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Vom Acker auf den Teller: Kita-Kinder erleben Landwirtschaft

Selbst gepflückt schmeckt‘s doch am besten: Kinder zweier FABIDO-Einrichtungen haben auf dem Acker der Solidarischen Landwirtschaft Kümper Heide die Ernte eingebracht. Die fleißigen kleinen Hände haben Gemüse aus der Erde geholt. Jetzt könnte es in den Kitas schon zu einem Salat verarbeitet werden.

Bild: Stadt Dortmund/Leopold Achilles
Gruppenbild zur Ernteaktion für Kinder
Freudiger Anlass für ein großes Treffen: Auf dem Acker einer Solidarischen Landwirtschaft bauen Kinder aus FABIDO-Kitas begleitet ihr eigens Gemüse an. Heute wurde mal wieder geerntet.
Bild: Stadt Dortmund/Leopold Achilles

Es handelt sich dabei um ein innovatives Pilotprojekt, das erstmals Solidarische Landwirtschaft (Solawi) mit der Gemeinschaftsverpflegung in Kindertageseinrichtungen verbindet: Zwei FABIDO Einrichtungen, das Familienzentrum Siegfried-Drupp Straße und die Kita Buschei 34, aus Dortmund Scharnhorst beziehen frisches, saisonales Gemüse direkt vom Acker der Solawi Kümper Heide in Dortmund Derne. Beide Einrichtungen erhalten einen Zugang zu regional erzeugten Lebensmitteln und stärken gleichzeitig eine nachhaltige, ökologische Landwirtschaft vor Ort.

Durch die Arbeit auf dem Feld erkennen Kinder, was sie mit den Händen schaffen können

Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Kinder ernten Gemüse
Auf dem Acker pflanzen, pflegen und ernten sie unter Anleitung „ihr“ Gemüse.
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles

Bei dem Projekt geht es um die enge Verknüpfung von Ernährung und Bildung: Wöchentlich besuchen die Kinder den Gemüseacker der Solawi, begleitet durch ein Programm des Lernbauernhof Schulte-Tigges. Auf dem Acker pflanzen, pflegen und ernten sie „ihr“ Gemüse selbst. Sie erfahren altersgerecht, wie Lebensmittel entstehen. Die praktische Arbeit auf dem Feld stärkt Selbstwirksamkeit, Umweltbewusstsein und die Wertschätzung für regionale Lebensmittel.

Grundlage der pädagogischen Begleitung ist das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), das Wissen, Handlungskompetenz und verantwortungsbewusstes Handeln fördert. Mit dem Projekt werden neue Wege für eine nachhaltige und regionale Lebensmittelversorgung in Gemeinschaftseinrichtungen erprobt.

Monika Nienaber-Willaredt
Monika Nienaber-Willaredt
Dezernentin für Schule Jugend und Familie
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Dass wir unseren Kindern eine gesunde Ernährung anbieten können, ist für uns besonders wichtig. Durch den ganzheitlichen Aspekt lernen die Kinder viel über gesunde und nachhaltige Ernährung. Dass sie selbst mit anpacken, stärkt ihr Selbstbewusstsein und die soziale Teilhabe. Sie können stolz auf sich sein, wenn das leckere Essen auf den Tisch kommt.

Die Erntezeit bestimmt den Speiseplan

Die Küchenkräfte müssen flexibel auf die Ernte der Solawi reagieren und ihre Speisepläne je nach saisonaler Verfügbarkeit entsprechend kreativ anpassen. Gleichzeitig entsteht für die Kinder ein lebendiger Lern- und Erfahrungsraum, der Landwirtschaft, Naturschutz und gesunde Ernährung unmittelbar erlebbar macht.

„Hier wird den Kindern im Bildungsbereich Ernährung vermittelt, wie ihr tägliches Essen die eigene Gesundheit, das Klima und die Umwelt beeinflusst. Durch ihre praktischen Erfahrungen beim Gärtnern fördern wir gleichzeitig ihr Bewusstsein für regionale, saisonale und faire Lebensmittel“, sagt Daniel Kunstleben, Geschäftsführer von FABIDO.

Hintergrund

Das EU-Projekt „ Turn the Tables“ zielt auf die Förderung einer nachhaltigen öffentlichen Lebensmittelbeschaffung ab. Das bedeutet, dass beim städtischen Einkauf gezielt nachhaltige Kriterien berücksichtigt werden. Ziel ist es, Umweltauswirkungen zu reduzieren, faire Produktionsbedingungen zu fördern, die regionale Wirtschaft zu stärken und die Gesundheit zu fördern.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Kinder, Jugendliche & Familie

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