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„Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund: Satellitenbilder zeigen Spuren des Menschen

Die neue Sonderausstellung „Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund zeigt ab Donnerstag, 14. Mai, spektakuläre Satellitenbilder der Erde. Die Aufnahmen machen sichtbar, wie stark der Mensch Landschaften, Städte und Ökosysteme verändert.

Wie prägt der Mensch die Erde – sichtbar aus rund 600 Kilometern Höhe? Dieser Frage widmet sich die neue Sonderausstellung „Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund. 49 großformatige Satellitenbilder zeigen eindrucksvoll, wie menschliches Handeln Landschaften weltweit verändert. Die Aufnahmen reichen von Metropolen und Industriegebieten über Tagebaue und Verkehrsnetze bis hin zu landwirtschaftlich geprägten Regionen.

Ästhetische Bilder mit ernster Botschaft

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Zwei Männer stehen vor Luftaufnahmen eines Industriegebiets, die auf einer großen Leinwand abgebildet wurden.
Die Sonderausstellung „Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund zeigt spektakuläre Satellitenbilder der Erde.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Zu sehen sind unter anderem eine Planstadt am Rande der Everglades in Florida oder geometrisch strukturierte Agrarlandschaften in Libyen. Die Ausstellung basiert auf Bildmaterial des Salzburger Unternehmens eoVision und entstand in Zusammenarbeit mit dem Haus der Natur Salzburg.

„Das Thema ist weiterhin hochaktuell. Es geht um großflächige Landschaftsveränderungen durch den Menschen“, sagt Dr. Oliver Adrian, kommissarischer Leiter des Naturmuseums Dortmund. Die Satellitenaufnahmen entstanden aus etwa 600 Kilometern Höhe. Gerade darin liege ihr besonderer Reiz, erklärt Adrian: „Wir wollen faszinieren und gleichzeitig zum Nachdenken anregen. Der Flächenverbrauch schreitet voran – mit Folgen für Biodiversität und Klima.“

Die Ausstellung zeigt nicht den Menschen selbst, sondern die sichtbaren Folgen seines Handelns auf der Erde. Sie führt Besucherinnen und Besucher von New York und Venedig bis zu den eisigen Regionen der Arktis oder zu Siedlungen, die zunehmend vom Wüstensand der Sahara bedroht sind.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Oliver Adrian (kom. Leiter Naturmuseum) und Volontärin Lucie Baltz.
Dr. Oliver Adrian
Kurator Biologie
Bild: Stadt Dortmund / Sabrina Richmann

Der Flächenverbrauch schreitet voran – mit Folgen für Biodiversität und Klima.

Fast wie ein Gemälde: Versalzte Böden in Australien als Mahnung

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Ein Mann zeigt auf eine Leinwand. Eine Frau schaut interessiert.
Die Aufnahmen reichen von Metropolen und Industriegebieten über Tagebaue und Verkehrsnetze bis hin zu landwirtschaftlich geprägten Regionen.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Mitkuratiert wurde die Ausstellung von Volontärin Lucie Baltz. Besonders beeindruckt sie ein Satellitenbild aus Beaumont im Südwesten Australiens. Die Aufnahme zeigt farbige, kreisförmige Wasserflächen inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen. Die Tümpel entstehen, weil nach großflächigen Rodungen das Grundwasser an die Oberfläche steigt. Unterschiedliche Salzkonzentrationen und Algen sorgen dabei für die auffälligen Farben der Wasserflächen. „Das sieht fast wie ein Gemälde aus. Es zeigt aber ein ernstes Umweltproblem, denn durch das Salz wird Landwirtschaft dort irgendwann nicht mehr möglich sein,“ sagt Lucie Baltz.

Führungen und kostenloses Angebot für Schulen

Begleitend zur Ausstellung bietet das Naturmuseum Dortmund Führungen an. Für Dortmunder Schulen steht dank der Förderung durch die Sparkasse Dortmund ein kostenfreies Kontingent zur Verfügung. Empfohlen wird der Ausstellungsbesuch ab der 7. Klasse.

Am Internationalen Museumstag abwechslungsreiche Angebote in den Museen entdecken

Der Internationale Museumstag steht an und ist eine gute Gelegenheit für einen Abstecher in Ausstellungen, Führungen und Workshops: Am Sonntag, 17. Mai, laden deutschlandweit über 7.100 Museen dazu ein, Museen zu entdecken - auch Dortmund. Von kreativen Mitmach-Aktionen über akustische Highlights bis zu spannenden Einblicken hinter die Kulissen ist alles dabei.

An vielen Museen in Dortmund erwartet Besuchende ein ermäßigter oder sogar freier Eintritt – dazu einmalige Aktionen. Es gibt jedoch auch Veranstaltungen und Programme, die eine Anmeldung oder ein Ticket erfordern.

Zum Thema

Am Internationalen Museumstag , 17. Mai, ist der Ausstellungsbesuch kostenlos. Um 11, 12 und 13 Uhr gibt es kostenlose Führungen durch die Ausstellung.

Die Ausstellung „ Human Footprint “ ist vom 14. Mai bis einschließlich 6. September im Naturmuseum Dortmund , Münsterstraße 271, 44145 Dortmund, zu sehen.

Kontakt: 0231 50-24856, naturmuseum@stadtdo.de

Schlagwörter

Kultur & Freizeit Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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