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Theater Dortmund stellt Spielplan 2023/24 von Oper, Ballett und Philharmoniker vor

Ein zwanzigjähriges Jubiläum, zwei Opern-Festivals und eine Liebeserklärung an das Ruhrgebiet: Die Sparten Oper, Ballett und Dortmunder Philharmoniker stellen ihre Spielpläne für die Saison 2023/2024 vor.

Bild: Theater Dortmund
Theater Dortmund Opernhaus
Das Opernhaus bei Nacht.
Bild: Theater Dortmund

Die kommende Spielzeit wird unter besonderen Vorzeichen stehen. Ballettintendant Xin Peng Wang wird seine 20. Spielzeit als Chef des Ballett Dortmund begehen. Nachdem die Oper Dortmund von einer hochkarätigen Jury des Fachmagazins "Oper!" als bestes Opernhaus des Jahres 2022 im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet wurde und von der Fachzeitschrift Opernwelt die mit Abstand die zweitmeisten Nennungen in der Kategorie "Opernhaus des Jahres" für die Saison 21/22 erhielt, wird Opernintendant Heribert Germeshausen gleich zwei Festivals als Opern-Highlight präsentieren.

Generalmusikdirektor Gabriel Feltz befasst sich gemeinsam mit den Dortmunder Philharmonikern mit der Einzigartigkeit des Ruhrgebiets und feiert die Kultur, die Eigenarten und besonders die Menschen dieser phänomenalen Region. Gemeinsam mit Künstler*innen sowie Persönlichkeiten aus der Region, wie Bruno "Günna" Knust und Borussia Dortmund-Urgestein Norbert Dickel, machen die Dortmunder Philharmoniker dem Ruhrgebiet eine musikalische Liebeserklärung.

Oper Dortmund

Im Zentrum der Spielzeit 2023/2024 steht für die Oper Dortmund der "Wagner-Kosmos V", mit Peter Konwitschnys Neuinszenierung der Oper "Das Rheingold " von Richard Wagner sowie deren Ergänzung mit zwei besonderen Deutschen Erstaufführungen. So wird mit "La Montagne Noire" von Augusta Holmès das Opus magnum der einzigen namhaften Komponistin des "Wagnerisme" erstmals seit seiner Uraufführung 1895 im Pariser Palais Garnier überhaupt aufgeführt und in Szene gesetzt.

György Kurtàgs Oper "Fin De Partie" erlebt in Dortmund nicht nur ihre szenische Deutsche Erstaufführung, sondern auch ihre Zweitinszenierung – die erste Inszenierung seit ihrer Uraufführung 2018 - unter Mitwirkung zweier Protagonisten der Erstinszenierung an der Scala di Milano.

Neue Wege beschreitet die Oper Dortmund gleich zu Saisonbeginn mit den Eröffnungspremieren von Puccinis Welterfolg "La Bohème" in Kombination mit Rent, einem der erfolgreichsten Broadway-Musicals überhaupt. Regisseur Gil Mehmert führt beide Werke in einem Gesamtkonzept zusammen. In Rent wird die Bohème-Handlung aus dem Paris der 1830er-Jahre ins New York der 1980er transferiert. An zwei Sonntagen werden beide Werke sogar direkt hintereinander aufgeführt. Mit Jonathan Tetelman kann am 10. Dezember 2023 zudem einen der weltbesten Tenöre bei seinem Dortmund-Debüt als Rodolfo in "La Bohème" erlebt werden.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet "We DO Opera!" und die zweite Ausgabe des "Beyond Opera Festival". Dabei werden mit "Das Neinhorn", "Insta Me" und die "Reie zu Planet 9" gleich drei Uraufführungen zu sehen sein. Das partizipative Projekt Die Piraten von Penzance wird das Beyond Opera Festival (30. Juni – 4. Juli 2024) abschließen.

Bild: Bettina Stöß
Dortmunder Ballett tanzt Schwanenesee
Das Dortmunder Ballett tanzt den Klassiker "Schwanenesee".
Bild: Bettina Stöß

Ballett Dortmund

Die Spielzeit 2023/2024 wird für das Ballett Dortmund eine des Feierns eines großen Jubiläums sein. Ballettintendant Xin Peng Wang wird 20 Jahre dem Ballett vorstehen und damit einer der längst amtierenden Ballettchefs Deutschlands sein. Nahezu im Jahrestakt wurden wichtige Strukturveränderungen für die Sparte veranlasst: 2008 wurde das Ballett Dortmund eine eigene Sparte innerhalb des Theater Dortmund. 2009 konnte das Ballettzentrum im Westfalenpark eröffnen.

