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Klimaschutz

Stadt Dortmund unterstützt Bürger*innen beim Kauf von Lastenrädern

Einen Großeinkauf machen oder die Kinder von der Kita abholen – das geht mit einem Lastenfahrrad ganz ohne Stau und Parkplatzssuche. Lastenräder sind praktisch und klimafreundlich, aber auch teuer. Deshalb vergibt die Stadt Dortmund nun Zuschüsse für deren Anschaffung.

Bild: Roland Gorecki
Frau auf Lastenrad
Die TINK-Transporträder rollen auf Dortmunds Straßen
Bild: Roland Gorecki

Für das neue Förderprogramm stellt die Stadt Dortmund 100.000 Euro zur Verfügung. Damit will die Stadt Bürger*innen dabei unterstützen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Masterplan Mobilität 2030

Die Reduzierung der treibhausgasbedingten Emissionen ist seit vielen Jahren ein zentrales Ziel in der Dortmunder Stadt- und Verkehrsplanung, wobei der als städtisches Planwerk Leitlinien für die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung der Stadt bis 2030 vorgibt. Das Handlungsprogramm Klima-Luft 2030 bildet mit seinem Maßnahmenkatalog den Rahmen für die strategische Ausrichtung der Stadt, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.

Projekte und Probeläufe

Die Stadt Dortmund hat bereits mit Ihrer "UmsteiGERN"-Kampagne erste positive Erfahrungen mit der Förderung von Lastenrädern gemacht. Nun konnte das neue Förderprogramm in Gesamthöhe von 100.000 Euro über die Billigkeitsrichtlinie des Landes NRW finanziert werden.

Vor genau einem Jahr, Ende Juni 2022, endete zudem ein viermonatiger Probelauf im Kreuz- und Unionviertel: Dort hatten Bürger*innen die Möglichkeit, sich von Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen (TINK) zur Verfügung gestellten Lastenräder über die nextbike-App auszuleihen. Insgesamt gab es 1.305 Ausleihen. Im Durchschnitt gab es pro Woche 69 Ausleihen und die Räder wurden durchschnittlich zwischen einer und zwei Stunden genutzt.

Voraussetzungen für die Förderung

Die Stadt fördert den einmaligen Kauf von Lastenfahrrädern mit oder ohne elektrischer Antriebsunterstützung (E-Lastenfahrrad). Das Rad muss eine fest verbaute Transportmöglichkeit haben, Räder mit Anhänger werden nicht bezuschusst.

Außerdem muss das Lastenfahrrad über

  • Mindest-Transportvolumen von einem Kubikmeter verfügen,
  • eine Nutzlast von mindestens 150 kg transportieren oder
  • eine Zuladung von mindestens 50 kg transportieren können.

Mindestens eine dieser Voraussetzungen muss erfüllt sein. Die Beschaffung des Lastenfahrrads darf erst nach der Bewilligung des Zuschusses abgewickelt werden.

Bis zu 75 Prozent Zuschuss

Gefördert werden 45 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten, jedoch maximal 2.500 Euro. Bei Transferleistungsempfänger*innen kann sich die Förderung über einen Sozialbonus auf bis zu 75 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten erhöhen. Der maximale Gesamtförderbetrag beträgt in dem Fall 4.150 Euro.

Lastenrad für private Nutzung

Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Erstwohnsitz in Dortmund. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Lastenfahrrad ausschließlich der privaten, nicht-gewerblichen Nutzung dient. Pro Haushalt darf maximal ein Förderantrag gestellt werden.

Stadt fördert klimafreundliche Mobilität

Lastenfahrräder können Autos in vielen Situationen ersetzen – und verursachen keine klimaschädlichen Abgase. Dabei kann das Lastenfahrrad für alltägliche Zwecke, wie den wöchentlichen Großeinkauf und das Abholen der Kinder vom Kindergarten oder der Schule genutzt werden. Wer Lastenrad fährt, vermeidet zudem das tägliche Stehen im Stau und hat es leichter bei der Parkplatzssuche. Darüber hinaus ist Fahrradfahren – auch mit E-Antrieb – gut für die Gesundheit.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Mobilität & Verkehr

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