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„Fakt oder Falle?“: Erster Workshop gegen Desinformation

Mehr als 130 Teilnehmende, sechs Seminare, eine Frage: Wie können wir uns gegen Desinformation schützen? Premiere im Dortmunder Rathaus - erstmals richtete hier die Stadt Dortmund im Oktober den Workshop „Fakt oder Falle? Schutz gegen Desinformation“ aus.

Unter Desinformation versteht man die absichtliche Verbreitung falscher, ungenauer oder irreführender Information. Die Stadt hat diese Problematik als zunehmend gefährliches gesellschaftliches Phänomen erkannt.

Desinformation destabilisiert Staaten

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Vortrag im Dortmunder Rathaus
Organisator Martin van der Pütten führte in die Veranstaltung ein.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Martin van der Pütten, Organisator von „Fakt oder Falle“: „Wir wollen die Menschen, in einem ersten Schritt Jugendliche, sensibilisieren, kritisch mit Informationen umzugehen. Sie sollen Dinge hinterfragen. Egal, ob sie in den Medien, im Internet, in den neuen Medien oder auf der Straße unterwegs sind.“

Wie weitreichend das Problem ist, zeigt die Tatsache, dass man sich auch auf Ebene von wichtigen Bundesorganen wie dem Auswärtigen Amt mit der Wirkung von Desinformation beschäftigt. Hier ist man überzeugt: Desinformation destabilisiert Staaten, spaltet Gesellschaften, verschärft Krisen, schadet weltweit dem öffentlichen Meinungsaustausch.

Philip Marsden, Referent des Auswärtigen Amtes, hielt den Impulsvortrag und warnt: „Desinformation greift die Grundlagen unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft an. Durch die Medienentwicklung der letzten Jahre können sehr viele Menschen schnell erreicht werden. Gleichzeitig wird es immer leichter, mit entsprechender Technologie den Anschein von Wirklichkeit zu erzielen. Das macht es unheimlich schwer für uns alle, Desinformation zu erkennen. Deswegen ist es wichtig, dass wir das gemeinsam mit Experten erarbeiten.“

Inhalte des Workshops

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Schülerinnen während eines Workshops
Über hundert Dortmunder Schülerinnen und Schüler nahmen an den Workshops teil.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Im Zentrum der angebotenen sechs Workshops standen Fragen wie:

  • Wie erkenne ich KI-Fakes, Falschinformation oder Propaganda?
  • Wie kann ich glaubwürdige Informationen von Fakes und Lügen unterscheiden?
  • Wie kann ich die Informationen gegenchecken?
  • Wer erstellt und verbreitet man Desinformation und welche Ziele verfolgen die Akteure damit?

Darüber hinaus gab es Info-Veranstaltungen zum Umgang der EU mit Desinformation, wie der Verfassungsschutz die Gefahrenlage bezüglich Desinformation einordnet und einen speziell an Lehrpersonal gerichteten Workshop zum Thema „Künstliche Intelligenz und Desinformation“.

Teilnehmende an den Runden waren Schülerinnen und Schüler des Bert-Brecht-Gymnasiums, der Martin-Luther-King-Gesamtschule, der Reinoldi-Gesamtschule, der Konrad-Klepping- und Fritz-Henßler-Berufskollegs, 30 Auszubildende der Stadt sowie Schulpersonal.

Was bringt der Workshop?

Am Ende der rund dreistündigen Workshops stand die Frage: Was hat‘s gebracht?
Sara Yanez-Carrasco (25) vom Konrad-Klepping-Berufskolleg: „Die Veranstaltung hat mich in erster Linie dazu gebracht, meinen eigenen Medienkonsum zu hinterfragen. Das heißt. Wieviel und welche Medien konsumiere ich? Ich werde künftig mehreren unabhängigen Nachrichten-Plattformen folgen und bei einigen Nachrichten auch eigenständig recherchieren.“

Zum Thema: 5 schnelle Checks gegen Desinformation

1. Quelle prüfen (Wer steckt dahinter?)
2. Datum checken (Alt, neu oder aus dem Zusammenhang gerissen?)
3. Fakten vergleichen (Gibt es andere verlässliche Quellen?)
4. Bilder/Videos hinterfragen (Reverse Image Search hilft. Dabei handelt es sich um eine spezielle Suchmethode.)
5. Gefühlstest (Macht dich die Nachricht extrem wütend/ängstlich?)

Schlagwörter

Medien Diskussion / Gespräch

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