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Stadtentwässerung

Archenbecke fließt bald oberirdisch in die Emscher und nicht mehr im Kanal

Aplerbeck

Von der Archenbecke haben wohl selbst einige waschechte Dortmunderinnen und Dortmunder noch nie gehört. Kein Wunder. Momentan fristet der kleine Bach in Neu-Schüren ein eher unscheinbares Dasein. Das ändert sich jetzt. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung baut vor Ort so um, dass die Archenbecke künftig offen, also oberirdisch und nicht in einem Rohr, direkt in die Emscher fließt.

Darauf dürfen sich Kleingärtnerinnen und -Gärtner wie Spaziergängerinnen und Spaziergänger freuen: Die Archenbecke fließt schon in wenigen Monaten ab der Gevelsbergstraße auf 230 Metern oberirdisch am Gelände des Kleingartenvereins Im Massbruch entlang und mündet dann in die Emscher. Bislang verschwindet das Wasser der Archenbecke im Mischwasserkanal. Künftig profitiert also die Emscher – ebenso wie die Tier- und Pflanzenwelt südlich der Gevelsbergstraße. Auch für den lokalen Überflutungsschutz ist die Offenlegung ein Pluspunkt: Durch sie wird der Kanal auch bei Starkregen entlastet.

Dortmund auf Klimaveränderungen vorbereiten

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Eine Gruppe steht zusammen in der Nähe des Baches Archenbecke.
Noch ist der kleine Bach Archenbecke noch nicht zu sehen, aber das ändert sich bald: Die Arbeiten für die Offenlegung des Gewässers an der Gevelsbergstraße haben begonnen. Dazu hat sich unter anderem Dr. Jan Hendrik Gravert (4.v.l.), Aplerbecks Bezirksbügermeister, vor Ort durch Dr. Christian Falk (4.v.r.), Technischer Leiter der Städtischen Immobilienwirtschaft, auf den neuesten Stand bringen lassen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Den Begriff Schwammstadt kennt jeder, aber er bleibt oft ein bisschen abstrakt. Hier vor Ort kann man beobachten, was Schwammstadt konkret bedeutet: Anstatt das Wasser der Archenbecke weiter in den städtischen Kanal abzuleiten und dann im Klärwerk wieder aufzubereiten, wird es künftig dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Das hat viele Effekte, angefangen von der Verdunstungskälte an heißen Tagen bis zum lokalen Überflutungsschutz. Mit Blick aufs Dortmunder Ökosystem gehen wir auch davon aus, dass bestimmte Tierarten, wie zum Beispiel der Eisvogel, sich an der Archenbecke ansiedeln werden“, sagte Dr. Christian Falk, Technischer Leiter der Stadtentwässerung , an der Baustelle.

Baustellenampel regelt aktuell den Verkehr an der Gevelsbergstraße

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Eine Baustelle in einer Straße, man sieht Rohre.
Von einem idyllischen Gewässer ist auf diesem Bild noch nichts zu sehen - zunächst müssen Leitungen im Boden umgelegt werden, um Platz zu schaffen. An der Gevelsbergstraße 120 ist daher eine Baustellenampel in Betrieb.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die Arbeiten vor Ort haben schon begonnen – wer an der Gevelsbergstraße unterwegs ist, hat sicher die Baustellenampel bemerkt, die dort momentan den Verkehr regelt. Das Projekt ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Bis alles fertig ist, dauert es voraussichtlich rund neun Monate.

Nördlich der Gevelsbergstraße legt die beauftragte Baufirma auf einer Länge von rund 30 Metern die vorhandene Fließrinne der Archenbecke neu an. Auch der Zulauf zum Mischwasserkanal wird entfernt. Südlich der Gevelsbergstraße verläuft die Archenbecke dann parallel zum Fußweg östlich des Kleingartenvereins. Der Weg muss für die Dauer der Arbeiten gesperrt werden, weil er um rund 1,5 Meter in Richtung Osten verschoben werden muss. Im dritten und letzten Abschnitt biegt der Bachlauf dann in Richtung Südwesten ab und mündet in die Emscher.

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Um das Projekt baulich umsetzen zu können, mussten zwei Lauben weichen. Die beiden betroffenen Parzellen werden im Zuge der Bauarbeiten zusammengelegt und die Baufirma wird auch eine neue Laube errichten. Der Kleingartenverein kann die Parzelle also nach Abschluss der Arbeiten wieder verpachten.

Die Stadt investiert rund 1,3 Mio. Euro in die Offenlegung der Archenbecke.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Förderungen

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