Fritz-Hüser-Institut
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Archiv

Sammlungen

Zur Ergänzung der Bibliotheks- und der originären Archivbestände sind mehrere sachthematische Sammlungen angelegt und gepflegt worden. Sie enthalten Aufsätze, Flug- und Druckschriften, Fotos, Tonträger und Grafiken, die im Umfeld von Literatur und Arbeitswelt entstanden sind.

Büchergilde Gutenberg

Bei der Büchergilde Gutenberg handelt es sich um eine Buchgemeinschaft mit Sitz in Frankfurt. Sie ist ursprünglich aus dem Gewerkschaftsumfeld entstanden und wurde am 29. August 1924 vom Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker gegründet. Initiiert wurde die Gründung durch den Vorsitzenden des Bildungsverbands der Deutschen Buchdrucker, Bruno Dreßler. Ziel war es, in Tradition der deutschen Arbeiterbewegung, ärmeren Menschen den Zugang zu Kultur und Bildung zu ermöglichen. Bereits ein halbes Jahr nach Gründung konnte eine Mitgliederzahl von 5.000 erreicht werden und schon 1928 konnte die Büchergilde Gutenberg 45.260 Mitglieder verzeichnen, von denen 16.200 Nichtbuchdrucker waren. Gründungslektor war Ernst Preczang, dessen Verlagsprogramm zum Erfolg mit beigetragen hat. Seinen größten Erfolg als Lektor konnte Preczang in der Entdeckung des in Mexiko lebenden mysteriösen Schriftstellers B. Traven verzeichnen, dessen erstes Werk Das Totenschiff im April 1926 von der Büchergilde herausgebracht wurde.
In einer groß angelegten Aktion besetzte am Morgen des 02. Mai 1933 die SA Büros und Räumlichkeiten der Gewerkschaften, sowie weitere Einrichtung des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes und seiner Fachverbände. Die meisten Mitarbeiter der Büchergilde wurden entlassen und Bruno Dreßler verhaftet. Die Büchergilde Gutenberg wurde gleichgeschaltet und im weiteren Verlauf in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert.
Die Schweizer Filiale in Zürich bemühte sich um eine Gründung einer neuen unabhängigen Büchergilde, welche am 15.Mai 1933 erfolgte. Bruno Dreßler übernahm bis 1946 die Leitung.
1945 belebte Helmut Dreßler, Sohn von Bruno Dreßler, die Büchergilde in Deutschland neu.
Zum Bestand: Der Bestand setzt sich zusammen aus einer Abgabe von Handakten durch Rudi Eilhoffs (sog. »Vertrauensmann« der Büchergilde, ab 1950 Leitung der Dortmunder Geschäftsstelle) und Werbematerialien der Büchergilde
Laufzeit: 1926–2001
18 Archivkartons
Verzeichnet
Findbuch vorhanden
Weitere Überlieferungen im FHI: Bestand Bruno und Helmut Dreßler, Ernst Preczang

Christliche Arbeitnehmerbewegung

Sammlung an Druckschriften und Materialien zur kulturellen Arbeit der katholischen Arbeitnehmer*innen.
Laufzeit: 1890 ff.
9 Archivkartons
Verzeichnet

Dokumentation

Fortlaufend weitergeführte Sammlung bestehend unter anderem aus Zeitungsausschnitten, Aufsätzen, kleineren Manuskripten und Broschüren zu vielfältigen Themen der Arbeiterliteratur und -kultur. Die Sammlung wird laufend ergänzt.
Laufzeit: 1890 ff.
198 Archivkartons, wird laufend ergänzt
Verzeichnet

Personensammlung

Das Sammlungsgut besteht zum größten Teil aus Zeitungsausschnitten, Aufsätzen, kleineren Manuskripten und Broschüren zu Autoren und Personen aus dem Umfeld der Arbeiterliteratur und der modernen Literatur der Arbeitswelt. Ebenfalls enthalten sind kleinere Abgaben und Splitternachlässe mit Briefen, Manuskripten und Lebensdokumenten.
Der Schwerpunkt der Sammlung liegt seit Mitte der 1950er Jahre.
Die Personensammlung ergänzt auch die Einzelbestände durch weitere Informationen über die entsprechenden Personen.
Laufzeit: um 1900ff, Schwerpunkt ab Mitte der 1950er Jahre
134 Archivkartons, wird laufend ergänzt
Verzeichnet

