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100 Jahre U-Turm

Das Dortmunder U startet mit einem Jubiläumsfest ins Feierjahr

Der U-Turm feiert seinen 100. Geburtstag ein ganzes Jahr lang und startet mit einem großen Jubiläumsfest für die ganze Familie. Am Sonntag, 7. Juni, erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm aus Kunst, Musik, Mitmachaktionen, Führungen und digitalen Erlebnissen.

Das große Familienfest ist der Start für ein Jubiläumsprogramm, das mit einer Ausstellung von Adolf Winkelmann über seine „Fliegenden Bilder“ am U endet. Eröffnet wird der Tag um 12 Uhr auf der „Sommer am U“ -Bühne an der Leonie-Reygers-Terrasse mit einer offiziellen Begrüßung und Geburtstagstorte.

Pralles Programm als Geburtstagsparty

Bild: Stadt Dortmund / Roland Baege
Zwei Kinder schreiben etwas in ein Buch.
Familiensonntag im Dortmunder U
Bild: Stadt Dortmund / Roland Baege

Im gesamten Gebäude gibt es kreative und interaktive Angebote. Familien können das Dortmunder U bei speziellen Führungen entdecken. Ein Highlight: Ein „Zeichenautomat“ gestaltet individuelle Kunstpostkarten zum Dortmunder U für die Besuchenden. Das machen im Inneren übrigens „echte“ Künsterinnen und Künstler.

Im Foyer zaubert die mexikanische Künstlerin Mar Atzin live digitale Kunstwerke auf die Wände unter dem Fulldome. Überhaupt spielen digitale Kultur und Medienkunst beim Jubiläum eine zentrale Rolle: Der HMKV bietet Workshops zu sicheren Passwörtern und Mini-Robotern an, während die FH Dortmund mit der „Digitalen Straße“ Augmented-Reality-Projekte präsentiert.

Das Forschungsprojekt flowAR stellt erstmals seine Arbeit vor: Mithilfe von Augmented Reality (AR) können auch Nutzerinnen und Nutzer ohne Vorwissen eigene digitale Inhalte gestalten und Teil einer interaktiven Kunstinstallation werden. Getestet wird das Projekt bei der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA 2027) in Dortmund. Im IGA-Zukunftsgarten entsteht dann eine digitale Erlebniswelt, in der Besucherinnen und Besucher per Smartphone virtuelle Kunstwerke, Animationen und Objekte entdecken können, die in die reale Umgebung eingebunden sind.

Die uzwei lädt mit der interaktiven „Balloon Battlebots Arena“ Kinder und Jugendliche zum Mitmachen ein und bietet Bastel- und Gamingaktionen. Das Museum Ostwall lädt zu künstlerischen Zukunftsvisionen für das Dortmunder U ein, und im Krams&KunstLabor in der Ausstellung „Müll“ auf der Ebene 6 entstehen fantasievolle Recycling-Skulpturen.

Ergänzt wird das Programm durch Filmvorführungen, Rätselaktionen, Luftballonkunst und gastronomische Angebote auf der Dachterrasse des BRAUTURM. Zu einer Geburtstagsparty gehört auch Musik: Die Chorakademie sorgt mit ihrem Kinderchor rund um das Thema „100 Jahre U-Turm“ für musikalische Stimmung. Später tritt unter anderem die Jazz Band der TU Dortmund auf.

Vom Brauereiturm zum Kulturstandort

Bild: Erich Angenendt
Ein historisches Bild aus der Zeit von 1945-46.
Ein historisches Bild aus der Zeit von 1945-46.
Bild: Erich Angenendt

Der Dortmunder U-Turm entstand 1926/27 als Gär-, Kühl- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei. Als erstes Hochhaus Dortmunds entwickelte sich das Gebäude schnell zu einem Wahrzeichen der Industrie- und Bierstadt. Seit 1968 leuchtet das goldene „U“ als Firmenzeichen auf der Dachkrone und prägt seit Jahrzehnten die Skyline Dortmunds.

