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Maschinenhalle der Zeche Zollern

Lütgendortmund

Bild: Jürgen Wassmuth

Die Geschichte des Stadtbezirks Lütgendortmund

Hier finden Sie eine Übersicht der Lütgendortmunder Chronik sowie weitere Informationen zum Stadtbezirk.

Chronik von Lütgendortmund

1150 - 1757

Von der ersten Erwähnung bis zum Eintrag im Geschichtsbuch

1150: Erste Erwähnung Lütgendortmunds im Heberegister der Abtei Essen Werden

1238: Heremanus de Dalewich (Dellwig) besitzt ein Haus bei Marten.

1279: Henricus de Holte, Miles (Ritter)

1295: Erste Erwähnung der Beguinen (Beginen)

1308: Erste Erwähnung der Pfarrei Lütgendortmund

1317: Der Pastor Eberhard Specke (von Bodelschwingh) kauft vom Dortmunder Katharinekloster das "Albrandsgut" in Lütgendortmund.

1360: Auf dieses Jahr soll die Bartholomäus-Kirmes zurückgehen.

1384: Der Lütgendortmunder Pastor Ernst von Westhausen kauft einen Hof in Somborn.

1388: In der Dortmunder Fehde wird die Lütgendortmunder Kirche abgebrannt. Die Dortmunder raubenfür über 100 Gulden Vieh und nehmen zwei Gefangene mit.

1433: Heidenreich von dem Holte schießt Werne in Brand.

1454: Bernd von dem Holte, Stifter bei der Gründung der Lütgendortmunder Kirchspiel Vicarie

1467: Annahme der "Drittordensregel der Franziskaner" durch die Lütgendortmunder Beginen

1470: Adelheid von dem Holte heiratet Gerd von Loe.

1486: Im Schatzbuch der Grafschaft Mark werden für "Luttiken Dorpmunde" 34 steuerpflichtige Höfe genannt.

1585: Die Turmspsitze der Bartholomäuskirche wird von spanischen Truppen verbrannt.

1599: Beginn der Reformation durch den Kaplan Hermann Faber (Schmitt)

1609: Gemeinsame Verwaltung der Grafschaft Mark durch Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg und Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg

1609: Nach einem Treffen der beiden zu der Zeit protestantischen Landesherren in Dortmund kommen sie bis zum Haus Dellwig und ermahnen den Pastor Wullen eifrig den "wahren Glauben" zu verkündigen.

1618 - 1648:(30jähriger Krieg) Die Höfe in der Bauernschaft Dellwig "Portmann, Schulte, Heynemann, de Vedder sind in kriegs- und Papenheimszeiten abgebrand".

1622 - 1632: Vergeblicher Versuch der Gegenreformation durch den Pfarrer Evert Abeli

1624: Erste Erwähnung der Schule im Bereich des Klosters Marienborn

1661: Älteste Eintragung in den Kirchenbüchern der evangelischen Kirchengemeinde Lütgendortmund

1664: Die Familie von Brabeck zu Holte ist im Besitz von Haus Holte.

1664: Die Bartholomäus-Kirche wird der protestantischen Gemeinde zugesprochen.

1665: Die Familie von Rhede zu Holte ist im Besitz von Haus Holte.

1686: Die Lütgendortmunder Katholiken gehören zur neu eingerichteten Pfarrei Kirchlinde.

1690: Fertigstelung von Haus Dellwig durch Maria-Elisabeth von Hamm und Keppel, Witwe des Herrn Arnold Georg von und zu Dellwig

1693: Margarete Sybilla Elisabeth von Kobold, verwitwete Henderson, Frau zum Holte

1701: August von Henderson und Katharina Sybilla von Baer zum Holte sind im Besitz von Haus Holte

1701 - 1703: Fertigstellung der Vorburg von Haus Dellwig durch Adolph Christoph von Dellwig

1708: Die Witwe Katharina Sybilla von Baer heiratet Adolph Christoph von und zu Dellwig. Die Güter Dellwig und Holte werden gemeinsam verwaltet.

1725: Grundsteinlegung zum Neubau des Klosters Marienborn durch Anna Maria Sophia von Dellwig

1727: Anna Maria Sophia von Delwig heiratet Friedrich von Droste zu Erwitte.

