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Ratssitzung

Rat der Stadt entscheidet in seiner fünften Sitzung über Investitionen in Dortmund

Am Donnerstag, 28. Mai kommt der Rat der Stadt Dortmund wieder zusammen, um wichtige Weichen für städtische Projekte zu stellen. Es geht dabei unter anderem um Schulen und Sporthallen in verschiedenen Bezirken, die IGA 2027, eine wichtige Brücke und um die Nordstadt. Verfolgen lässt sich die Sitzung im Livestream unter dortmund.de/live.

Unter dem Motto „Sicheres Leben für alle in Dortmund“ beschäftigt sich der Rat mit drei Beschlussvorlagen zur Stärkung von Sicherheit und Sicherheitsgefühl in der Stadt.

Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit

Im Mittelpunkt steht ein integriertes Sicherheitskonzept nach dem Vorbild des „Zürcher Modells“ , das die Zusammenarbeit von Kommunalem Ordnungsdienst (KOD), Service21, Dortmund Guides, Streetwork und weiteren sozialen Angeboten stärken soll. Ziel ist auch eine bessere Präsenz städtischer Dienste insbesondere in den Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden.

Darüber hinaus soll der KOD künftig regelmäßiger in den Außenbezirken präsent sein: Die Verwaltung soll beauftragt werden, ein Konzept für eine verbindliche Mindestpräsenz in allen Stadtbezirken zu entwickeln und die Einsätze künftig transparenter zu dokumentieren.

Ein weiterer Antrag zielt darauf ab, das Sicherheitsgefühl in den Quartieren zu stärken. Dafür sollen unter anderem schlecht beleuchtete oder unübersichtliche Orte identifiziert und gemeinsam mit den Bezirksvertretungen gezielt verbessert werden – etwa durch bessere Beleuchtung, gestalterische Ansätze oder mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Hinweise aus Beteiligungsformaten wie der Plattform „LINa – Leben in der Nachbarschaft“ sowie aus den Quartierslaboren sollen dabei systematisch genutzt werden, um Problemlagen frühzeitig zu erkennen und passgenaue Lösungen umzusetzen.

Entscheidung über die nächsten Bewohnerparkzonen

Bild: Katharina Michels
Parkende Autos im Kreuzviertel
Künftig soll es pro Jahr zwei neue Bewohnerparkzonen in der Stadt geben.
Bild: Katharina Michels

Neue Bewohnerparkzonen sollen dort entstehen, wo der Parkdruck besonders hoch ist. Die Stadt möchte dabei die 2017 festgelegte Reihenfolge neu ordnen . Pro Jahr soll es zwei neue Bewohnerparkzonen in der Stadt geben. Diese neue Priorisierung könnte der Rat beschließen: Weingartenstraße in Hörde (2026), Westerbleichstraße und Hafen-Ost (2027), Kreuzviertel 1 sowie Chemnitzer Straße I–IV (2028), Markgrafenstraße und Münsterstraße (2029), Ritterstraße und Unionviertel (2030), Kaiserstraßenviertel und Düsseldorfer Straße (2031) sowie Klinikviertel (2032). Außerdem soll die Verkehrsüberwachung personell verstärkt werden, damit die Bewohnerparkzonen regelmäßig kontrolliert werden können.

Neue Impulse für die Nordstadt

Bild: Anja Cord
Blick entlang einer Geschäftsstraße mit Kopfsteinpflaster mit vielen parkenden Autos und einer Kirche im Hintergrund.
Die Münsterstraße soll weiterhin gefördert werden.
Bild: Anja Cord

Mehrere neue Bausteine für die Weiterentwicklung der Nordstadt stehen auf der Tagesordnung. Vorgesehen sind ab 2027 ein neues Sanierungsmanagement für das südliche Nordmarktquartier, ein Geschäftsstraßen-Management für die südliche Münsterstraße sowie ein Quartiersfonds, der mit jährlich 50.000 Euro Projekte aus dem Stadtteil fördert. Gleichzeitig möchte die Stadt das Hof- und Fassadenprogramm bis 2030 verlängern. Damit könnten private Eigentümerinnen und Eigentümer weiterhin Zuschüsse von bis zu 50 Prozent für ihre Fassaden, Höfe und Dächer erhalten. Ein Großteil der Finanzierung kommt aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ von Bund und Land Nordrhein-Westfalen.

IGA 2027: Weiterer Zuschuss - oder Abspecken?

Bild: Stadt Dortmund / Sebastian Hopp
Luftaufnahme der Brücke Haldensprung am Deusenberg im Sonnenuntergang.
Der Deusenberg dient während der IGA als beruhigender Rückzugsort im Dortmunder Zukunftsgarten.
Bild: Stadt Dortmund / Sebastian Hopp

Der Rat muss entscheiden, ob er zusätzliches Geld für die Umgestaltung des Deusenbergs zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 freigibt. Die erwarteten Kosten steigen von ursprünglich rund 3,06 Millionen auf etwa 4,58 Millionen Euro. Gründe sind unter anderem schwieriger Baugrund auf der ehemaligen Deponie, zusätzliche Entwässerungsarbeiten, gestiegene Material- und Energiekosten sowie Vandalismusschäden. Um Kosten zu senken, schlägt die Verwaltung vor, auf einzelne Projekte zu verzichten, etwa auf die geplanten Himmelsschaukeln oder eine neue Treppe. Der Deusenberg soll während der IGA als ruhiger Natur- und Erholungsort im Dortmunder Zukunftsgarten dienen.

