Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Stadtentwicklung

Machbarkeitsstudie: Welche Zukunft hat das Azad-Haus?

Impulse für das Azad-Haus: Die Stadt Dortmund möchte gemeinsam mit den Eigentümern Perspektiven für die Immobilie mit Schlüsselfunktion entwickeln. Eine Machbarkeitsstudie soll die optimale Nachnutzung für das Gebäude ermitteln.

Dass die Stadtverwaltung in diesem Fall in die Zukunftsplanung für eine private Immobilie einsteigen kann, macht ein Landesförderbaustein speziell für große Einzelhandelsimmobilien möglich. Entscheidend dafür sind die Bedeutung und die Herausforderungen des Hauses. Direkt am Hansaplatz gelegen, ist das markante Gebäude ortsbildprägend und bietet aktuell eine sehr große Verkaufsfläche von rund 2.400 Quadratmetern in bester Lage. Gleichzeitig ist zum Beispiel der aktuelle Verkaufsraum mit mehreren Treppenabsätzen sehr ungewöhnlich aufgeteilt und künftig nicht ohne Weiteres nutzbar. Ein reiner Selbstläufer ist die Suche nach Mietern daher nicht – bislang ist kein geeigneter Kandidat gefunden.

Machbarkeitsstudie ist beauftragt

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Das Azad-Haus in der Totalen aus der Vogelperspektive betrachtet.
Die optimale Nutzung für das Gebäude soll eine Machbarkeitsstudie klären.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Für die Entwicklung des Innenstadt-Gewerbes hat die Neubesetzung einer Fläche dieser Größenordnung in derart guter Lage großes Gewicht. Die Zukunft dieses Hauses geht daher auch die Stadt Dortmund etwas an“, erklärt Friedrich-Wilhelm Corzilius, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung . „Es braucht eine langfristige Perspektive. Dafür muss klar sein, welche Chancen das Haus bietet, aber auch, welche Herausforderungen einzupreisen sind. Wir bringen jetzt die Karten auf den Tisch: Welche Nutzungen können hier unter welchen Bedingungen gut funktionieren – und welche auch nicht?“

Um diese Fragen zu beantworten, hat die Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement und in enger Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Azad eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Die gemeinsame Arbeit daran haben zwei Büros Mitte Dezember aufgenommen: raumwerk.architekten aus Köln und IRI - Institut für Raumforschung & Immobilienwirtschaft aus Dortmund. Ziel ist es, bis Mitte 2026 den bautechnischen Zustand zu beleuchten, starke Nutzungskonzepte zu entwickeln und notwendige Investitionen abzuschätzen. Dies wird für die aktuellen Eigentümer spannend, denn die möchten das Gebäude auch nach der angekündigten Aufgabe ihres Teppichgeschäfts behalten und vermieten.

Citymanager Tilmann Insinger
Tilmann Insinger
Citymanager
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Für das Hansaviertel nimmt das Azad-Haus am Hansaplatz eine echte Schlüsselposition ein. Ich bin zuversichtlich, dass sich hier eine starke Lösung etablieren lässt.

Schlüsselposition im Hansaviertel

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die Wirtschaftsförderung hat in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement und in enger Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Azad eine Machbarkeitsstudie beauftragt.
Die Wirtschaftsförderung hat in Zusammenarbeit mit dem Citymanagement und in enger Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Azad eine Machbarkeitsstudie beauftragt.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Wir fühlen uns dem Standort eng verbunden und wollen ein tragfähiges Konzept für die Immobilie entwickeln“, sagt Werner Müller, General Manager der Azad-Firmengruppe. „Trotz großer Bemühungen in den vergangenen anderthalb Jahren ist die Neuvermietung bislang nicht geglückt. Wir sind dankbar, dass die Stadt uns jetzt unterstützt und mit der Machbarkeitsstudie eine wertvolle Planungsgrundlage schafft. Unser gemeinsames Ziel ist eine langfristige Lösung, die wirtschaftlich erfolgreich und für die Gesamtstadt von Nutzen ist.“

Worin dieser Nutzen im Kern bestehen soll, bringt Citymanager Tilmann Insinger auf den Punkt: „Gut ist, was die City belebt und sie weiterentwickelt. Wir brauchen zusätzliche attraktive Angebote, die auch jenseits des Westenhellwegs Menschen anziehen und für Bewegung sorgen. Das muss nicht immer Handel sein, und es können unter Umständen auch mehrere kleinere Einheiten werden – da gehen wir ergebnisoffen heran und schauen das ganze Gebäude an. Für das Hansaviertel nimmt das Azad-Haus am Hansaplatz eine echte Schlüsselposition ein. Ich bin zuversichtlich, dass sich hier eine starke Lösung etablieren lässt.“

Zum Thema

Die Kosten für die Machbarkeitsstudie werden zu 70 Prozent gefördert aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren Nordrhein-Westfalen“.

Schlagwörter

City

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Mehr Flair für Brück- und Rosenviertel
Fr 11. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Fredenbaum: Lichterzauber, Feuershow und Live-Musik
Fr 11. September 2026
Bild: Philip Ramforth
Nix für Zaungäste: Offene Gartenpforten laden ein
Do 10. September 2026
Bild: iStock
OB Kalouti begrüßt neu eingebürgerte Dortmunderinnen und Dortmunder
Do 10. September 2026
Innenstadt-West
OB Kalouti hält eine Rede bei der Einbürgerungsfeier im Dortmunder Rathaus.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Hier geht’s rund: Dortmund wird VINYLSTADT
Mi 9. September 2026
Plattenladen in Dortmund
Bild: Vinylstadt Dortmund/Philipp Huberty
Verkehrseinschränkungen auf der B1
Mi 9. September 2026
Man sieht die B1 und die Skyline von Dortmund bei Nacht.
Bild: Stadt Dortmund / Max Mustermann
Die bunteste Bühne im Revier: So wird die IGA 2027 in Dortmund
Di 8. September 2026
Bild: Andreas Buck
„Heimat bedeutet Zugehörigkeit": Die Gewinner des Dortmunder Heimatpreises 2026
Mo 7. September 2026
Innenstadt-West
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
Das Theater Dortmund startet in die neue Spielzeit 2026/27: Große Stoffe, neue Orte, neue Perspektiven
Fr 4. September 2026
Bild: Theater Dortmund
DSW21 startet Pilotprojekt zur KI-gestützten Videobeobachtung
Fr 4. September 2026
U-Bahn Haltestelle Westfalenhallen, die U46 Richtung Hauptbahnhof fährt rechts im Bild soeben los, der Bahnsteig ist leer.
Bild: Jörg Schimmel/DSW21
Mengede und Aplerbeck feiern am Wochenende ihre Traditionsfeste
Fr 4. September 2026
Zwei junge Frauen lachen auf der Kirmes.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmunds Wohnungsmarkt: Bauturbo und Flächen als Lichtblicke
Do 3. September 2026
Ein siebengeschossiger Neubau entsteht im Quartier Kronenburg.
Bild: Stadt Dortmund
Zum Schulstart: Verstärkte Straßenkontrollen in Dortmund
Mi 2. September 2026
Bild: Leopold Achilles
Neue digitale Karten: 3D-Infos zum Hochwasserschutz in Dortmund
Di 1. September 2026
Ein Haus steht im Hochwasser.
Bild: Adobe Stock / Julija Sapic
DSW21-Fahrplanwechsel: 100 zusätzliche E-Bus-Fahrten zum Schulstart
Mo 31. August 2026
Zwei Mädchen mit Handy im Bus
Bild: Christoph Fein/DSW21