1756 - 1763: Siebenjähriger Krieg

1759 - 1761: Einquartierung französischer Truppen in Lütgendortmund - Sie verwüsten die Felder und richten großen Schaden an

1757: Johann Diederich von Steinen schreibt in seiner "Westfälischen Geschichte": "Das Dorf Lütgendortmund, so in der Mitte zwischen Dortmund und Bochum an der Landstraße liegend, soll in Ansehung der Stadt Dortmund als des großen Dortmunds, Lütke oder Klein - Dortmund genannt sein"....sonst ist noch folgendes zu merken:"....2. Zu Lütgendortmund wird auf Bartholomäus Kirchmesse gehalten".

1763 - 1887

Vom Frieden von Hubertusberg bis zum Dienstantritt des Ehrenamtmanns Heinrich Westermann

1763: Nach dem Frieden von Hubertusburg feiert die Gemeinde Lütgendortmund ein großes Friedensfest.

1771: Friederich der Große genehmigt die Teilung der Lütgendortmunder Marken.

1785: Beim "Gesangbuchstreit" widersetzen sich die Lütgendortmunder erfolgreich der Einführung des "Berliner Gesangbuchs".

1792: Friedrich Freiherr von Hörde und Schwarzaben erbt die Güter Dellwig und Holte.

1806: Besetzung der Grafschaft Mark durch napoleonische Truppen

1808: Lütgendortmund gehört zum Großherzogtum Berg, Mairie (Bürgermeisterei) Lütgendortmund, Kanton Bochum, Arrondissement Dortmund, Departement Ruhr.

1808: Bürgermeister Clasen

1809: Nach Aufhebung des Klosters Marienborn zieht die Verwaltung der Bürgermeisterei Lütgendortmund in einen Teil des Klostergebäudes.

1815: Übernahme der Verwaltung durch Preussen

1816: Carl Theodor von Rump zu Crange kauft die Güter Dellwig und Holte.

1816: Einrichtung der Bezirksregierung in Arnsberg

1825: Bürgermeister Lent

1826: Mit dem "Urkataster" entsteht das erste Verzeichnis sämtlicher Grundstücke.

1829: Die baufällige Bartholomäus-Kirche wird abgerissen und der Grundstein zur heutigen Kirche gelegt.

1832: Bürgermeister Wegmann

1834: Einweihung der Bartholomäus-Kirche (ohne Turm)

1840: Der Bürgermeister Wegmann verlegt den Verwaltungssitz Lütgendortmunds nach Dorstfeld.

1850: Inbetriebnahme der Zeche Germania I.

1856: Der Turm Bartholomäus-Kirche wird fertiggestellt

1857: Inbetriebnahme der Zeche Borussia

1864: Wird der Bürgermeister Wegmann zum Amtmann ernannt

1864: Ernennung des Landwirts Ostermann genannt Deusemann zum Ehrenamtmann des Amtes "Lütgendortmund zu Dorstfeld"

1868: Inbetriebnahme der Zeche Neu Iserlohn Schacht II

1874: Anschluss Lütgendortmnds an die Rheinische Eisenbahn (Lütgendortmund Station)

1875: Amt Lütgendortmund in Dorstfeld

1875: Inbetriebnahme der Zeche Zollern I

1881: Der Gemeindevorsteher Heinerich Hebeler wird Lütgendortmunds erster Standesbeamte

1883: Anna von Landsberg, geb. von Rump erbt die Güter Dellwig und Holte.

1883: Inbetriebnahme der Zeche Germania II

1884: Gründung der Lütgendortmunder Allgemeinen Ortskrankenkasse

1885: Der erste Arzt, Dr. Federking, lässt sich in Lütgendortmund nieder.

1885: Heinrich Schulte Witten leitet das Amt bis zur Teilung in die Ämter Dorstfeld und Lütgendortmund.

