Mobilität
H-Bahn fährt künftig fast bis zum Stadion
Die Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) und die Stadt Dortmund planen den Ausbau der H-Bahn.
In zwei Abschnitten soll sie in den kommenden Jahren vom Campus der Technischen Universität bis nach Barop verlängert und über die U42-Haltestelle
„Theodor-Fliedner-Heim" an das leistungsstarke Stadtbahnnetz angeschlossen werden. Am Donnerstag (15.10.) fand, früh im Verfahren, eine erste Informationsveranstaltung statt. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger kamen in die "kostBar" an der TU, um Antworten auf ihre Fragen zum ersten, rund 800 Meter langen Bauabschnitt bis „Ortsmühle" zu erhalten – die meisten waren Anwohner aus dem unmittelbaren Umfeld
Querfeldein
Im Mittelpunkt des Interesses: die geplante Trassenführung. Zwei Varianten sind in der Betrachtung. Eine verläuft parallel zur Emil-Figge-Straße. Die andere und derzeit favorisierte quer über ein Feld „Am Waarbaum". Mit ihr will DSW21 ins Planfeststellungsverfahren gehen, erläuterte Friedhelm Richter, federführend für die Planung. Noch würden einige Prüfungen und Gutachten laufen. „Zurzeit spricht in der Abwägung aber viel für die Waarbaum-Variante."
Die Antragsunterlagen sollen Anfang 2027 zur Prüfung eingereicht werden. Der Planfeststellungsbeschluss könnte 2028 vorliegen, der erste Teilabschnitt 2029 in den Testbetrieb gehen. Er wird als Pilotstrecke vorgesehen, um die technologische Weiterentwicklung der H-Bahn zu erproben. Nach Abnahme und Zulassung durch die Technische Aufsichtsbehörde würde er Teil des Regelnetzes werden. Rund 13 Mio. Euro sind für den Bau veranschlagt – zu 95 Prozent gefördert vom Land NRW.
Planungsdezernent
Wir möchten mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Transparenz herstellen, mit ihnen in den Austausch kommen und ihre Anregungen aufnehmen.
Auf den beiden geplanten Teilstücken wird der Abstand zwischen zwei Pfeilern 30 Meter betragen (derzeit rd. 20 m). Die Fahrzeuge werden noch einmal deutlich geräuschärmer unterwegs sein. Zudem wird DSW21 vermehrt Doppel-Traktionen, also zwei gekoppelte Wagen, einsetzen und so die Kapazität signifikant erhöhen. Ein 10-Minuten-Takt ist mindestens gewährleistet, voraussichtlich ein Sieben- oder sogar Sechs-Minuten-Takt möglich.
Die Bürgerinnen und Bürger nahmen viele Antworten mit nach Hause. Nicht wenige brachten weitere Fragen mit in den anschließenden Infomarkt. An Stellwänden erläuterten die Expert*innen im Dialog Details zu Planung, Verfahren und nächsten Schritten. Ihr Informationsbedürfnis sei weiterhin groß, machten insbesondere die unmittelbaren Anwohner deutlich. DSW21 und die Stadt Dortmund versicherten maximale Transparenz. So wird DSW21 auf der Website
Die Dortmunder H-Bahn ist eines der zuverlässigsten Verkehrsmittel der Stadt: Rund 99 Prozent der Fahrten erfolgen pünktlich. Als autonomes Verkehrssystem ist sie unabhängig vom Straßenverkehr und damit weitgehend unbeeindruckt von Staus. Seit wann die H-Bahn Dortmund mobil macht und welche weiteren Fakten das besondere Verkehrsmittel auszeichnen, erfahren Sie
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