Nach dem Ende der Brauproduktion 1994 stand das Gebäude zunächst leer. Für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 begann der Umbau zum offenen Zentrum für Kunst, Kultur, Forschung und kreative Bildung. Heute vereinen Einrichtungen wie das Museum Ostwall, der Hartware MedienKunstVerein (HMKV), die uzwei, die TU Dortmund und die FH Dortmund Kunst, Wissenschaft, Medien und kulturelle Bildung unter einem Dach. Die historische Industriearchitektur blieb erhalten und verbindet sich heute mit offenen Kultur- und Ausstellungsräumen.

Die „Fliegenden Bilder“ von Adolf Winkelmann verleihen dem Gebäude zusätzlich seine unverwechselbare mediale Präsenz – sie bestehen aus der weithin sichtbaren „Bilderuhr“ auf der Dachkrone, den „Ruhrpanoramen“ im Windfang im Eingangsbereich und den virtuellen „Neun Fenstern“ in der Vertikalen, die das Rolltreppefahren zum Erlebnis machen.

Ein Jahr voller Ausstellungen, Filme und Projektionen

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Maike Donike und Johannes Specks in der Skulptur Kulisse in der Ausstellung "Am Tisch" im MO.
Maike Donike und Johannes Specks in der Skulptur Kulisse in der Ausstellung "Am Tisch" im MO.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Das Jubiläumsjahr begleitet das Dortmunder U mit Ausstellungen, Filmreihen, Vorträgen und digitalen Kunstprojekten:

  • Veranstaltungsformate wie der „Kleine Freitag“ widmen sich der Geschichte des Hauses.
  • Zur ExtraSchicht und zur DEW21 Museumsnacht laufen Filmklassiker wie „Moderne Großstadt Dortmund“, „Gestatten Dortmund“ sowie die WDR-Dokumentation „Geheimnis Dortmunder U“. Bei diesen Großveranstaltungen lädt auch die Performance „Hopfen und Malz“, die bereits in der Ausstellung „Am Tisch“ gezeigt wurde, erneut zu „Thekengesprächen“ ein. Marie Donike und Johannes Specks begrüßen Gäste an ihrer mobilen, u-förmigen Theke.
  • Die TU Dortmund präsentiert eine Filmereihe mit Klassikern, die sich mit dem Thema „Großstadtvisonen“ beschäftigen.
  • Eine Ausstellung rund um das beliebte Fassadenmapping auf dem Dortmunder U bereitet das Digitale Koproduktionslabor (KoLab) vor.
  • Ab März 2027 präsentiert der HMKV zudem eine Ausstellung von Daniel García Andújar. Der spanische Künstler war 1998 bereits in der Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ vertreten, die ein wichtiger Impuls für die spätere Entwicklung des Dortmunder U zum Zentrum für Kunst und Kreativität war.

Adolf Winkelmann klappt zum Abschluss den U-Turm auf

Bild: Adolf Winkelmann
Der Filmemacher und Fotograf Adolf Winkelmann steht vor dem Dortmunder U.
Der Filmemacher und Fotograf Adolf Winkelmann.
Bild: Adolf Winkelmann

Den Abschluss des Jubiläumsjahres markiert die Ausstellung „Winkelmann klappt den U-Turm auf“, zu sehen vom 6. März bis zum 15. August 2027. Adolf Winkelmann macht darin erstmals den Entstehungsprozess seiner „Fliegenden Bilder“ öffentlich sichtbar. Es gibt ein Wiedersehen mit Highlights aus den vergangenen Jahren: Die gesamte Ebene 6 verwandelt sich in einen groß angelegten Bildraum mit LED-Installationen, Lichtobjekten und raumhohen Projektionen. Die Ausstellung thematisiert die technische, künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung des Werkes und richtet den Blick zugleich auf die kulturelle Zukunft des Dortmunder U.

Zum Thema: Das Dortmunder U

Das Jubiläumsprogramm verbindet die Geschichte des ehemaligen Brauereiturms mit seinem heutigen Profil als offener Ort für Kunst, Kultur, Bildung und digitale Experimente – und macht den Wandel des Dortmunder U für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.

Mehr erfahren Sie unter dortmunder-u.de/event/100-jahre-u-turm.

Schlagwörter

Kultur & Freizeit Kinder, Jugendliche & Familie Dortmund historisch

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