Vagabundenkultur

Im Sammlungsbestand finden sich Materialien zur Geschichte der Vagabundenbewegung. Die Sammlung wird fortlaufend ergänzt.
Weitere Überlieferungen im FHI: Nachlässe der »Bruderschaft der Vagabunden«, Nachlass Heinrich Lersch, Nachlass Paul Polte, Personensammlung: Anni Geiger-Gog, Fritz Hammelrath, Helmut Klose, Jo Mihaly, Sepp Mahler, Jonny Rieger
Laufzeit: um 1895ff.
6 Archivkartons
Verzeichnet
Findbuch vorhanden

Musikkassetten

Die Sammlung an Musikkassetten umfasst Tonaufnahmen zu allen Bereichen aus dem Umfeld von Literatur und Arbeitswelt. Unter anderem sind enthalten: Interviews, Lesungs- und Kongressmitschnitte, Lieder der Arbeiterbewegung, Arbeiterlieder und Politische Lieder.
Laufzeit: 1958 ff.
Ca. 350 Kassetten
Verzeichnet

Videokassetten

Die Videosammlung umfasst Videofilme und auf VHS überspielte Videoaufnahmen zu allen Bereichen aus dem Umfeld von Literatur und Arbeitswelt, Vagabundenbewegung, zu den Themenbereichen Wohnungslosigkeit und zur Industriegeschichte.
Sammlung
Laufzeit: 1923 ff.
Ca. 180 Filme
Verzeichnet

CD-Sammlung

Die CD-Sammlung umfasst Aufnahmen zum Arbeiterlied und zu politischen Liedern.
Laufzeit: 1993 ff.
Ca. 350 CDs
Verzeichnet

Schallplatten

Die Schallplattensammlung zum Arbeiterlied, zu politischen Liedern und zu Esperanto.
Laufzeit: Schwerpunkt ab 1965
Ca. 140 Schallplatten
Verzeichnet

Fotosammlung

Die Fotosammlung des Fritz-Hüser-Instituts umfasst ca. 5.000 Fotos, bestehend aus ca. 2.500 Originalen und ca. 2.500 Reproduktionen. Neben Fotos zur Arbeiterkulturbewegung, zum Arbeitersport, einzelnen Persönlichkeiten, Vereinigungen, Sozialpolitische- und Wohlfahrtsorganisationen, Gewerkschaften, Esperanto und sonstigen Gruppen, finden sich auch Aufnahmen von Fahnen, Mitgliedsheften etc.
Laufzeit: 1868 ff
Ca. 5000 Fotos
Verzeichnet

Grafiksammlung

Die Grafiksammlung des Fritz-Hüser-Instituts umfasst Originalzeichnungen, Holzschnitte, Linolschnitte, Lithografien und Radierungen. Schwerpunkte sind dabei unter anderem die »Bruderschaft der Vagabunden« um Gregor Gog, Hans Tommbrock, Hans Bönnighausen, Hans Kreutzberger und Artur Streiter und der »Werkkreis Literatur der Arbeitswelt«, mit seinen Grafik-Werkstätten. Aber auch eine umfangreiche Sammlung zum Arbeiteresperanto und Künstlerische Druckgraphiken der 1950er-70er Jahre. Ebenfalls eine große Anzahl an Holz-/und Linolschnitte von Gerd Arntz finden sich in der Sammlung des Fritz-Hüser-Instituts.
Laufzeit: 1914 ff
ca. 1000 Grafiken
Verzeichnet

Plakatsammlung

Der Schwerpunkt der Plakatsammlung liegt auf Themen zur Arbeiterbewegung, Arbeiterkultur, Gewerkschaften, Friedensbewegung und politische Plakate. Die Sammlung wird laufend ergänzt.
Laufzeit: um 1900 ff
Ca. 3000 Plakate und Plakatsammelmappen
Teils verzeichnet

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Forschung und Vermittlung

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