Alexander Kalouti
Drei Fragen an den Oberbürgermeister
Im Kurzinterview beantwortet Oberbürgermeister Alexander Kalouti drei Fragen zur Dortmunder City und ihrer Zukunft.
Was macht unsere City heute schon stark?
Unsere City lebt. Und sie lebt von ihrer Vielfalt: vom Handel, von Gastronomie und Dienstleistungen, von Kultur, Veranstaltungen, grünen Orten und immer mehr Menschen, die wieder bewusst in der Innenstadt wohnen wollen. Vor allem aber lebt sie von den Menschen, die jeden Tag hier unterwegs sind und Dortmund ausmachen.
Die Innenstadt ist das Herz unserer Stadt. Und dieses Herz schlägt sichtbar – auf den Plätzen, in den Straßen, auf den Märkten und in den Quartieren. Genau darin liegt die besondere Stärke Dortmunds: in dieser ehrlichen, direkten Urbanität. Nicht geschniegelt, nicht künstlich, sondern echt. Darauf können wir aufbauen. Wir haben das Potenzial, die City für noch mehr Menschen aller Generationen zu einem Lieblingsort zu machen – lebendig, vielfältig und mit einem ganz eigenen Charakter, den man nicht kopieren kann.
Was ist Ihr Lieblingsort in der City?
Das wechselt tatsächlich fast täglich. Montags oft die Stadt- und Landesbibliothek – ein Ort, an dem man mitten im Trubel kurz runterkommen und neue Gedanken sammeln kann. Donnerstags gerne der Feierabendmarkt vor der Oper. Freitags das Konzerthaus an der Brückstraße oder die Oper. Samstags der Wochenmarkt auf dem Hansaplatz. Und sonntags manchmal St. Reinoldi mit ihrer beeindruckenden neuen Orgel. Und natürlich jeden Tag das Rathaus am Friedensplatz. Nicht nur als mein Arbeitsplatz, sondern als Ort mitten in der Stadt, mitten im Leben.
Was ist aktuell die größte Herausforderung in der City?
Die Menschen erwarten zu Recht, dass sie sich in unserer Innenstadt sicher und wohlfühlen können. Sauberkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität entscheiden heute stärker denn je darüber, ob Menschen gerne in die City kommen – und auch bleiben. Dabei geht es nicht nur um Ordnung und Sicherheit, sondern auch um die Frage, wie Innenstadt künftig funktioniert. Einkaufsstraßen allein reichen nicht mehr aus. Wir müssen Orte schaffen, an denen Menschen sich begegnen, arbeiten, lernen, Kultur erleben und ihre Freizeit verbringen können.
Doch die Entwicklung der City bleibt eine Daueraufgabe, und wir bleiben dran! Dabei arbeiten wir mit vielen Akteuren zusammen. Ein Meilenstein soll die Kampstraße werden, mit deutlich mehr Grün. Eine spannende Herausforderung ist auch, die klassischen Einkaufsstraßen als Orte für alle weiterzudenken und neue Chancen für bestehende Orte zu finden. Dass das Schauspiel im kommenden Jahr mitten auf den Ostenhellweg zieht, dass aus einem Kaufhaus für ein paar Monate ein Kunst-Kaufhaus wurde, oder dass die Technische Universität Räume im Hansa-Carree nutzen wird, sind daher großartige Entwicklungen. Unsere City verändert sich – und sie hat Zukunft, wenn wir mutig genug sind, sie neu zu denken.
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