1885: Anschluss Lütgendortmunds an die Wasserversorgung der Gewerke Grillo, Essen

1886: Teilung des Amtes "Lügendortmund in Dorstfeld" in die Ämter Lütgendortmund und Dorstfeld

1887: Dienstantritt des Ehrenamtmanns Heinrich Westermann

1889 - 1937

Vom Bau eines Amtspflegehauses bis zum Luftschutzdenkmal an der "Kaisereiche"

1889: Bau eines Amtspflegehauses (Armenhaus) an der Westricher Straße

1892: Fertigstellung der Katholischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena

1893:

  • Die katholische Kirchengemeinde wird unter ihrem Pfarrer Joseph Hardenacke wieder selbständig
  • Gründung der Amtssparkasse Lütgendortmund (gehört seit 1928 zur Stadtsparkasse Dortmund)

1894:

  • Grundsteinlegung zum Bau des Amtshauses (fertiggestellt 1895)
  • Die Flora Apotheke wird als erste Lütgendortmunder Apotheke eingerichtet

1897:

  • Bau des katholischen St. Barbara Krankenhauses an der Limbecker Straße
  • Begin des regelmäßigen Wochenmarkts im Bereich des Lütgendortmunder Amtshauses

1898: Bau des evangelischen Krankenhauses an der Westricher Straße

1899: Gründung der "Lütgendortmunder Gewerbebank", später Volksbank Lütgendortmund, heute Volksbank Dortmund Nordwest

1900:

  • Inbetriebnahme der Zeche Zollern II
  • Die Straßenbahn führt bis zum Lütgendortmunder Markt.
  • Abriss der Klosterkirche und des Pfarrhauses des Klosters Marienborn
1901:

1904: Die Gelsenkirchener Bergwerks-Aktiengesellschaft kauft die Güter Dellwig und Holte.

1905: Eröffnung der Post an der Werner Straße

1906: An der Werner Straße wird das "Bürgerhaus" als Herberge für reisende Handwerksburschen gebaut.

1907 - 1910: Bau des Lütgendortmunder Volksgartens

1910: Fertigstellung des "neuen" Bahnhofsgebäudes im Gebiet Station

1911: Bau des Volksgartenrestaurants

1914: Um der Kleingeldknappheit zu Beginn des Ersten Weltkrieges zu begegnen, gibt das Amt Lütgendortmund "Kriegswechselscheine" als Notgeld heraus.

1916 - 1917: Die Glocken der Lütgendortmunder Kirchen werden abtransportiert - das eingeschmolzene Metall wird für Kriegszwecke verwandt.

1918: Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats für Lütgendortmund

1921: Die Lütgendortmunder Westfalia Brauerei wird von der Dortmunder Ritter Brauerei übernommen.

1922: Die Katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena erhält wieder neue Glocken.

1923 - 1924: Während der Ruhrbesetzung durch französische Truppen erhält auch Lütgendortmund Einquartierungen.

1924: Anschluss Lütgendortmunds an das Gasnetz

ca. 1925: Die Evangelische Bartholomäus-Kirche erhält wieder neue Glocken.

1928: Eingemeindung Lütgendortmunds nach Dortmund - Straßennamen werde verändert.

1929: Das "Ehrenmal" für die Gefallenen des Krieges 1914 - 1918 wird übergeben.

1933: Der erste Boykott der jüdischen Geschäfte wird auch in Lütgendortmund durchgeführt.

1934: Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde unterstellt sich der westfälischen Bekenntnissynode.

1936 - 1938: Die im Besitz jüdischer Kaufleute befindlichen Geschäfte werden "arisiert" (an Deutsche verkauft) oder geschlossen.

1937: An der "Kaisereiche" am Lütgendortmunder Markt wird ein "Luftschutzdenkmal" in Form einer Fliegerbombe errichtet.

1941 - 2000

Von starken Zerstörungen durch Luftangriffe bis zur Nutzung des ehemaligen Postgebäudes für soziale Zwecke

1941: 3./4. Juli: Luftangriff auf Lütgendortmund mit starken Zerstörungen im Lütgendortmunder Zentrum

1945: 8. bis 10. April: Amerikanische Truppen nehmen Lütgendortmund ein

1948: 1. Juli: Währungsreform

1954: Fertigstellung der Neuapostolischen Kirche an der Flaspoete

1955:

  • Zum 50jährigen Bestehen der Lütgendortmunder Kolpingfamilie spricht der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Karl Arnold
  • Das Städtische Jugendheim und die Volksbücherei werden im Gebäude des Klosters Marienborn eingerichtet
1965: Willy Brandt spricht auf dem Lütgendortmunder Marktplatz.

