Stadtentwässerung
Abwassergebühren steigen mit vier Prozent moderat an
Die Abwassergebühren steigen gegenüber dem Vorjahr moderat an. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt beträgt die Steigerung rund vier Prozent. Das bedeutet in diesem Beispiel einen Anstieg von 30 Euro im Jahr (von 794 auf 824 Euro). Der Rat der Stadt entscheidet im November über die Gebührensatzung des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, ebenso wie über den Wirtschaftsplan.
Die Steigerungen sind unter anderem auf gestiegene Mitgliedsbeiträge und Abwasserabgaben an Wasserwirtschaftsverbände zurückzuführen. Diese stellen mit rund 46 Prozent die größte Einzelposition der durch Gebühren zu deckenden Kosten dar. In diesem Bereich wird mit einer Kostensteigerung von etwa 4 Prozent (rund 3,81 Mio. Euro) kalkuliert.
Hohe Energie- und Materialkosten sorgen für höhere Baukosten
Der anhaltende Anstieg der Energie- und Materialkosten schlägt sich auch in den Baukosten nieder und wirkt sich somit auf die Kostenansätze der Kalkulation aus. Für das Jahr 2027 wird ein auf 262,82 Prozent gestiegener Preisindex für Ortskanäle zugrunde gelegt, bezogen auf das Basisjahr 2000 mit einem Indexwert von 100 Prozent. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Abschreibungen um rund 4,7 Mio. Euro beziehungsweise 10 Prozent.
Zur Abmilderung der erforderlichen Kostensteigerungen verteilt der Eigenbetrieb die Kostenunterdeckungen der Jahre 2023, 2024 und 2025 jeweils auf einen Zeitraum von drei Jahren. Dabei werden die Unterdeckung des Jahres 2023 mit rund 3,3 Mio. Euro, die des Jahres 2024 mit rund 4,2 Mio. Euro und die des Jahres 2025 mit rund 0,3 Mio. Euro kostenerhöhend berücksichtigt. Im Bereich Niederschlagswasser ergab sich im Jahr 2025 hingegen eine Kostenüberdeckung in Höhe von rund 5,5 Mio. Euro. Diese setzt die
Die gesamten durch Gebühren zu deckenden Kosten belaufen sich auf 200,5 Mio. Euro. Für die Entwässerung der städtischen Straßen, Wege und Plätze trägt die Stadt Dortmund einen Eigenanteil in Höhe von 30,4 Mio. Euro.
Im Vergleich der Abwassergebühren von Großstädten in Nordrhein-Westfalen liegen die Dortmunder Abwassergebühren weiterhin im Landesdurchschnitt.
Wirtschaftsplan für 2027
Die Stadtentwässerung hat außerdem ihren Wirtschaftsplan 2027 vorgelegt. Die Betriebsleitung des Eigenbetriebs plant für 2027 mit Erträgen von rund 213 Mio. Euro. Die Aufwendungen werden mit rund 173,8 Mio. Euro veranschlagt.
Im kommenden Jahr machen die Abwassergebühren mit 200,5 Mio. Euro den größten Anteil an den Erträgen aus. Die höchsten Kostenblöcke sind die Beiträge an Wasserwirtschaftsverbände mit 92,4 Mio. Euro, die Abschreibungen mit 22,7 Mio. Euro, die Personalaufwendungen mit 24,2 Mio. Euro und die Zinsaufwendungen mit 12 Mio. Euro.
Für Investitionen stehen dem Eigenbetrieb für das Jahr 2027 rund 28,4 Mio. Euro zur Verfügung. Zu den wichtigsten Baumaßnahmen gehören die
Den geplanten Jahresüberschuss investiert die Stadtentwässerung wieder in das über 2.000 Kilometer lange Dortmunder Kanalnetz.
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