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Wechsel der Intendanz: Neue Leitung will das Ballett Dortmund zum „Game-Changer“ machen

Das Ballett Dortmund bekommt eine neue Intendanz: ein Team aus drei international bekannten Ballett-Profis.

Das neue Führungstrio stellt sich erstmals vor: Jaš Otrin, Annabelle Lopez Ochoa und Edward Clug wollen Talente in Tanz, Tanzpädagogik und Choreografie unterstützen und damit das Ballett Dortmund in eine künstlerische Führungsposition bringen.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Fünf Personen stehen im Dortmunder Rathaus.
Die neue Ballett-Intendanz am Theater Dortmund stellt sich vor. (v.l.) Theaterchef Tobias Ehinger, Annabelle Lopez Ochoa, Jaš Otrin, Edward Clug und Kulturdezernent Jörg Stüdemann.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Update: 31. Mai 2024, 13:00 Uhr

„Mit drei Kompetenzzentren wollen wir uns der Entwicklung der Kunstschaffenden widmen. Das Ballett Dortmund wird so zum Game-Changer und international eine Spitzenposition einnehmen“, verspricht Dr. Jaš Otrin. Das Konzept ist so einzigartig: Dr. Jaš Otrin soll Intendant des Ballett Dortmund und NRW Juniorballett werden und im Team mit Annabelle Lopez Ochoa und Edward Clug als Artists in Residence das künstlerische Profil des Ballett Dortmund prägen. Die Belgierin Annabelle Lopez Ochoa und der Rumäne Edward Clug wollen nicht nur künstlerisch mit ihren Choreografien punkten, sondern auch individuell Tänzer*innen in den Schwerpunkten Tanz, Tanzpädagogik und Choreografie aus- und weiterbilden.

Abwechselnde Uraufführungen von beiden Choreograf*innen

„Wir sind sehr glücklich über diese Dreier-Konstellation und erwarten natürlich viel“, sagt Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Das Team nimmt diese Herausforderung sportlich und gerne an. Clug und Ochoa zählen international zu den renommiertesten choreografischen Namen. Edward Clug werden viele Dortmunder*innen kennen – denn auch hier hat er bereits Erfolge gefeiert, zum Beispiel mit „Peer Gynt“ und „Strawinsky“, zusammen mit Xin Peng Wang. Annabelle Lopez Ochoa kreierte bereits Werke für mehr als 78 Theater auf der ganzen Welt. Ihre Leidenschaft ist das Handlungsballett, das Erzählen von Geschichten, wie die von Eva Perón, Coco Chanel oder der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Dr. Jaš Otrin war Solotänzer an der Staatsoper München, dem Het Nationale Ballet Amsterdam und der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Anschließend übernahm er die Leitung des Slowenischen Nationalballetts in Ljubljana.

Drei Kompetenz-Zentren für künstlerische Talente

Das Gesamtkonzept hat die städtische Findungskommission überzeugt: Die beiden Artists in Residence werden abwechselnd Choreografien für das Ballett Dortmund und NRW-Juniorballett entwickeln. Dazu steuern Gastchoreografen eine weitere Premiere pro Spielzeit bei. Es entstehen drei Kompetenzzentren: Im Kompetenzzentrum Tanz sollen junge Tänzer*innen gefördert werden, dazu sollen je ein Kompetenzzentrum für Tanzpädagogik sowie für Choreografie entstehen. Ochoa und Clug wollen in diesen Zentren junge, Talente mit Workshops, Meisterkursen und Mentorenschaften fördern. „Es ist Zeit, etwas zurückzugeben“, sagt Annabelle Lopez Ochoa. „Wir bringen unsere Kreativität und unser Können zusammen“, ergänzt Edward Clug. Die drei Kompetenzzentren sind ein Experimentierfeld für vielversprechende Talente, ein geschützter Raum, um sich auszuprobieren, zu lernen und Gelerntes vor Publikum zu testen.

Alleinstellungsmerkmal in der Tanzszene

Die individuelle Förderung der Kunstschaffenden sei ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, betont der Geschäftsführende Direktor des Dortmunder Theaters, Tobias Ehinger. Indem man Talente in der Choreografie fördere, investiere man auch in die eigene Zukunft. „Denn auf dem Markt gibt es eine gewisse Flaute an interessantem Choreografie-Nachwuchs“, so Ehinger. Außerdem passt das nahtlos in das bestehende nachhaltige Konzept des Theaters: Auch mit der Akademie für Theater und Digitalität, der neuen Jungen Bühne mit Kinder-Oper und Kinder- und Jugendtheater und dem NRW-Juniorballett investiert das Theater Dortmund in die Zukunft. So sieht das auch das neue Leitungstrio, das sich schon sehr mit dem Dortmunder Weg identifiziert. „In zehn Jahren werden wir ein Modell für viele sein“, sagt Annabelle Lopez Ochoa.