1966:

  • Fertigstellung des Bezirkshallenbades in Lütgendortmund
  • Gründung der AG Lütgendortmunder Einzelhandels (heute "Aktive im Ort, Lütgendortunder Handel, Handwerk und Gewerbe").
1968: Gründung der Holte Grundschule

1969: Umzug der Dortmunder Ritter Brauerei in die neu errichtete Braustätte am Lütgendortmunder Hellweg

1969 - 1973: Der Lütgendortmunder Heinrich Sondermann ist Oberbürgermeister von Dortmund.

1972: Bau des DRK-Altenheims an der Dellwiger Straße

1975: Die Bezirksvertretung nimmt ihre Arbeit auf.

1977: Fertigstellung des neuen evangelischen Krankenhauses

1978: Die Stadt Dortmund kauft das Haus Dellwig von der Veba.

1980: Das katholische Krankenhaus wird geschlossen - es entsteht das "Altenkrankenheim St. Barbara".

1982: Gründung der Heinrich-Böll-Gesamtschule

1983: Der Schuldezernent Heinrich Sondermann und der Ratsherr Heinz Jander übergeben die ehemalige Luther-Schule als Kulturhaus an die kulturellen Lütgendortmunder Vereine.

1984: Gründung der Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine und Verbände

1985: Die Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine und Verbände veranstalten das 1. Lütgendortmunder Dorffest.

1987: Weihe des neuen Altars der restaurierten Katholischen Pfarrkirche St. Maria Magdalena

1993: Fertigstellung der S-Bahn bis zum Lütgendortmunder Markt

1994:

  • Die Dortmunder Union Brauerei verlagert ihren Standort zum Lütgendortmunder Hellweg - es entsteht die Dortmunder Union-Ritter Brauerei.
  • Die Evangelische Bartholomäus-Kirche erhält neue Fenster nach Entwürfen der Künstlerin Ute Rakob (Bünden(Wien).
  • Der Lütgendortmunder Künstler Theodor Nöker gestaltet das Mahnmal "Den Opfern von Krieg und Gewalt zum Gedächtnis, den Lebenden zur Mahnung" an der Theresenstraße.
1998: Die Post zieht aus dem Gebäude an der Werner Straße in das Kaufhaus Konze um.

2000: In dem ehemaligen Postgebäude mit seinem modernen Anbau werden das Sozialamt und der Lütgendortmunder Seniorentreff eingerichtet.

Informationen zum Wappen und Logo von Lütgendortmund

Das Wappen von Lütgendortmund

Zum Ende des 19. Jahrhunderts kam in Lütgendortmund der Wunsch nach einem Gemeindewappen auf.

Die Wahl fiel auf den "Glockenschild". Wobei nicht bekannt ist, ob sich die Glocke auf die mundartliche Bezeichnung des Kirchdorfs Lütgendortmund als "Lütgenbömmel" bezieht, oder von dem Wappen der Familie "Lütykendorpe", welche bei Harpen wohnte, abgeleitet ist.

Das Wappen entspricht in seiner Erscheinungsform nicht den Regeln der Heraldik, Es wurde im Siegel der Gemeinde Lütgendortmund geführt und zierte ab 1901 die Kopfleiste der "Lütgendortmunder Amtszeitung". Lütgendortmunder Vereine übernahmen das Wappen als Zeichen der Verbundenheit mit ihrem Heimatort und führen es bis heute auf Vereinsbriefbögen und in Festschriften.

Das Lütgendortmunder Logo

Im Rahmen der Aktion Stadtbezirksmarketing wurde ein Wettbewerb zur Findung eines eigenen Logos/ Slogans durchgeführt.

Mit deutlicher Mehrheit siegte der Vorschlag "Alles Westens".

Das Logo symbolisiert mit "7 Säulen" die sieben Ortsteile des Stadtbezirks und weist mit dem optimistischen Pfeil "aufwärts". Das Logo ist in den Lütgendortmunder Farben- gelb und blau - gehalten; selbstbewußt verwandelt es "Alles Bestens" in "Alles Westens".

Das Logo hat sich zu einer richtigen "Marke" entwickelt. Es wird bei allen Marketingaktionen verwendet, mehr und mehr auch von Vereinen, Verbänden und der gewerblichen Wirtschaft genutzt. Eine weitere Verwendung und Verbreitung von Logo und Slogan ist ausdrücklich erwünscht.

Logo von Lütgendortmund