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VHS Dortmund

Für Demokratie, gegen Einsamkeit: Jetzt Veranstaltungen in der VHS entdecken

Eine Studie belegt den Zusammenhang zwischen Einsamkeit und antidemokratischen Einstellungen, besonders bei Jugendlichen. Was unternimmt die Stadt Dortmund gegen Einsamkeit? Wie können wir – einzeln und gemeinsam – Haltung zeigen? Dazu wird bei der VHS Dortmund informiert und diskutiert.

Wie hängen soziale Isolation und die Anfälligkeit für extremistische Ideologien zusammen? Wie können wir diskriminierenden Bemerkungen im Alltag begegnen? Und was hilft auch abseits politischer Themen konkret gegen unsere Einsamkeit? Verschiedene Veranstaltungen der VHS nehmen Anfang September diese Fragen in den Fokus. In Dortmund stehen die Themen Einsamkeit und Demokratiebildung ohnehin ganz oben, hier kümmern sich spezielle Beauftragte um die besonderen Bedürfnisse der Stadt und ihrer Menschen.

Das Zusammenspiel von Einsamkeit, politischer Entfremdung und Radikalisierung

Sabrina Janz – Dortmunder Koordinierungsstelle für Einsamkeit – und Friedhelm Evermann, der Sonderbeauftragte des Oberbürgermeisters Dortmund für Vielfalt, Toleranz und Demokratie , sind deshalb auch bei einer Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 3. September (siehe unten), dabei.

Die Veranstaltung beleuchtet zentrale Ergebnisse der vielbeachteten Studie „Extrem einsam?“ des Progressiven Zentrums, die das Zusammenspiel von Einsamkeit, politischer Entfremdung und Radikalisierung untersucht. Demnach gibt es einen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und antidemokratischen Einstellungen. Beispielsweise neigen einsame Jugendliche eher zu autoritären Einstellungen, billigen eher politische Gewalt und glauben häufiger an Verschwörungserzählungen als nicht-einsame Jugendliche.

Gerade politische Gewalt wird von ihnen oft als „normales Mittel“ angesehen. Rechtsradikale Abgeordnete und Sympathisanten haben keine Hemmungen mehr, unverhohlen ihre Gesinnung zu zeigen. Ob die Demokratie wirklich in Gefahr ist und wie wir sie retten können, thematisiert der Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke. Er liest am Mittwoch, 10. September, aus seinem aktuellen Buch „Erste Hilfe für Demokratie-Retter“ (siehe unten).

Die VHS-Kurse auf einen Blick

Extrem Einsam? Radikalisierung und Jugend im Fokus

Die Veranstaltung am 3. September ab 18 Uhr beleuchtet die Studie „Extrem einsam?“ des Progressiven Zentrums. Der Abend ist kostenfrei.

Gemeinsam gegen diskriminierende „Stammtisch-Parolen“

Der Workshop mit Demokratie-Scout Stefan von Zons am 4. September ab 17:45 Uhr soll Menschen in die Lage versetzen, Haltung zu zeigen. Der Workshop kostet acht Euro.

Erste Hilfe für Demokratie-Retter

Der Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke liest am 10. September, ab 18 Uhr aus seinem aktuellen Buch „Erste Hilfe für Demokratie-Retter“. Die Veranstaltung kostet acht Euro.

In der Mitte der Gesellschaft – Wie demokratisch bin ich?

In diesem dreitägigen Bildungsurlaub ab Mittwoch, 22. Oktober, nimmt Demokratie-Scout Stefan von Zons die Teilnehmenden mit auf eine Reise in und durch unsere Gesellschaft, in unsere Demokratie und auch in die eigene Gedankenwelt. Die drei Tage kosten 135 Euro.

Vortrag mit Austausch: Gemeinsam gegen Einsamkeit

Sabrina Janz und Susann Feustel erörtert gemeinsam, warum Nachtbarschaft – vor allem auch vor dem Hintergrund des Themas Einsamkeit – so wichtig ist. Der Vortrag mit Austausch am 9. Oktober ab 17 Uhr ist kostenlos.

Gegen Einsamkeit vorgehen!

Dieser Online-Workshop am 19. Oktober ab 13:30 Uhr gibt Tipps gegen Einsamkeit und vermittelt mit Feingefühl Hilfestellungen für Lebenssituationen, in die jede*r von uns kommen kann. Der Workshop kostet acht Euro.

Bildungsurlaub bei der VHS Dortmund

Wer diesen Themen noch intensiver auf den Grund gehen will, kann das in dem Bildungsurlaub „In der Mitte der Gesellschaft – Wie demokratisch bin ich?“ tun. Hier haben Arbeitnehmer*innen und Interessierte Gelegenheit, sich über drei Tage intensiv mit demokratischen Strukturen im Alltag, mit Verantwortung und Mitsprache sowie der eigenen Toleranz zu beschäftigen. Dazu lädt der Demokratie-Trainer Stefan von Zons ein, der bei der VHS auch wieder sein beliebtes Training gegen diskriminierende „Stammtisch-Parolen“ anbietet.

Der 51-jährige freie Trainer hat sich auf präventive Arbeit spezialisiert, schlichtet aber auch in Krisensituationen. Oft geht er in Schulen, immer mehr aber kommen auch Erwachsene, die sich über ihr Schweigen ärgern. „Es gibt viele Menschen, die Haltung zeigen möchten, aber nicht wissen, wie“, sagt er. Das alles vermittelt Stefan von Zons mit Humor im geschützten Raum. „Es ist wichtig, dass wir wieder miteinander ins Gespräch kommen und diskutieren können.“

VHS Dortmund

Schlagwörter

Kultur & Freizeit Rechtsextremismus Engagement & Bürger*innenbeteiligung VHS

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