildern und Episoden. Das Bühnen- und Kostümbild von Dieuwke van Reij greift dabei auch zentrale Elemente aus ihren Werken auf – zum Beispiel Skelette und mexikanische Trachten.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet mexikanisch-inspirierte Musik von Auftragskomponist Peter Salem, ergänzt um Lieder von Chavela Vargas, einer Zeitgenossin und Freundin Kahlos. Eine schillernde, bunte und fröhliche Feier des Lebens ist es jedoch nicht, zumindest nicht nur.

Schmerz und Willenskraft – Frida Kahlo als Inspiration

Bild: Leszek Januszewski
Tänzerin Sae Tamura im Kostüm als Frida Kahlo mit dem ikonischen Blumenschmuck im Haar.
Tänzerin Sae Tamura im Kostüm als Frida Kahlo mit dem ikonischen Blumenschmuck im Haar.
Bild: Leszek Januszewski

Heute ist sie als Ikone bekannt, ihre farbenfrohen Selbstporträts, geziert mit Blumen und Tieren, schmücken Kissen und Taschenkalender. Doch Frida Kahlo – so charakterisierte auch Choreografin Annabelle Lopez Ochoa sie in der Matinee am 8. Februar im Ballettzentrum Westfalen – war vielschichtig, und sie kannte körperlichen, emotionalen und psychologischen Schmerz sehr gut.

Mit sechs Jahren erlitt Kahlo, so wird vermutet, Kinderlähmung mit bleibenden Spätfolgen in einem Bein, im Alter von 18 Jahren dann der dramatische Verkehrsunfall, bei dem sich eine Eisenstange durch ihren Unterleib bohrte. Sie war lange bettlägerig, fand während ihrer langen Genesungszeit zur Malerei und drückte ihren Schmerz und ihre Träume in ihren Werken aus.

Auch ihre Ehe mit dem Maler Diego Rivera war sowohl von Leidenschaft als auch von Schmerz geprägt, und ihr Kinderwunsch blieb aufgrund der Folgen durch den Unfall unerfüllt. Zugleich gilt der Ausspruch „Viva la vida“ („Es lebe das Leben“) von Kahlos Gemälde mit Wassermelonen als ihr Motto – und zeugt von Widerstandskraft und einem unbeugsamen Lebenswillen trotz großer Schwierigkeiten.

Choreografin Lopez Ochoa bezeichnet Kahlo als Inspiration – während der Schöpfung des Balletts 2020 und bis heute. Kahlo habe sie inspiriert, so Lopez Ochoa, authentisch sie selbst zu sein.

Text: Eleni Jaeger

„Frida“ im Ballett Dortmund

Wenn Sie sich von „Frida“ inspirieren lassen wollen, finden Sie auf der Webseite des Theater Dortmund weitere Informationen und Tickets für das Ballett im Dortmunder Opernhaus.

Die Aufzeichnung der Matinee zu „Frida“ können Sie noch bis zum 15. Februar kostenlos anschauen.

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