Ursprüngliche Meldung (21. Mai 2024)

Die Nachfolge von Ballettintendant Xin Peng Wang steht fest. Die Findungskommission hat sich für ein Team ausgesprochen: Jaš Otrin, Annabelle Lopez Ochoa und Edward Clug wollen junge Talente in Tanz, Tanzpädagogik und Choreografie unterstützen. Das Trio ist aus einem Feld von insgesamt 52 Bewerbungen gefunden worden. Am 28. Mai wird das Team seinen Vertrag zur Spielzeit 2025/26 unterschreiben.

Dr. Jaš Otrin soll Intendant des Ballett Dortmund und NRW Juniorballett werden und im Team mit Annabelle Lopez Ochoa und Edward Clug als Artists in Residence das künstlerische Profil des Ballett Dortmund prägen. Die Belgierin Annabelle Lopez Ochoa und der Rumäne Edward Clug zählen beide zu den renommiertesten internationalen choreographischen Namen. Edward Clug werden viele Dortmunder*innen kennen – denn auch hier hat er bereits Erfolge gefeiert, zum Beispiel mit „Peer Gynt“ und „Strawinsky“, zusammen mit Xin Peng Wang.

Abwechselnde Premieren von beiden Choreograf*innen

Das Gesamtkonzept hat die Findungskommission überzeugt: Die beiden Artists in Residence werden abwechselnd Choreografien für das Ballett Dortmund und NRW Juniorballett entwickeln. Dazu steuern Gastchoreografen eine weitere Premiere pro Spielzeit bei. Im Fokus stehen dabei Uraufführungen und Kreationen für die Dortmunder Tänzer*innen.

Drei Kompetenz-Zentren für junge Talente

Außerdem soll das Ballett Dortmund durch drei Kompetenzzentren ein Alleinstellungsmerkmal erhalten, das auf die erfolgreiche Arbeit der letzten 20 Jahre aufbaut. Im Kompetenzzentrum Tanz sollen junge Tänzer*innen gefördert werden, dazu sollen je ein Kompetenzzentrum für Tanzpädagogik sowie für Choreografie entstehen. Ochoa und Clug wollen in diesen Zentren junge, choreografische Talente mit Workshops, Meisterkursen und Mentorenschaften fördern. Dazu soll es Stipendien geben.

Bild: © Sébastien Galtier
Porträt von Dr. Jaš Otrin
Dr. Jaš Otrin soll Intendant des Ballett Dortmund und NRW Juniorballett werden.
Bild: © Sébastien Galtier

Dr. Jaš Otrin, gebürtiger Slowene, war Solotänzer an der Staatsoper München, dem Het Nationale Ballet Amsterdam und der Staatsoper Unter den Linden Berlin. Anschließend übernahm er die Leitung des Slowenischen Nationalballetts in Ljubljana. Weitere Stationen waren das Ballettmanagement im Musiktheater im Revier, die Gründung einer Künstleragentur und die Geschäftsführung des Deutschen Berufsverbandes für Tanzpädagogik. Nach seiner aktiven Künstlerkarriere studierte er Musik- und Theatermanagement sowie Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte über Personalentwicklung im Künstlerischen Tanz.

Bild: © Gregory Miller
Annabelle Lopez Ochoa
Annabelle Lopez Ochoa wird als Artist in Residence gemeinsam mit Edward Clug das künstlerische Profil des Ballett Dortmund prägen.
Bild: © Gregory Miller

Annabelle Lopez Ochoa kreierte bereits Werke für mehr als 78 Theater auf der ganzen Welt (u.a. English National Ballet London, Les Grands Ballets Canadiens Montreal, Dutch National Ballet Amsterdam, Joffrey Ballet, Hong Kong Ballet, Dance Theatre of Harlem New York City). Neben ihrer choreografischen Auseinandersetzung mit der Bildenden Kunst (u.a. Picasso, Botero) liegt ihr schöpferischer Schwerpunkt auf abendfüllenden Kreationen über große Frauencharaktere, beispielsweise Eva Perón, Coco Chanel oder die mexikanische Malerin Frida Kahlo.

Bild: © Marta Tiberiu
Edward Clug
Edward Clug wird als Artist in Residence gemeinsam mit Annabelle Lopez Ochoa das künstlerische Profil des Ballett Dortmund prägen.
Bild: © Marta Tiberiu

Edward Clug gilt als dramaturgisch genialer Geschichtenerzähler und gehört seit Jahren zu den gefragtesten zeitgenössischen Choreografen. Seine Werke entwickelte er unter anderem am Stuttgarter Ballett, dem Nederlands Dance Theatre, Bolshoi Ballett Moskau, Wiener Staatsballett, dem Zürcher Ballett oder dem Ballett Dortmund. Zahlreiche Auszeichnungen begleiten sein künstlerisches Schaffen. So erhielt er etwa für sein Lebenswerk 2005 und 2008 die beiden höchsten slowenischen Kulturpreise, den Prešeren Award und den Glazer Charter. Darüber hinaus war er 2010 für den „Golden Mask Award“ in Moskau und 2017 mit dem Ballett Dortmund für den prestigeträchtigen „Benois de la Danse“ nominiert.

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