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Pilotprojekt

Truck sammelt Daten für bessere Straßen

Ein Truck der Uni Wuppertal ist ab dem 29. April in Dortmund unterwegs. Er erfasst, in welchem Zustand die Straßen sind.

In welchem Zustand sind Dortmunds Straßen? Wo befinden sich Schäden, und welche Schäden sind es genau? Ein silber-grüner Truck, der ab dem 29. April über Dortmunds Hauptverkehrsachsen rollt, liefert Antworten auf diese Fragen.

Bild: Uni Wuppertal
Silberner Truck mit der Aufschrift "Unseren LKW können Sie überholen, unsere Forschung nicht."
Dieser Truck ist ab Ende April auf Dortmunds Straßen unterwegs, um Daten zu sammeln.
Bild: Uni Wuppertal

Der mit modernster Technik ausgestattete Truck tastet mit seinen Messinstrumenten beim Fahren die Straße virtuell ab und ermittelt so ihren Zustand und ihre Reaktion auf das hohe Gewicht eines LKW.

Frühzeitig auf Probleme reagieren

Möglich macht dies ein gemeinsames Pilotprojekt mit der Bergischen Universität Wuppertal, die den einzigartigen „Pavement-Scanner“ in Zusammenarbeit mit dem Tiefbauamt über Dortmunds Straßen schickt. Von den gesammelten Daten haben alle Verkehrsteilnehmer*innen etwas. Die neuen Erkenntnisse helfen, frühzeitig zu reagieren, um größere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.

Scanner misst Tragfähigkeit der Straßen

Das Besondere: Der Scanner sieht, was das bloße Auge nicht erkennen kann. Er misst, wie die Straße mit dem Gewicht eines LKW zurechtkommt – ermittelt also ihre Tragfähigkeit unter Belastung. Die Systeme sind für Messgeschwindigkeiten von 80 km/h ausgelegt. Der Sattelaufleger belastet die Straße mit einer statischen Achslast von zehn Tonnen.

Die Straßenoberfläche reagiert auf diese Last, indem sie sich kurzzeitig und nahezu vollständig elastisch verformt. Elf Laser-Senoren erfassen diese Reaktion vor und nach der Lastachse. Dabei entstehen viele Daten, aus denen sich die Tragfähigkeit der Straße berechnen lässt.

Truck erkennt auch Straßenschäden

Zusätzlich erfasst der Truck den Aufbau des Straßenoberbaus und erkennt Unregelmäßigkeiten in den Schichten, aber auch an der Oberfläche. Der Pavement-Scanner ergänzt die Methoden des Tiefbauamts, das die Straßen bereits mit Laser-Scan („Eagle Eye“) abfährt. Zusätzlich begehen Straßenmeister*innen in den Bezirken die Straßen.

Einsatz kann mehrere Wochen dauern

Für die Messungen sind trockenes Wetter und eine Mindesttemperatur von 6 Grad Voraussetzung. Los geht’s voraussichtlich am Westhofener Kreuz, zunächst sind die Bundesstraßen und -autobahnen im Stadtgebiet an der Reihe. Dann folgen die Landes- und Gemeindestraßen. Es werden nur Hauptstraßen befahren bzw. Straßen, die für die Maße und Gewichte des Einsatzfahrzeugs geeignet sind. Der Einsatz endet, sobald alle Hauptstraßen in beiden Fahrtrichtungen befahren worden sind. Je nach Wetter kann das mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Erhebung erfolgt datenschutzkonform, Gesichter oder Kfz-Kennzeichen werden automatisch anonymisiert.

Was sind die Ziele des Pilotprojekts?

Die neuen Daten sind für die Stadt Dortmund wertvoll, weil mit ihrer Hilfe Straßensanierungen gezielt und effizient geplant werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn Straßen länger nutzbar sind, spart das Geld, schont die Umwelt und sorgt für weniger Störungen im Verkehr.

Ziel des Projekts ist es außerdem, solche Tragfähigkeitsmessungen ergänzend zu den herkömmlichen Methoden künftig in das kommunale Straßenerhaltungs-Management zu integrieren.

Der Pavement-Scanner wird durch die EU (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), das NRW-Verkehrsministerium und die Bergische Universität Wuppertal gefördert.

Schlagwörter

Studium, Wissenschaft & Forschung Mobilität & Verkehr

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