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Bundespräsident Steinmeier besucht Dortmunds stille Helden des Alltags

Hoher Besuch in Dortmund: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag (19. Mai) auf seiner Deutschland-Reise bei zwei Vereinen im Unionviertel und am Hafen Station gemacht. Damit würdigte er das Engagement vieler Ehrenamtlicher in der Stadt. Vereine wie „Grenzenlose Wärme“ zeigen, wie professionell Hilfe aus Dortmund Menschen in Not erreicht.

Anlass für die Reise des Bundespräsidenten ist der Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai: Frank-Walter Steinmeier besucht in dieser Woche bundesweit Initiativen und Menschen, um das Ehrenamt zu würdigen und zu stärken. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Kalouti und Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte er Projekte, die den Zusammenhalt in Dortmund stärken.

Ehrenamt im Fokus

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Frank-Walter Steinmeier und Alexander Kalouti schneiden Gemüse.
Im „Haus der Vielfalt“ im Unionviertel halfen Steinmeier und Kalouti bei den Vorbereitungen für ein Frühstück.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Am Vormittag war Steinmeier zu Gast im „Haus der Vielfalt“ im Unionviertel und nahm an einem internationalen Senioren-Frühstück teil. Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen dort zusammen und knüpften Kontakte. Der Bundespräsident hatte zuvor bei den Vorbereitungen geholfen und gemeinsam mit OB Kalouti Gemüse für das Frühstück geschnitten.

Steinmeier zeigte sich beeindruckt von diesem Angebot für ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte. „Diese Verbindung von Einsamkeit und Migration, der spezielle Blick auf älter werdende Migranten, ist außergewöhnlich“, sagte er.

Besuch bei „Grenzenlose Wärme“ im Hafen

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Frank-Walter Steinmeier und Alexander Kalouti sortieren Kleidung.
Gemeinsam mit Ehrenamtlichen sortierte der Bundespräsident Steinmeier mit Oberbürgermeister Kalouti und NRW-Ministerin Schäffer Kleiderspenden für Hilfspakete.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Anschließend ging es zum Hafen. Dort informierte sich der Bundespräsident in der Lagerhalle des Vereins „Grenzenlose Wärme – Refugee Relief Work e.V. “ über die humanitäre Hilfe aus Dortmund. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen sortierte er Kleiderspenden für Hilfspakete. Denn der Verein prüft die Spenden nicht nur auf Qualität, sondern sortiert sie auch nach Größe und organisiert die Verteilung mit einem digitalen System. Partnerorganisationen können die Bestände einsehen und gezielt Hilfsgüter anfordern. Die Lieferungen gehen unter anderem in die Ukraine und in Flüchtlingslager an den EU-Außengrenzen.

Die Stadt Dortmund arbeitet bereits seit 2023 eng mit „Grenzenlose Wärme“ zusammen. Eine Kooperationsvereinbarung hält die gemeinsame Hilfe für Regionen mit humanitären Katastrophen fest. Die Stadt unterstützt den Verein finanziell und trägt die Kosten für die Lagerhalle am Hafen.

Für Kathi Bach aus dem Vorstand des Vereins war es bereits das zweite Treffen mit dem Bundespräsidenten. Steinmeier hatte Kathi Bach schon Anfang 2026 zum Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Dort würdigte er das Engagement für Geflüchtete und den Einsatz gegen Queerfeindlichkeit.

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