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Forschung und Vermittlung

Projekte

Josef Reding
Autor, Werk, Netzwerk

Projektlaufzeit: 2022-2025
Förderer: Kunststiftung NRW
Fördervolumen: 74.900,- €
Projektleitung: Dr. Iuditha Balint
Projektmitarbeiter*innen: Kyra Palberg, Jannick Griguhn

Projektskizze

Josef Reding (1929–2020) ist einer der bedeutendsten Dortmunder Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seine Werke – ob Reportagen, Lyrik oder Prosa – gelten als paradigmatisch für die Literatur über das Ruhrgebiet und sind bundesweit Gegenstand von Schullektüren. Angesichts des großen Interesses für Redings Werk seitens der Presse, der Forschung und interessierter Bürger*innen wird nun der im Institut mit der Erschließung seines Nachlasses und der Kontextualisierung, Historisierung und öffentlichkeitswirksamen Aktualisierung seines Werkes begonnen.
Neben der Verzeichnung und Erschließung des Nachlasses wird ein Reding-Blog für die Auseinandersetzung mit Redings und die Präsentation von Entdeckungen in den Archivkartons eingerichtet. Auch Veranstaltungen und Podien sind geplant sowie eine künstlerische Residenz, die Redings engagiertes Schreiben aus der Gegenwart befragt und fruchtbar macht. Zur Auseinandersetzung mit Reding, seinem Werk und seinen Netzwerken ist zudem eine materialgesättigte Publikation in der Reihe Bibliothek der Archive geplant.
Die Themen des Schriftstellers, Filmemachers und Literaturvermittlers sind weiterhin aktuell: vor allem der Faschismus, Rassismus, die soziale Ungleichheit, Solidarität, auch die Generationenverhältnisse. Zugleich war Reding ein Autor, dem die Region und Religion wichtig war, aber ebenso die Förderung und Professionalisierung im Literaturbetrieb. Alles diese Aspekte sowie die mediale Vielfalt in seinem Werk will das Projekt erforschen, um die literarische wie kulturpolitische Bedeutung Redings zu zeigen.

50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt

Works & Circles

Projektlaufzeit: 04/2019–03/2021
Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, LWL-Kulturstiftung, Kunststiftung NRW
Fördervolumen: 201.021,- €
Projektleitung: Dr. Iuditha Balint
Projektmitarbeiterinnen: Kimberly Becker, Janneke Eggert, Michaela Wiegand

Projektskizze

Den Arbeitsplatz als (Tat-)Ort, das Leben als Arbeiter*in oder Angestellte*r, die Hass-Liebe zur Maloche neu vermessen, das sollte der Anfang des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt sein, der sich 1970 gegründet hat und nun sein 50-jähriges Jubiläum feiert. Als literarische Vereinigung, die sich von der Programmatik der Dortmunder Gruppe 61 abgesetzt hat, besteht der Werkkreis aus Autor*innen, Grafiker*innen und Verleger*innen anderen literarischen Akteur*innen. Sie publizieren in verschiedenen Gattungen, Genres und Formaten und agieren politisch wie künstlerisch bundesweit in lokal wie regional ausgerichteten Werkstätten. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Erasmus Schöfer, Günter Wallraff, Horst Hensel und Erika Runge.
Die historische Überlieferung des Werkkreises befindet sich im Archiv des Fritz-Hüser-Instituts und wird laufend ergänzt. Damit, mit den Tätigkeiten, Ästhetiken, Stilen und Eigenheiten des Werkkreises, seiner Anlehnung an kunst- und sozialhistorische Traditionslinien, der Abgrenzung von bestimmten Phänomenen, seiner gesellschaftspolitischen Ausrichtung – und nicht zuletzt mit der Aktualität der Werkkreis-Themen in Zeiten politischer Aufruhr – beschäftigen wir uns im Rahmen des Projekts »Works & Circles – 50 Jahre Werkkreis Literatur der Arbeitswelt«. Klassenfragen, Macht und Ohnmacht arbeitender Subjekte, Migration, Faschismus, Armut und Elend, Ökologie, Kapitalismuskritik und Selbstermächtigung, das sind immer noch Themen, die bewegen. Mithilfe verschiedener aufeinander abgestimmter und einander ergänzender Veranstaltungsformate und Publikationen, und in Zusammenarbeit mit über 20 internationalen Kooperationspartnern, Künstler*innen, Schriftsteller*innen und Wissenschaftler*innen laden wir die interessierte Öffentlichkeit ein, sich ebenfalls mit dieser Vereinigung, ihrer Literatur und Kunst, ihren Arbeitsprozessen auseinanderzusetzen.

Bergbauliteratur

Projektlaufzeit: 2017–2021
Förderer: RAG-Stiftung
Fördervolumen: 255.000,- €
Projektleitung: Dr. Iuditha Balint
Projektmitarbeiter: Arnold Maxwill

Projektskizze

Literarische Werke des letzten Jahrhunderts scheinen – gerade, wenn sie im Ruhrgebiet entstanden sind oder davon handeln – nicht nur häufig dokumentarischen Schreibweisen verpflichtet zu sein, sondern auch auf besonders augenfällige Weise die Selbst- und Fremdwahrnehmung der Region zu reflektieren. Sie fokussieren Missstände, wobei sie Anspruch auf Authentizität erheben, akzentuieren den sogenannten Bergmannsstolz, erzählen vom jeweiligen Status Quo und von tiefgreifenden Transformationen dieser Arbeitslandschaften. Dadurch und mittels ihrer Rezeption werden sie selbst Teil von subjektiven und kollektiven Erinnerungskulturen.
Das Projekt »Steinkohlebergbau in der Literatur« widmet sich diesen Literaturen und sorgt für ihre Bereitstellung, Sichtbarkeit und Reflexion: Erstens werden einschlägige, teils bislang unveröffentlichte Monographien und Anthologien ediert und herausgegeben. Zweitens sorgt eine wissenschaftliche Tagung für die Diskussion der im Rahmen des Projekts erzielten Forschungsergebnisse und ihre Einbettung in breiter gefasste oder angrenzende Forschungsfelder. In Kooperation mit verschiedenen kulturellen Einrichtungen aus ganz NRW finden zudem drittens Lesungen aus den im Projekt publizierten literarischen Texten statt. Das Projekt richtet sich damit nicht nur an die wissenschaftliche Fachcommunity, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit.

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Literarische Vor- und Nachlässe

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