Investitionen in Schulen und Sporthallen

Die Stadt möchte weiterhin massiv in ihre Schulen und Sporthallen investieren – denn die Schülerinnen- und Schülerzahlen steigen, und die vorhandenen Schulplätze reichen nicht aus. Gleichzeitig sind viele Gebäude sanierungsbedürftig. Folgende Projekte stehen auf der Tagesordnung des Rates:

  • Overberg-Grundschule in Mengede: Der Rat soll den Planungs- und Ausführungsbeschluss für einen kompletten Neubau mit integrierter Zweifach-Sporthalle und modernisiertem OGS-Bereich fassen. Das Projekt kostet rund 30,7 Millionen Euro. Der Neubau soll bis 2030 fertig werden.
  • Neue Sporthalle für die Hauptschule am Hafen: Die sanierungsbedürftige alte Gymnastikhalle soll durch eine moderne Einfach-Sporthalle ersetzt werden. Zusätzlich sind Verbesserungen am Schulhof und im Schulgebäude vorgesehen. Das Gesamtprojekt umfasst rund 12 Millionen Euro. Der Rat soll über den Neubau und die weiteren Planungen entscheiden.
  • Gesamtschule Scharnhorst: Der Rat soll weitere Sanierungsarbeiten an Dächern, Fenstern und Fassaden beschließen . Die Arbeiten kosten rund 1,5 Millionen Euro und sollen den Energieverbrauch der Schule deutlich senken.
  • Interimsschule in Derne: Der Rat soll den Bau einer Übergangsgesamtschule auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule Derne beschließen. Geplant ist sie für drei Jahrgänge und sechs Züge. Dafür sollen mobile Raumeinheiten für mindestens fünf Jahre angeschafft und hergerichtet werden. Die Gesamtkosten liegen bei rund 22,4 Millionen Euro. Der Standort soll zunächst bis 2030 genutzt werden, bei weiterem Bedarf wäre eine Verlängerung bis 2032 möglich. Parallel soll eine neue Gesamtschule gebaut werden.

Neue Brücke an der Langen Straße: Entscheidung über Baubeschluss

Die Brücke Lange Straße im Kreuzviertel stammt aus den 1960er-Jahren und muss wegen altersbedingter Schäden abgerissen und ersetzt werden. Nun gibt es einen Zeitplan dafür: Der Abriss soll im Januar 2027 beginnen , die neue Brücke könnte im zweiten Quartal 2028 fertig sein. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 6,85 Millionen Euro. Der Rat trifft den Baubeschluss.

Sportpark Scharnhorst soll komplett erneuert werden

Für rund 18,2 Millionen Euro plant die Stadt einen modernen und inklusiven Bewegungspark für Schule, Vereine und Nachbarschaft in Scharnhorst – nun könnte der Rat den Baubeschuss treffen. Vorgesehen sind frei zugängliche Spiel-, Sport- und Aufenthaltsflächen für Menschen aller Generationen und mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Arbeiten könnten Anfang 2027 starten. Für das Projekt hofft die Stadt auf Fördermittel von bis zu acht Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Der bestehende Sportpark weist erhebliche Schäden auf, ist nicht barrierefrei und gilt als veraltet.

Stadt bündelt Dortmunder Bäderbetrieb unter einem Dach

Bild: Sportwelt Dortmund
Schwimmbecken im Freibad Volkspark
Die Revierpark Wischlingen GmbH soll künftig auch den Betrieb des Volksbads verantworten.
Bild: Sportwelt Dortmund

Wenn der Rat zustimmt, geht die Sportwelt gGmbH in der Revierpark Wischlingen GmbH auf. Die Revierpark Wischlingen GmbH betreibt bereits mehrere Bäder und soll künftig auch die sieben bisher von der Sportwelt Dortmund geführten Hallen- und Freibäder übernehmen – darunter die in Brackel, Hombruch, Mengede sowie die Freibäder Volkspark und Wellinghofen. Mit der Verschmelzung gehen Vermögen und Beschäftigte auf die Revierpark Wischlingen GmbH über, die Sportwelt Dortmund wird als eigenständige Gesellschaft aufgelöst. Zusätzlich plant die Stadt einen freiwilligen Aufsichtsrat mit Vertretungen aus Politik und Belegschaft.

Rat beschließt Jahresabschluss 2025

Der Rat beschäftigt sich auch mit dem Jahresabschluss : Die Stadt beendet das Haushaltsjahr 2025 mit einem Minus von rund 352,7 Millionen Euro. Die Verwaltung bleibt dennoch handlungsfähig und gleicht den Fehlbetrag über Rücklagen aus.

Mehr Nachwuchs ausbilden, ein neues Bewerbungscenter – der Rat entscheidet

Die Stadt Dortmund will ihre Personalgewinnung modernisieren. Geplant sind 391 Ausbildungs- und Studienplätze sowie 29 Plätze für Quereinsteigende. Gleichzeitig soll an der Rheinischen Straße ein neues Bewerbungscenter entstehen, das Auswahlverfahren zentral bündelt und Bewerbungen einfacher und schneller machen soll. Die Stadt reagiert damit auf den wachsenden Fachkräftemangel und möchte offene Stellen künftig schneller besetzen. Geplant sind digitale Bewerbungsabläufe, moderne Auswahlverfahren und gezieltere Ansprache verschiedener Berufsgruppen.

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Sie können die fünfte Ratssitzung am 28. Mai über den Livestream auf dortmund.de/live am Bildschirm verfolgen.

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