Verkehr
Info-Veranstaltung: Stalag VI und Neubau A445-Brücke
Zum Neubau der A45-Brücke gibt es am 12. Oktober eine Info-Veranstaltung. Alles zum Kriegsgefangenenlager Stalag VI D erfahren Sie am 113. Oktober.
Die A45-Brücke über die Martener Straße und sieben Bahngleise muss ersetzt werden. Die Arbeiten beginnen im April 2027 und dauern voraussichtlich acht Monate. Die Autobahn wird zwischen Dortmund-West und Dortmund-Hafen voll gesperrt. Autobahn GmbH, Deutsche Bahn, DONETZ und Stadt Dortmund informieren in einer Veranstaltung am 12. Oktober über die Maßnahmen und Beeinträchtigungen.
Archäologen graben derzeit noch auf dem Gelände der Westfalenhallen und bringen fortlaufend neue Details ans Licht. Eine Infoveranstaltung am Dienstag, 13. Oktober, im Dortmunder Rathaus zeigt nun exklusiv die neuesten Funde und präsentiert den Forschungsstand. Wer dabei sein möchte, muss sich allerdings beeilen: Es gibt nur noch wenige freie Plätze – bis Freitag, 9. Oktober, läuft die Anmeldefrist.
Transit-Verkehr wird über A1 und A2 geleitet
Über die A45 im Norden fahren täglich etwa 85.000 Fahrzeuge, davon 8,5 Prozent Lkw. Während die Umleitung des Transit-Verkehrs über die A1 und A2 während der Sperrung möglich ist, gestaltet sich die Situation in den Städten schwieriger. Die Baustellenkoordination arbeitet mit Autobahn GmbH und Straßen.NRW an Umleitungslösungen, um die Auswirkungen in Dortmund möglichst gering zu halten. Auch Versorgungsträger wie Glasfaser, Wasser und Strom werden eingebunden und aufgefordert, ihre Projekte so zu planen, dass die Umleitungsstrecken baustellenfrei bleiben.
Fest steht aber auch: Die Folgen für den Straßenverkehr im Westen und Nordwesten der Stadt lassen sich auch durch ausgeklügelte Umleitungsstrecken nicht aus der Welt schaffen. Denn von der Sperrung betroffen ist ja nicht „nur“ die Martener Straße - auch die Stadtbahnlinie U44 und mehrere Buslinien von DSW21 können nicht wie gewohnt fahren. Busumleitungen und Schienenersatzverkehr werden also weitere Bestandteile des Umleitungskonzepts sein.
Die
Informationsveranstaltung am 12. Oktober
Die Beteiligten (Autobahn GmbH, Deutsche Bahn, DONETZ und Stadt Dortmund) möchten im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 12.Oktober um 18 Uhr über die Maßnahmen und die anstehenden Beeinträchtigungen informieren. Im Anschluss stehen Fachleute an Infoständen für ergänzende Fragen zur Verfügung.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zur besseren Planung können Sie sich aber im
Laufend aktuelle Informationen zum Großprojekt der Autobahn GmbH gibt es auf einer
Das Kriegsgefangenenlager an der Westfalenhalle: Dortmunds Geschichte im Zweiten Weltkrieg
Was geschah während des Zweiten Weltkriegs auf Teilen des heutigen Westfalenhallen-Geländes? Wie lebten die Menschen im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag VI D? Einblicke aus erster Hand verspricht die Infoveranstaltung am Dienstag, 13. Oktober, um 18 Uhr in der Bürgerhalle des Dortmunder Rathauses (Friedensplatz 1). Oberbürgermeister Alexander Kalouti begrüßt die Gäste, danach startet ein spannend-informativer Abend. Ingmar Luther, Leiter der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, und Frederik Heinze, Grabungsleiter bei EggensteinExca, stellen an diesem Abend frisch ausgegrabene und schon bekannte Fundstücke vor und verknüpfen sie mit alten Dokumenten und recherchierten Fakten.
Einblick in den Alltag der Gefangenen
Bisher haben die Fachleute etwa ein Sechstel des damaligen Lagerareals untersucht und dokumentiert. Trotzdem fanden sie schon Fundamente von Baracken, Spuren von Bombentreffern und Gegenstände aus dem Alltag der Kriegsgefangenen. Der Vortrag zeigt deshalb den aktuellen Zwischenstand einer für die Archäolog*innen emotionalen Spurensuche. Eine abschließende Bewertung wird erst möglich sein, wenn die Ausgrabungen und ihre Auswertung beendet sind.
Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann vor und nach dem Vortrag (16-18 Uhr und 20-21 Uhr) eine begleitende Ausstellung im Rathaus besuchen. Sie zeigt ausgewählte Originalfunde, historische Fotos und persönliche Briefe. Die Ausstellung läuft nach dem Infoabend noch weiter bis zum 26. Oktober.
Die Ausgrabungen und die Erkenntnisse stehen im Mittelpunkt
Der Abend konzentriert sich auf die Ergebnisse der laufenden Grabungen, ihren historischen Kontext und die daraus gewonnenen Erkenntnisse. Die konkrete Ausgestaltung eines künftigen Erinnerungsortes ist nicht Gegenstand der Veranstaltung. Die Überlegungen und die Diskussion über den weiteren Umgang mit den geborgenen Zeugnissen und die Perspektive einer dauerhaften Form des Erinnerns laufen jedoch parallel weiter. Das Konzept, das dazu entwickelt wird, muss der der historischen Bedeutung des Ortes und der Verantwortung gegenüber den Menschen gerecht werden, die dort gefangen gehalten wurden. Die laufenden archäologischen Untersuchungen und ihre wissenschaftliche Auswertung bilden hierfür eine wichtige Grundlage. Neue Erkenntnisse fließen fortlaufend in die Überlegungen ein.
Da der Platz im Rathaus begrenzt ist, können nur angemeldete Gäste teilnehmen. Interessierte müssen jetzt schnell sein: Noch bis zum 9. Oktober kann man sich online unter
Schlagwörter
Weitere Nachrichten