Seit 2010 werden im Ballettzentrum Internationale Sommerakademien ausgerichtet. Mit der Jugendtanzplattform Schoolmotions (2011), der Gründung des NRW Juniorballett (2014) und des JugendTanzTheaterBallettDortmund (2016) startete die Sparte gleich mehrere Initiativen, die Jugend in Dortmund und Westfalen an die Tanzkünste heranzuführen.

In Wangs Jubiläumsjahr kommt einer der Klassiker des Ballettrepertoires auf die Dortmunder Bühne. Mit Schwanensee mit der Musik von Peter Tschaikowski wird Wang eine neue Version des Klassikers choreographieren. Schwanensee ist immer ein vages Versprechen an das Publikum sowie eine Aufforderung zur Vorfreude. Im Tanzabend Dawson wird der Choreograf David Dawson zwischenmenschliche Beziehungen in allen Facetten darstellen. Dawson gilt als einer der innovativsten und international gefragtesten Tanzschöpfer der aktuellen Tanzszene, dessen Stil seine Grundlage in der Neoklassik hat.

Ein Wiedersehen gibt es mit zwei der erfolgreichsten Produktionen in der Ära Wang, nämlich "Der Traum der roten Kammer" von Xin Peng Wang und Alexander Ekmans "Ein Mittsommernachstraum". Wie in den Jahren davor, wird das Ballett Dortmund auch im nächsten Jahr wieder im Ausland gastieren. 2024 tritt das Ballett Dortmund mit "Ein Mittsommernachtstraum" in Barcelona auf.

Dortmunder Philharmoniker

Für die Dortmunder Philharmoniker unter ihrem Generalmusikdirektor Gabriel Feltz stehen die Spielzeit 2023/2024 ganz im Zeichen des Ruhrgebiets. Das Orchester der Stadt Dortmund, das die musikalische Basis der Sparten im Opernhaus darstellt, bringt in der kommenden Spielzeit eine Fülle von Künstlerinnen und Künstlern sowie Persönlichkeiten des Ruhrgebiets zusammen. So moderiert das Borussia Dortmund-Urgestein Norbert Dickel das 5. Philharmonische Konzert, das die integrative Kraft des Fußballs mit seiner ersatz-religiös anmutenden Begeisterung der Menschen zeigt, mit der Musik von Fußballfan und Hobby-Schiedsrichter Dmitri Schostakowitsch.

Die Blütezeit von Stahl und Kohle wird durch Arthur Honeggers "Musik-Lokomotive Pacific 2.3.1." und Alexander Mossolows "Eisengießerei" wieder zum Leben erweckt. Mit den Philharmonikern erzählen das Chorwerk Ruhr und Bruno "Günna" Knust, mit der Musik von Sergej Prokofjew und Maurice Ravel, von Gärten und magischer Flora und Fauna. Die kulturelle Bedeutung eines Fabrikstandorts für Kunst und Kultur ist mit Gustav Mahlers monumentaler 6. Symphonie besetzt, die in Essen uraufgeführt wurde.

Den "Tanz im Revier", mit einem besonderen Bezug zum in Krefeld erfundenen Instrument Bandoneon, bedienen Heitor Villa-Lobos, Astor Piazzolla und Manuel de Falla. Eine Welt "unter Tage" beschwören Edvard Grieg und Ludwig van Beethoven. Musik von Charly Chaplin, "Modern Times" wird ebenso zu hören sein, wie die Musik der Filme "Harry Potter" und "Herr der Ringe".

Konzerte in der Stadt

Die Cityring-Konzerte werden nach langer Pause wieder im gewohnten Format stattfinden. Daneben werden wieder zahlreiche Konzerten für Menschen ab 0 bis 100 Jahren geboten. Das Tiny Music House wird Musik für Schülerinnen und Schüler ganz direkt erfahrbar machen. Mit Werken von Johannes Brahms nehmen die Dortmunder Philharmoniker im Juni 2024 wieder ihre internationalen Gastspiele in Mailand auf. Im Zentrum des Programms der nächsten Spielzeit stehen jedoch die Menschen, die das Ruhrgebiet zu einer unvergleichlichen Region gemacht haben. Diesen Menschen machen die Dortmunder Philharmoniker eine musikalische Liebeserklärung.

Zum Thema

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