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Kultur & Freizeit

Regisseur Cem Kaya eröffnet die Türkischen Filmtage Dortmund

Türkisches Kino auf großer Leinwand: Die Türkischen Filmtage Dortmund kehren Ende Oktober zurück. Zum Auftakt am 26. Oktober läuft im Dortmunder U der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Remake, Remix, Rip-Off“ von Cem Kaya. Danach präsentiert die Stadt Dortmund im CineStar an fünf Abenden eine Auswahl beliebter Klassiker und moderner Filme aus der Türkei.

Am Sonntag, 26. Oktober, 18 Uhr, wird im Dortmunder U der Dokumentarfilm „Remake, Remix, Rip-Off – Über die Kultur des Copy-Paste“ (2014) von Cem Kaya gezeigt. Dieser beschäftigt sich mit der faszinierenden und wenig bekannten Welt des türkischen Populärkinos der 1960er- bis 1980er-Jahre.

Blockbuster auf türkisch - eine Ära des türkischen Kinos

„Remake, Remix, Rip-Off“ beleuchtet die sogenannte Yeşilçam-Ära des türkischen Kinos – eine Zeit, in der hunderte Filme pro Jahr produziert wurden, häufig mit äußerst begrenzten Mitteln und unter improvisierten Bedingungen. Viele dieser Filme waren inoffizielle Remakes oder Plagiate westlicher Blockbuster wie Star Wars („Dünyayı Kurtaran Adam“ / „Der Mann, der die Welt rettete“, E.T., Rambo, Superman, James Bond etc.). Dabei wurde oft direkt Filmmaterial oder Musik aus den Originalen übernommen – ohne Lizenz oder Urheberrecht. Dies war weniger aus bösem Willen als aus Notwendigkeit und Kreativität heraus geschehen.

„Remake, Remix, Rip-Off“ ist mehr als ein Film über Plagiate – es ist ein Porträt einer leidenschaftlichen, erfinderischen Filmindustrie, die trotz aller Widrigkeiten eine eigenständige Popkultur schuf. Der Film zeigt, wie kreative Aneignung auch eine Form von kulturellem Ausdruck sein kann.

Regisseur Cem Kaya wird an diesem Abend persönlich zu Gast sein. Der Eintritt ist frei.

Fünf Filme im CineStar

Von Mittwoch, 29. Oktober, bis Sonntag, 2. November, gibt es dann fünf türkische Filme im CineStar, Steinstraße 44, zu sehen. Diese starten jeweils um 19:30 Uhr. Der Eintritt kostet pro Vorführung 2,50 Euro.

Mittwoch, 29. Oktober: Postac ı The Postman

Postac ı The Postman erzählt die Geschichte von Adem (Kemal Sunal), einem Briefträger in einem Vorort von Istanbul, der zusammen mit seiner alten Mutter in einem bescheidenen Haus lebt. Er verliebt sich in Sevtap, doch deren Bruder Latif, der in Deutschland lebt, ist gegen die Heirat. Um die Zustimmung zu erhalten, schlägt Adem vor, dass Sevtap den negativen Telegrammtext ihrem Vater anders vorliest. Dadurch glauben alle, dass Latif zugestimmt hat, und die Hochzeitsvorbereitungen beginnen. Doch als Latif überraschend nach Istanbul kommt, wird die Täuschung aufgedeckt, was zu humorvollen und chaotischen Situationen führt.

Donnerstag, 30. Oktober: Mukadderat/Fate

Mukadderat/Fate: Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes verkündet Sultan, dass sie nicht allein sein will und wieder heiraten möchte. Ihre Kinder reagieren schockiert: Ihr Sohn Nevzat lehnt das Vorhaben strikt ab, aus Angst vor dem gesellschaftlichen Druck und den Erwartungen im kleinen Ort. Reyhan, die Tochter, ist hin- und hergerissen – sie versteht ihre Mutter, findet aber, dass Sultan zu schnell handelt. Sultan lässt sich jedoch nicht beirren und beginnt, ihr Leben selbst zu gestalten: Sie startet eigene Projekte, wandelt ihr Haus in eine Pension um und versucht, finanziell unabhängig zu werden – in einer Umgebung, in der solche Schritte von Frauen kaum erwartet werden.

Freitag, 31. Oktober: Bizim Aile/Our Family

Bizim Aile/Our Family: Yaşar Usta (gespielt von Münir Özkul) ist ein Fabrikarbeiter, der mit seinen vier Kindern lebt. Melek Hanım (gespielt von Adile Naşit) ist ebenfalls Witwe und Mutter von drei Kindern. Durch die Vermittlung von Nachbarn kommen die beiden zusammen und entscheiden sich zu heiraten. Die Zusammenführung der beiden Familien gestaltet sich jedoch schwierig, da die Kinder der beiden Familien anfangs Schwierigkeiten haben, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Trotz anfänglicher Konflikte lernen die Kinder, sich gegenseitig zu schätzen und die Bedeutung von Familie und Zusammenhalt zu erkennen.

Samstag, 1. November: Hababam S ı n ı f ı S ı n ı fta Kald ı /The Chaos Class Failed the Class

Hababam S ı n ı f ı S ı n ı fta Kald ı /The Chaos Class Failed the Class: Die Schüler der 6. Klasse A (Edebiyat A) haben es geschafft, Mahmut Hoca (gespielt von Münir Özkul) mit gefälschten Diplomen zu täuschen, um ihm eine Freude zu bereiten. Als Mahmut Hoca jedoch aus dem Krankenhaus zurückkehrt, kehren auch die strengen Regeln an die Schule zurück. Ein neuer Sportlehrer namens Badi Ekrem (gespielt von Şener Şen) wird eingeführt. Er ist bekannt für seine strenge Disziplin und zwingt die Schüler zu ständigen Übungen, was zu Spannungen führt.

Sonntag, 2. November: Mavi Boncuk/The Blue Bead

Mavi Boncuk/The Blue Bead: Sechs Freunde, unter anderem gespielt von Kemal Sunal, Tarık Akan, Zeki Alasya, Metin Akpınar und Halit Akçatepe, gehen in ein nobles Restaurant, um die Sängerin Emel Sayın (die sich selbst spielt) live zu erleben. Nachdem sie dort schlecht behandelt und schließlich hinausgeworfen werden, schmieden sie einen Plan, um sich zu rächen: Sie entführen Emel Sayın.

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Das komplette Programm gibt es unter türkische-filmtage.de.

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