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Startschuss für Sparkassen-Neubau in der City: „Das richtige Projekt zur richtigen Zeit“

Die Sparkasse Dortmund plant den Neubau ihrer Zentrale an der Kampstraße zwischen Freistuhl und Katharinenstraße. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund drei Jahre betragen. Die Fertigstellung wird für 2031 angestrebt.

Zum Start eines hochbaulichen Architekturwettbewerbs stellte der Vorstandsvorsitzende Dirk Schaufelberger das Großprojekt gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti vor. Der OB begrüßt das Vorhaben als „Meilenstein für die zukunftsweisende Entwicklung der City“. Der Baustart ist für 2028 geplant.

Darum wird der Sparkassen-Bau ersetzt

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
OB Kalouti und Sparkassenchef Schaufelberger
OB Kalouti (re.) und Sparkassenchef Schaufelberger stellten das Großprojekt zum Start des Architekturwettbewerbes vor.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Die Zentrale der Sparkasse nahe des Dortmunder Hauptbahnhofs setzt sich aus drei zusammenhängenden Gebäuden aus den 1960er Jahren zusammen. „Das Hochhaus und die glasüberdachte Kundenhalle erfüllen nicht mehr die Anforderungen an moderne Arbeitsplätze, Nachhaltigkeit, technische Infrastruktur und Kundenorientierung. Wir brauchen einen zukunftssicheren und wirtschaftlichen Standort mit bestmöglicher Funktionalität – für unsere Mitarbeitenden ebenso wie für unsere Kundinnen und Kunden“, sagt Dirk Schaufelberger. Auch zwischenzeitlich erfolgte Modernisierungen änderten nichts an grundlegenden strukturellen Defiziten im Bestand.

Wettbewerb international besetzt – Juryentscheidung Ende November

Der Architekturwettbewerb startet am 31. März als so genanntes Werkstattverfahren. Elf Planungsteams – darunter regionale, nationale und internationale Büros – sind dazu eingeladen. Nach einer anonymen Zwischenpräsentation im Juni ist die abschließende Jurysitzung für Ende November vorgesehen.

Alexander Kalouti
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Entscheidung zur Neuentwicklung ihres traditionellen Standorts ist für die kontinuierliche Aufwertung der Dortmunder Innenstadt ein ganz wichtiger Baustein.

Sanierung geprüft – Neubau wirtschaftlicher

In einem mehrjährigen Prozess hat die Sparkasse Sanierungs- und Neubauoptionen für ihr Grundstück prüfen lassen – einschließlich Raumprogramm, bautechnischer Untersuchungen, Nachhaltigkeitsanforderungen und Denkmalschutzbetrachtung.

„Die Gutachten zeigen: Ein Neubau ist langfristig die bessere Lösung. Er ermöglicht mehr Flächenflexibilität, Barrierefreiheit und einen erheblich geringeren Energiebedarf bei niedrigeren Betriebskosten“, erklärt Ulrich Bartscher, Leiter Immobilien-Beteiligungen der Sparkasse Dortmund. Geplant ist, das Kundenzentrum und das Hochhaus abzureißen und durch zwei Neubauten zu ersetzen. Eines der Gebäude soll als Hochpunkt errichtet werden. Das bisherige Hochhaus hat 15 Stockwerke, der Bebauungsplan lässt für den künftigen Bau weitere Stockwerke zu. Das sanierte technische Zentrum soll erhalten und mit der Neuentwicklung verbunden werden.

Nachhaltigkeit, Flächeneffizienz, neue Arbeitswelten

Bild: Patrick Lambertus
Luftbild eines Hochhauses und eines dazugehörigen niedrigeren Gebäudes der Sparkasse.
Das Sparkassen-Hochhaus soll ebenso wie das Kundencenter (vorn im Bild) abgerissen und durch einen energiesparenden Neubau ersetzt werden.
Bild: Patrick Lambertus

Nachhaltigkeit ist ein Leitmotiv des Projekts: Die Sparkasse Dortmund verfolgt das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Das Gebäude-Management ist dafür der wichtigste Baustein.

Zugleich soll die moderne Architektur die Flächeneffizienz deutlich verbessern: „Aufgrund der viel zu großen Nebenflächen im Bestand und veränderter Arbeitswelten basiert unsere komfortable Planung statt auf den heute rund 26.000 Quadratmetern künftig auf nun mehr etwa 17.000 Quadratmetern. Dafür werden moderne Arbeitskonzepte wie Desksharing sowie bereichsübergreifend nutzbare Besprechungs- und Konferenzbereiche entwickelt.“

Darüber hinaus sieht das Konzept Fremdnutzungen wie Büros, Gastronomie und Einzelhandel sowie ein Hotel vor. „Dieser Mix wird das ganze Quartier beleben. Das Interesse potenzieller Mieter ist sehr groß, wir führen bereits jetzt Gespräche mit namhaften Unternehmen“, betont Projektleiter Bartscher.

„Das richtige Projekt zur richtigen Zeit“

Bestens gelaunt und ausgesprochen aufgeräumt begrüßt Alexander Kalouti den neuen Meilenstein für die City-Entwicklung: „Sie dürfen sich den Oberbürgermeister von Dortmund als einen glücklichen Menschen vorstellen. Ich freue mich auf ein fantastisches Projekt und einen mit Sicherheit hervorragenden Bau. Und die Sparkasse zahlt alles. Ich kann aber versichern, dass die Stadt diesen Bau-Prozess sehr eng begleiten und vor allem massiv unterstützen wird. Es ist genau das richtige Projekt zur richtigen Zeit.“

Dortmunds Planungsdezernent Stefan Szuggat erhofft sich von dem Großprojekt der Sparkasse kreative Inspiration für die Umfeldentwicklung: „Die an dem Wettbewerb teilnehmenden Büros werden die Gestaltung öffentlicher Freiräume rund um das 7.650 Quadratmeter große Plangrundstück mitdenken und so eine Grundlage für eine qualitätvolle Umgestaltung durch die Stadt Dortmund schaffen.“ Impulse erhofft sich Szuggat insbesondere für die Kampstraße, die in einem parallelen Verfahren unter Federführung der Stadtverwaltung neu geplant wird.

Bauzeit & Kosten

Die derzeit prognostizierten Gesamtkosten liegen im unteren dreistelligen Millionenbereich. Finanziert wird das Vorhaben vollständig durch die Sparkasse Dortmund. Der Baubeginn ist aus heutiger Sicht für 2028 vorgesehen. Die Bauzeit wird voraussichtlich rund drei Jahre betragen. Die Fertigstellung wird für 2031 angestrebt.

Sparkasse baut neu

Interimsquartier & City-Filiale

Während der Bauphase ziehen die Mitarbeitenden in ein Interimsquartier im ehemaligen RWE-Bürogebäude an der Florianstraße am Westfalenpark um. Für die Filiale Dortmund-Mitte prüft die Sparkasse zentrale Alternativen in der Innenstadt. Dort sollen dauerhaft Services angeboten werden. „Unsere Dienstleistungen mit besonders hoher Kundenfrequenz sollen zentral erreichbar und dort durchgehend verfügbar bleiben“, kündigt Schaufelberger an.

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