100 Jahre U-Turm
Das Dortmunder U startet mit einem Jubiläumsfest ins Feierjahr
Der U-Turm feiert seinen 100. Geburtstag ein ganzes Jahr lang und startet mit einem großen Jubiläumsfest für die ganze Familie. Am Sonntag, 7. Juni, erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm aus Kunst, Musik, Mitmachaktionen, Führungen und digitalen Erlebnissen.
Das große Familienfest ist der Start für ein Jubiläumsprogramm, das mit einer Ausstellung von Adolf Winkelmann über seine „Fliegenden Bilder“ am U endet. Eröffnet wird der Tag um 12 Uhr auf der
Pralles Programm als Geburtstagsparty
Im gesamten Gebäude gibt es kreative und interaktive Angebote. Familien können das Dortmunder U bei speziellen Führungen entdecken. Ein Highlight: Ein „Zeichenautomat“ gestaltet individuelle Kunstpostkarten zum Dortmunder U für die Besuchenden. Das machen im Inneren übrigens „echte“ Künsterinnen und Künstler.
Im Foyer zaubert die mexikanische Künstlerin Mar Atzin live digitale Kunstwerke auf die Wände unter dem Fulldome. Überhaupt spielen digitale Kultur und Medienkunst beim Jubiläum eine zentrale Rolle: Der
Das Forschungsprojekt flowAR stellt erstmals seine Arbeit vor: Mithilfe von Augmented Reality (AR) können auch Nutzerinnen und Nutzer ohne Vorwissen eigene digitale Inhalte gestalten und Teil einer interaktiven Kunstinstallation werden. Getestet wird das Projekt bei der
Die
Ergänzt wird das Programm durch Filmvorführungen, Rätselaktionen, Luftballonkunst und gastronomische Angebote auf der Dachterrasse des BRAUTURM. Zu einer Geburtstagsparty gehört auch Musik: Die Chorakademie sorgt mit ihrem Kinderchor rund um das Thema „100 Jahre U-Turm“ für musikalische Stimmung. Später tritt unter anderem die Jazz Band der TU Dortmund auf.
Vom Brauereiturm zum Kulturstandort
Der Dortmunder U-Turm entstand 1926/27 als Gär-, Kühl- und Lagerhochhaus der Union-Brauerei. Als erstes Hochhaus Dortmunds entwickelte sich das Gebäude schnell zu einem Wahrzeichen der Industrie- und Bierstadt. Seit 1968 leuchtet das goldene „U“ als Firmenzeichen auf der Dachkrone und prägt seit Jahrzehnten die Skyline Dortmunds.
Nach dem Ende der Brauproduktion 1994 stand das Gebäude zunächst leer. Für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 begann der Umbau zum offenen Zentrum für Kunst, Kultur, Forschung und kreative Bildung. Heute vereinen Einrichtungen wie das Museum Ostwall, der Hartware MedienKunstVerein (HMKV), die uzwei, die TU Dortmund und die FH Dortmund Kunst, Wissenschaft, Medien und kulturelle Bildung unter einem Dach. Die historische Industriearchitektur blieb erhalten und verbindet sich heute mit offenen Kultur- und Ausstellungsräumen.
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Ein Jahr voller Ausstellungen, Filme und Projektionen
Das Jubiläumsjahr begleitet das Dortmunder U mit Ausstellungen, Filmreihen, Vorträgen und digitalen Kunstprojekten:
- Veranstaltungsformate wie der
„Kleine Freitag“ widmen sich der Geschichte des Hauses. - Zur
ExtraSchicht und zur DEW21 Museumsnacht laufen Filmklassiker wie „Moderne Großstadt Dortmund“, „Gestatten Dortmund“ sowie die WDR-Dokumentation„Geheimnis Dortmunder U“ . Bei diesen Großveranstaltungen lädt auch die Performance „Hopfen und Malz“, die bereits in der Ausstellung „Am Tisch“ gezeigt wurde, erneut zu „Thekengesprächen“ ein. Marie Donike und Johannes Specks begrüßen Gäste an ihrer mobilen, u-förmigen Theke. - Die TU Dortmund präsentiert eine Filmereihe mit Klassikern, die sich mit dem Thema „Großstadtvisonen“ beschäftigen.
- Eine Ausstellung rund um das beliebte Fassadenmapping auf dem Dortmunder U bereitet das
Digitale Koproduktionslabor (KoLab) vor. - Ab März 2027 präsentiert der
HMKV zudem eine Ausstellung von Daniel García Andújar. Der spanische Künstler war 1998 bereits in der Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ vertreten, die ein wichtiger Impuls für die spätere Entwicklung des Dortmunder U zum Zentrum für Kunst und Kreativität war.
Adolf Winkelmann klappt zum Abschluss den U-Turm auf
Den Abschluss des Jubiläumsjahres markiert die Ausstellung „Winkelmann klappt den U-Turm auf“, zu sehen vom 6. März bis zum 15. August 2027. Adolf Winkelmann macht darin erstmals den Entstehungsprozess seiner „Fliegenden Bilder“ öffentlich sichtbar. Es gibt ein Wiedersehen mit Highlights aus den vergangenen Jahren: Die gesamte Ebene 6 verwandelt sich in einen groß angelegten Bildraum mit LED-Installationen, Lichtobjekten und raumhohen Projektionen. Die Ausstellung thematisiert die technische, künstlerische und gesellschaftliche Bedeutung des Werkes und richtet den Blick zugleich auf die kulturelle Zukunft des Dortmunder U.
Das Jubiläumsprogramm verbindet die Geschichte des ehemaligen Brauereiturms mit seinem heutigen Profil als offener Ort für Kunst, Kultur, Bildung und digitale Experimente – und macht den Wandel des Dortmunder U für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar.
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