Stadtentwässerung
Archenbecke fließt bald oberirdisch in die Emscher und nicht mehr im Kanal
Von der Archenbecke haben wohl selbst einige waschechte Dortmunderinnen und Dortmunder noch nie gehört. Kein Wunder. Momentan fristet der kleine Bach in Neu-Schüren ein eher unscheinbares Dasein. Das ändert sich jetzt. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung baut vor Ort so um, dass die Archenbecke künftig offen, also oberirdisch und nicht in einem Rohr, direkt in die Emscher fließt.
Darauf dürfen sich Kleingärtnerinnen und -Gärtner wie Spaziergängerinnen und Spaziergänger freuen: Die Archenbecke fließt schon in wenigen Monaten ab der Gevelsbergstraße auf 230 Metern oberirdisch am Gelände des Kleingartenvereins Im Massbruch entlang und mündet dann in die Emscher. Bislang verschwindet das Wasser der Archenbecke im Mischwasserkanal. Künftig profitiert also die Emscher – ebenso wie die Tier- und Pflanzenwelt südlich der Gevelsbergstraße. Auch für den lokalen Überflutungsschutz ist die Offenlegung ein Pluspunkt: Durch sie wird der Kanal auch bei Starkregen entlastet.
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„Den Begriff
Baustellenampel regelt aktuell den Verkehr an der Gevelsbergstraße
Die Arbeiten vor Ort haben schon begonnen – wer an der Gevelsbergstraße unterwegs ist, hat sicher die Baustellenampel bemerkt, die dort momentan den Verkehr regelt. Das Projekt ist in drei Bauabschnitte unterteilt. Bis alles fertig ist, dauert es voraussichtlich rund neun Monate.
Nördlich der Gevelsbergstraße legt die beauftragte Baufirma auf einer Länge von rund 30 Metern die vorhandene Fließrinne der Archenbecke neu an. Auch der Zulauf zum Mischwasserkanal wird entfernt. Südlich der Gevelsbergstraße verläuft die Archenbecke dann parallel zum Fußweg östlich des Kleingartenvereins. Der Weg muss für die Dauer der Arbeiten gesperrt werden, weil er um rund 1,5 Meter in Richtung Osten verschoben werden muss. Im dritten und letzten Abschnitt biegt der Bachlauf dann in Richtung Südwesten ab und mündet in die Emscher.
Um das Projekt baulich umsetzen zu können, mussten zwei Lauben weichen. Die beiden betroffenen Parzellen werden im Zuge der Bauarbeiten zusammengelegt und die Baufirma wird auch eine neue Laube errichten. Der Kleingartenverein kann die Parzelle also nach Abschluss der Arbeiten wieder verpachten.
Die Stadt investiert rund 1,3 Mio. Euro in die Offenlegung der Archenbecke.
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