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Dortmund und Schytomyr vertiefen ihre Partnerschaft

Delegationsreise in die Ukraine bringt neue Kooperationen auf den Weg und bekräftigt Solidarität.

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Dortmunder Oberbürgermeister zeigt Solidarität mit Ukraine und reist mit Delegation in die Partnerstadt Schytomyr

Eine zwölfköpfige Delegation aus Dortmund hat die ukrainische Partnerstadt Schytomyr besucht. Unter Leitung von Oberbürgermeister Alexander Kalouti reisten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Stadtverwaltung, Klinikum Dortmund, FH Dortmund, TU Dortmund und BVB in die rund 135 Kilometer westlich von Kyjiw gelegene Stadt. Ziel der Reise war es, die Zusammenarbeit weiter auszubauen, neue Kontakte zu knüpfen und den Unterstützungsbedarf vor Ort zu ermitteln.

Zeichen der Verbundenheit

Bild: Stadt Dortmund
Eine Delegation der Stadt Dortmund ist zu Besuch in der ukrainischen Partnerstadt Schytomyr.
Eine Delegation der Stadt Dortmund war zu Besuch in der ukrainischen Partnerstadt Schytomyr.
Bild: Stadt Dortmund

„Schytomyr hat uns beeindruckend gezeigt, wie die Ukraine erfolgreich mit existenziellen Krisen umgeht und sich selbst unter den schwierigen Bedingungen des Krieges weiterentwickelt“, sagt Oberbürgermeister Alexander Kalouti. „Wir haben viele Innovationen gesehen und erlebt, die auch für unsere Arbeit in Dortmund beispielhaft sind. Wir werden Schytomyr weiterhin unterstützen.“

Zum Auftakt empfing die Stadt Schytomyr die Dortmunder Delegation im Rathaus. Dort nahmen die Dortmunderinnen und Dortmunder an der täglichen landesweiten Schweigeminute für die Opfer des russischen Angriffskrieges teil, später besuchten sie einen Militärfriedhof. Oberbürgermeister Alexander Kalouti legte Blumen am Grab eines gefallenen Soldaten nieder. Die Eindrücke machten bedrückend deutlich, wie stark der Krieg den Alltag der Menschen weiterhin prägt. „Was wir mitgenommen haben, ist die unglaubliche Moral der Leute.", so der Oberbürgermeister Kalouti.

Hochschulen bauen Zusammenarbeit aus

Ein Schwerpunkt der Reise lag auf dem Austausch zwischen Wissenschaft und Bildung. An der Polytechnischen Universität Schytomyr unterzeichneten die Fachhochschule Dortmund und die Hochschule in Schytomyr eine Kooperationsvereinbarung. Auch die Vertreter der Technischen Universität Dortmund führten Gespräche über gemeinsame Projekte und künftige Kooperationen.

Außerdem unterzeichneten die Stadtoberhäupter eine Absichtserklärung für die gemeinsame Mitarbeit am europäischen Projekt „Turn the Tables“. Das Projekt unterstützt Städte dabei, nachhaltige und faire Lebensmittelversorgung stärker in öffentlichen Einrichtungen zu verankern.

„Die Reise hat gezeigt, dass es zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine enge Zusammenarbeit gibt“, so Oberbürgermeister Kalouti.

Oberbürgermeister Alexander Kalouti steht auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus.
Alexander Kalouti
Oberbürgermeister Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Sie verteidigen nicht nur ihre Freiheit und ihr Land, sondern leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit Europas.

Austausch in Medizin, Sport und Kultur

Auch das Klinikum Dortmund vertiefte bestehende Kontakte. Dabei ging es insbesondere um ein von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördertes Programm zur Qualifizierung von Ärztinnen und Ärzten. Die Beteiligten besprachen weitere Schritte und Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Im Sport vereinbarten Borussia Dortmund und der ukrainische Erstligist Polyssia Schytomyr einen Austausch von Jugendtrainern. Die Delegation besuchte zudem das Trainingszentrum und Nachwuchsteam des Vereins. Selbstverständlich hatte der BVB als Gastgeschenke auch Trikots im Gepäck.

Weitere Stationen führten die Dortmunder Gäste zur Philharmonie, zum akademischen Ballettensemble „Sonechko“ sowie zum Jugendorchester „Richter Kids“. Letzteres war bereits im vergangenen Jahr zu Gast in Dortmund und hatte gemeinsam mit dem Jugendorchester von DORTMUND MUSIK das Programm bei der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft gestaltet.

Unterstützung bleibt wichtig

Die Delegation besuchte außerdem Schulen, ein Berufskolleg für technische Innovationen sowie ein neu errichtetes Wohnhaus für Binnengeflüchtete. In den Schulen präsentierten die Verantwortlichen unter anderem Großküchen, die Dortmund zuvor gespendet hatte. Auch Schutzräume gehörten zum Besuchsprogramm.

Die Gespräche machten deutlich, dass die Unterstützung der Ukraine auch mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges unverzichtbar bleibt. In Schytomyr laufen bereits die Vorbereitungen für den kommenden Winter. Dortmund wird die Partnerstadt deshalb weiterhin bedarfsgerecht unterstützen. Unter anderem möchte Dortmund ein Müllfahrzeug der EDG liefern.

„Ich bin dem ukrainischen Volk und insbesondere unseren Freundinnen und Freunden aus Schytomyr sehr dankbar. Sie verteidigen nicht nur ihre Freiheit und ihr Land, sondern leisten auch einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit Europas“, betonte Dortmunds Oberbürgermeister.

„Wir waren nun bereits zum vierten Mal nach Kriegsbeginn vor Ort und konnten uns wieder von der enormen Widerstandsfähigkeit der Stadt und der gesamten Bevölkerung überzeugen“, sagt Fabian Zeuch, Urban Diplomacy-Koordinator und bei der Stadt Dortmund zuständig für die Partnerschaft mit Schytomyr. „Wie die kommunale Grundversorgung weiter betrieben und auch trotz der ständig auftretenden Luftalarme weiterentwickelt wird, ist bewundernswert. Nach einem Jahr offizieller Städtepartnerschaft kann man voller Überzeugung sagen, dass wir mit Schytomyr eine starke und tolle Partnerstadt haben, von der wir in vielen Bereichen lernen können."

Hintergrund: Städtepartnerschaft seit 2025

Dortmund und Schytomyr verbindet seit dem 9. Juli 2025 eine offizielle Städtepartnerschaft . Bereits kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges nahm Dortmund Kontakt zu der ukrainischen Stadt auf. Seitdem entstanden zahlreiche gemeinsame Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft, Sport und kommunale Entwicklung.

Darüber hinaus hat Dortmund in den vergangenen Jahren Hilfsgüter und kommunale Fahrzeuge nach Schytomyr geliefert, darunter Busse, Generatoren, Krankenhausausstattung, Schulmöbel, Solaranlagen und Großküchen. Die Delegationsreise vom 15. bis 19. Juni 2026 war bereits der vierte Besuch einer Dortmunder Delegation in der ukrainischen Partnerstadt.

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