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Eingang zur Trauerhalle des Ostfriedhof

Innenstadt-Ost

Bild: Stadt Dortmund / Friedhöfe

Der Ostfriedhof

Der Ostfriedhof ist der älteste Friedhof im Umkreis der Innenstadt.

Infolge des rapiden Bevölkerungswachstums wurde der Ostfriedhof ab 1876 zwischen der Von-der-Goltz- und der Robert-Koch-Straße angelegt.

Erst danach, nämlich 1893 wurde der Südwestfriedhof, 1897 der Nordfriedhof und 20 Jahr später der heutige Hauptfriedhof angelegt.

Im 2. Weltkrieg wurden große Teile des Ostfriedhofes zerstört. Die Trauerhalle, die dazugehörigen Verwaltungsgebäude, das Wegenetz, die Kanalisation und die Friedhofsmauer hatten einen solchen Schaden erlitten, dass die Verwaltung aus Gründen der Sicherheit veranlasste, den Friedhof für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Lediglich das Friedhofstor hatte die Bombenangriffe fast unbeschadet überstanden.

Grabstein auf dem Ostenfriedhof

Viele berühmte Bürger der Stadt sind auf dem innenstadtnahen parkähnlich angelegten Ostfriedhof beigesetzt.

Aufgrund des Mangels an Baumaterial und Transportmitteln verlief die Beseitigung der Kriegschäden jedoch nur schleppend. Außerdem hatte die Verwaltung mit „Grablandpächtern“ zu kämpfen, die aufgrund fehlender Grundstücke, die Grabfelder in der Nachkriegszeit mit Gemüse und Kartoffeln bebaut hatten.

Noch heute sind auf dem Ostfriedhof Grabanlagen von Persönlichkeiten, die in der Industrialisierung die Stadt- und Wirtschaftsgeschichte von Dortmund wesentlich geprägt haben und deren Einfluss weit über die Stadtgrenzen hinaus reichte.

Angrenzend liegt das Ostparkviertel, dass seinen Namen vom Ostfriedhof übernommen hat. Vor mehr als 120 Jahren wuchs Dortmund über seine Stadtwälle hinaus.

Ein steigender Wohn-, Büro- und Industrieflächenbedarf führte zur Entwicklung des ersten Stadterweiterungsplanes. Er bildete im Jahr 1898 die Grundlage für die Bebauung im heutigen Ostparkviertel.

In den sogenannten „Landhausstraßen“ (Einzelgebäude oder Gebäudekomplexe in offener Bauweise mit seitlichem Grenzabstand) ließen sich zahlreiche Industrielle, Ärzte und hohe Beamte nieder.

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