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Westfalentag in Dortmund: Zusammenhalt im Fokus

Was hält eine Gemeinschaft zusammen? Der 68. Westfalentag am Samstag, 14. Juni, stellt Fragen, Ideen und innovative Ansätze für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt.

Es sind die vielen kleinen und großen Orte des Miteinanders, an denen Menschen füreinander einstehen, Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen und sich gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft engagieren - in Vereinen, Stadtteilen, Nachbarschaften oder kulturellen Initiativen. Sorgenden Gemeinschaften wie diesen widmet sich der 68. Westfalentag des Westfälischen Heimatbundes e.V. (WHB) am Samstag, den 14. Juni 2025 in Dortmund. Die Veranstaltung bringt Engagierte aus Zivilgesellschaft, Kultur, Politik und Verwaltung sowie interessierte Bürger*innen zusammen.

Bild: Sarah Jonek / Westfälischer Heimatbund WHB
Ein Mädchen steht frontal vor einer Gruppe Menschen. Auf ihrem roten T-Shirt steht hinten aufgedruckt "Westfalen".
Der Westfalentag des Westfälischen Heimatbundes bietet jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm.
Bild: Sarah Jonek / Westfälischer Heimatbund WHB

„Sorgende Gemeinschaften wirken der zunehmenden Einsamkeit und sozialen Spaltung entgegen. Sie schaffen Räume der Zugehörigkeit, fördern gegenseitige Rücksichtnahme und machen demokratische Werte im Alltag erfahrbar“, so Dr. Georg Lunemann, Landesdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorsitzender des WHB. Der Westfalentag möchte hier Denkanstöße bieten und den Dialog über die Zukunft solcher Engagementstrukturen fördern.

Zu sehen ist der Oberbürgermeister, Thomas Westphal, in einer Nahaufnahme. Er trägt ein hellblaues Hemd und ein dunkelblaues Jacket.
Thomas Westphal
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Bohdan Vyhivskyi, Agentur konzeptschmiede-do

Nachbarschaft, Vertrauen, Sicherheit – das bedeutet, ich habe mein ‚zweites Wohnzimmer‘ vor der Haustür. Den Ort, an dem ich mich wohl fühle, wo ich Menschen treffe.

Jubiläum findet im Industriedenkmal Kokerei Hansa statt

In einem besonderen Jubiläumsjahr – 1.250 Jahre Westfalen und 110 Jahre Westfälischer Heimatbund – findet der Westfalentag in Dortmund statt. Veranstaltungsort ist mit der Kokerei Hansa ein beeindruckendes Industriedenkmal und Symbol für den Strukturwandel der Region.

„Nachbarschaft, Vertrauen, Sicherheit – das bedeutet, ich habe mein ‚zweites Wohnzimmer‘ vor der Haustür. Den Ort, an dem ich mich wohl fühle, wo ich Menschen treffe. Egal, ob dies die Eckkneipe, der Park, ein Spielplatz, das Westfalenstadion oder mein Lieblingsladen ist“, erklärt Thomas Westphal, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

„Heimat und Nachbarschaft treffen dort zusammen, wo Menschen anderen Menschen begegnen und gemeinsam Zeit verbringen. Ich freue mich sehr, dass der 68. Westfalentag in Dortmund sein zweites Wohnzimmer findet“, so OB Westphal.

Das Programm beim 68. Westfalentag in Dortmund

Ab 10 Uhr erwartet die Teilnehmenden im Salzlager der Kokerei Hansa ein abwechslungsreiches Programm mit prominenten Redner*innen, engagierten Diskussionsgästen und inspirierenden Beispielen aus der Praxis. Nach der digitalen Grußbotschaft des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst hält Franz Müntefering, Vizekanzler a. D. und Bundesminister für Arbeit und Soziales a. D., die Festrede.

Im Anschluss diskutieren junge Engagierte gemeinsam mit der nordrhein-westfälischen Schulministerin Dorothee Feller und dem WHB, wie Schulen zu Ermöglichungsräumen für Engagement werden können.

Die zweite Gesprächsrunde widmet sich der Frage, wie die gesellschaftliche Beteiligung älterer Menschen gestärkt werden kann – mit Impulsen von Ehrenamtsforscherin Professorin Dr. Andrea Walter (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen), Ulla Woltering (Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen) und Almuth Fricke (kubia – Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur).

Ein Portrait von Dr. Georg Lunemann
Dr. Georg Lunemann
Landesdirektor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Vorsitzender des WHB
Bild: LWL / Kapluggin

Gerade in bewegten Zeiten brauchen wir verlässliche Formen des solidarischen Miteinanders – generationsübergreifend, vielfältig und kreativ.

Bild: Dirk Baxmann
Luftbild von der Kokerei Hansa
Das Industrie- und Architekturdenkmal Kokerei Hansa ist Schauplatz des 68. Westfalentages.
Bild: Dirk Baxmann

Auszeichnung innovativer Ideen mit dem Preis des WHB

Mit Spannung erwartet wird die Verleihung von „Rolle vorwärts – der Preis des Westfälischen Heimatbundes für frische Ideen“. Seit 2015 würdigt das Kuratorium des WHB mit dieser Auszeichnung vorbildliches Engagement. In der Kategorie Innovation wird der Preis von der Kulturstiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, in der Kategorie Nachwuchs von den Sparkassen in Westfalen-Lippe gestiftet.

Im Anschluss lädt der Markt der Ideen zum Austausch ein: Hier treffen lokale Initiativen auf überregionale Impulsgeber. Der Demokratiebus der Konrad-Adenauer-Stiftung etwa regt mit Mitmachangeboten zur Auseinandersetzung mit Demokratie, Gesellschaft, Politik und Ehrenamt an.

Nach der Mittagspause steht die gastgebende Stadt Dortmund im Fokus: Ob bei einer nostalgischen Fahrt mit der historischen Straßenbahn, einer spannenden Stadionführung im SIGNAL IDUNA PARK, einer Stadt-Rundfahrt, einem Besuch der Kokerei Hansa oder einem Einblick in soziokulturelle Projekte - jede Exkursion eröffnet neue Perspektiven.

Den Ausklang der Veranstaltung bildet ein Get-together bei Kaffee und Kuchen im historischen Ambiente der Kokerei.

Schlagwörter

Soziales

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