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Allzeit-Rekord: 110 Millionen Euro für bezahlbares Wohnen in Dortmund

So viele Fördermittel für bezahlbares Wohnen wie noch nie zuvor sind im vergangenen Jahr nach Dortmund geflossen. Das Amt für Wohnen hat mithilfe der Gelder des Landes NRW erneut einen Rekord aufgestellt.

Rund 110 Millionen Euro für 72 Einzelprojekte mit insgesamt 604 Wohnungen konnte die Stadt bewilligen. Darunter fielen Neubauten, die Modernisierung von Wohnraum, der Ankauf von Eigentumsobjekten sowie Maßnahmen, um bezahlbare Mieten und Belegungsbindungen langfristig zu sichern.

Rekord aus Vorjahr nochmal übertroffen

Die öffentliche Wohnraumförderung des Landes Nordrhein-Westfalen hat zum Ziel, qualitätsvollen, energieeffizienten und barrierefreien Wohnraum zu fördern, der für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen bezahlbar ist. Die Bautätigkeit ist rückläufig und die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau sind allgemein schwer, unter anderem wegen hoher Baukosten, hoher Kapitalmarktzinsen und wegen des Fachkräftemangels.

Der Fokus der Wohnraumförderung lag 2025 auf dem Neubau dringend benötigter Mietwohnungen. 87 Prozent der bewilligten Förderdarlehen, also rund 95 Millionen Euro, entfielen darauf – insgesamt können so 390 neue Wohnungen entstehen. Hier macht sich die Quotenregelung für den geförderten Mietwohnungsneubau bemerkbar. Es zahlt sich aus, dass die Stadt kontinuierlich Planrecht geschaffen hat – die Wirkung entfaltet sich nun nach und nach.

Stefan Szuggat
Stefan Szuggat
Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

2025 übertreffen wir das Jahresergebnis von 2024 um 17 Millionen Euro. Damit ist es unser stärkstes Jahr in der Wohnraumförderung. Zusätzlich gibt es noch sogenannte Tilgungsnachlässe, die von der NRW-Bank gewährt werden. Das heißt: Bauherren müssen einen Teil der geliehenen Gelder nicht zurückzahlen. Das macht immerhin noch einmal 44 Millionen Euro aus.

Besondere Zielgruppen im Blick

Um die Wohnraumversorgung für besondere Zielgruppen zu verbessern, wurden für sie gezielt Angebote gefördert. Es können jetzt unter anderem 26 Mieteinfamilienhäuser für kinderreiche Haushalte, sieben für Rollstuhlfahrende sowie 74 Wohnheimplätze für Auszubildende und Studierende entstehen.

Besonders hoch blieb die Nachfrage nach Fördermitteln für Eigenheime und Eigentumswohnungen. Gerade wenn die Kapitalmarktzinsen hoch sind, ist die Eigentumsförderung für Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden. 27 Förderzusagen mit Förderdarlehen in Höhe von ca. 6 Millionen Euro wurden für den Neubau bzw. den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum erteilt. Darüber hinaus fließen 2 Millionen Euro in die Modernisierung von 15 Eigentumsobjekten.

Trotz Rekordsumme: Nachfrage war noch höher

Erstmals seit Jahrzehnten konnte die Stadt zum Ende des Förderjahres 2025 nicht für alle bewilligungsreifen Anträge Förderzusagen erteilen. Der Fördertopf des Landes war ausgeschöpft, so dass von dort keine weiteren Mittel mehr für Dortmunder Projekte zur Verfügung gestellt werden konnten. Diese Projekte können nun erst im neuen Förderjahr 2026 ab Mitte Februar bewilligt werden.

Fördermittel und geförderte Wohneinheiten

  • 2025: 109,5 Mio. 604 Wohneineheiten
  • 2024: 92,8 Mio. 392 Wohneineheiten
  • 2023: 52,1 Mio. 357 Wohneineheiten

Quelle: Stadt Dortmund, Amt für Wohnen

Anträge für 2026 ergeben schon jetzt 300 Millionen Euro

Das Interesse an Wohnraumfördermitteln steigt immer weiter an. Aktuell liegen dem Amt für Wohnen für 2026 weitaus mehr Anträge vor als zum Vergleichszeitraum im Vorjahr. Und weitere Bauvorhaben befinden sich in der Planungs- und Qualifizierungsphase. Würde man alles bewilligen wollen, benötigte man für 2026 schon jetzt ein Fördervolumen von rund 300 Millionen Euro.

Das Land NRW hatte im Dezember 2025 mitgeteilt, dass 2026/2027 dank zusätzlicher Mittel des Bundes für die Wohnraumförderung insgesamt noch einmal 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stehen werden. Trotzdem wird die Budgetsituation landesweit sehr angespannt bleiben, denn die für Dortmund beschriebene Situation trifft in unterschiedlichen Ausprägungen auf den Großteil der Städte und Kreise in NRW zu.

Eine Bremse für den Wohnungsbau?

Auch 2026 wird die Stadt Dortmund nicht alle bewilligungsreifen Anträge fördern können. Erneut werden Projekte ins Folgejahr geschoben werden müssen. Häufig war die Inanspruchnahme von Fördermitteln der entscheidende Grund bzw. sogar zwingend notwendig für die weitere Planung und wirtschaftliche Umsetzung von Wohnungsbauprojekten. Die Folge: Baustarts können sich verschieben, Vorhaben müssen gegebenenfalls neu durchgerechnet werden.

Das Amt für Wohnen steht im regelmäßigen Austausch mit dem zuständigen Landesministerium, um wieder möglichst viele Fördermittel für bezahlbaren Wohnraum in Dortmund zu akquirieren.

dortmund.de/themen/foerderungen/wohnraumfoerderung/

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