Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Inklusion

Barrierefreier Bahnverkehr: Umbau der B1-Haltestellen startet

Innenstadt-Ost

Einfacher Zugang mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen: Um die fünf B1-Haltestellen barrierefrei zu machen, müssen sie aufwändig umgebaut werden – und das bei laufendem Stadtbahn-Betrieb. In diesem Sommer soll es an der Stadtkrone-Ost losgehen.

Der Rat entscheidet in seiner Februar-Sitzung über den barrierefreien Umbau der Stadtbahnhaltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone-Ost. Das Investitionsvolumen beträgt rund 61 Mio. Euro. Ziel ist es, die Stadtbahnnutzung für alle einfach und stressfrei zu gestalten. Wer mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs ist, profitiert besonders. Auch die gesetzlichen Vorgaben zur Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr haben sich verändert.

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die U47 an der Haltestelle Stadtkrone Ost.
Die U47 an der Haltestelle Stadtkrone Ost.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Damit noch mehr Menschen als bisher bequem und ohne Einschränkungen mit der Stadtbahn fahren können, wird DSW21 ab Anfang 2027 neue Stadtbahnwagen auf der Strecke einsetzen. Dieser neue Wagentyp hat keine ausklappbaren Trittstufen mehr. Entsprechend muss die Bahnsteighöhe verändert werden: von jetzt 38 auf künftig 94 Zentimeter über Schienenoberkante.

Zusätzliche Bahnsteige auf der Nordseite, eingleisiger Betrieb

Bis zur Umstellung der Stadtbahnwagen in etwa zwei Jahren wird der barrierefreie Umbau der Haltestellen noch nicht beendet sein. Daher gibt es eine Übergangslösung, um den Betrieb auch während der Bauphase aufrecht zu erhalten. Die Stadt plant zusätzliche Bahnsteige auf der Nordseite und möchte für einen eingleisigen Betrieb im Baubereich Weichen mit Fahrsignalanlagen installieren.

Die Arbeiten beginnen planmäßig im Sommer 2025 an der Haltestelle Stadtkrone-Ost. Hier steht zunächst der Rückbau der südlichen Zugangsspindel an, um Platz zu schaffen für eine neue Wassertransportleitung. Als Ersatz für die Spindel wird ein Treppenturm aufgestellt. Im Anschluss werden die Voraussetzungen für einen eingleisigen Betrieb der Stadtbahn geschaffen. Ein weiterer baulicher Meilenstein wird ein neuer Bahnsteig auf der Ostseite der Bestandsbrücke. Parallel wird die neue Brücke inklusive Zuführung vom Tiranaweg errichtet, und es werden die baulichen Anpassungen für eine zukünftig barrierefreie Zuwegung durch den Rütlipark vorgenommen.

Kampfmittelverdachtspunkt an Haltestelle Max-Eyth-Straße

Der barrierefreie Umbau der anderen vier Haltestellen soll ab Mitte 2026 beginnen. Auch hier sind umfassende Vorbereitungen nötig, die ab Sommer 2025 starten. So befindet sich an der Haltestelle Max-Eyth-Straße unterhalb der Treppe von der vorhandenen Brücke zum Bahnsteig ein Kampfmittelverdachtspunkt. Um diesen zu sondieren, muss zunächst die Treppe erschütterungsarm abgebaut und mehrere Leitungen müssen umgelegt werden. Die Fahrgäste sollen die Haltestelle während der Bauphause niveaugleich erreichen können.

Die Stadt rechnet damit, dass alle fünf Haltestellen im Mittelstreifen der B1 ungefähr Mitte des Jahres 2030 barrierefrei umgebaut sind. Jedoch finden die Arbeiten im laufenden Betrieb, also unter „rollendem Rad“ statt. Daher kann es zu Unwägbarkeiten kommen, die den geplanten Zeitablauf stören können.

Auswirkungen auf den Verkehr

Die Bauarbeiten haben Auswirkungen auf den Verkehr. Zwar läuft der Stadtbahnbetrieb weiter, jedoch muss für Gleisumschlüsse und Arbeiten im Gleisbereich der Stadtbahnbetrieb kurzzeitig unterbrochen werden. Die Fahrgäste werden darüber rechtzeitig informiert.

Auch Autofahrer*innen auf der B1 müssen mit Einschränkungen rechnen. So können Gleisbauarbeiten, Leitungsverlegungen, Kanal- und Brückenarbeiten kurzzeitige Sperrungen oder Teilsperrungen erforderlich machen. Im direkten Baubereich der Haltestellen und Brücken muss – je nach Bauphase – jeweils die linke Spur der B1 komplett eingezogen werden. Das soll zusätzliche Behinderungen vermeiden, die durch Ein- und Ausscheren in den Haltestellenbereichen entstehen. Ziel ist es, die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst gering zu halten. Das Tiefbauamt wird diese daher auswerten und bei Bedarf nachsteuern.

Baukosten und Fördermittel

Die Baukosten der Gesamtmaßnahme betragen rund 59,5 Mio. Euro zzgl. der zuwendungsfähigen Planungskosten von ca. 1,2 Mio. Euro. Es entstehen zudem Folgekosten für die Unterhaltung von Brücken und Aufzügen.

Ein Finanzierungsantrag wurde beim Fördergeber eingereicht. Für die Maßnahme können Fördermittel mit einer Förderquote von bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten beantragt werden.

Baumschutz – Ersatzpflanzungen an anderer Stelle

Für den barrierefreien Umbau müssen voraussichtlich 70 Bäume entfernt werden. Es wird selbstverständlich Ersatzpflanzungen an anderer Stelle geben.

Schlagwörter

Mobilität & Verkehr Inklusion & Menschen mit Behinderung

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
„Dortmund gemeinsam!“: Anmeldefrist für eigene Aktionen noch bis 20. Mai
Di 19. Mai 2026
Ein Kind erhält einen Anstecker von einer Frau.
Bild: Grubenglück GmbH
Gesperrte A45-Brücke ab April 2027: Umleitungskonzept soll Verkehr entlasten
Mo 18. Mai 2026
Die A45-Brücke an der Martener Straße mit einer Bahnstrecke.
Bild: Stadt Dortmund
Online-Abstimmung: Dortmunds neue Titanenwurz heißt „Titania“
Mo 18. Mai 2026
Die Titanenwurz "Titania" ist im Tropenhaus des Botanischen Gartens zu finden.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
PS-Profi JP Kraemer brennt für Dortmunds Feuerwehr
Fr 15. Mai 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
„Human Footprint“ im Naturmuseum Dortmund: Satellitenbilder zeigen Spuren des Menschen
Fr 15. Mai 2026
Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Oliver Adrian und Volontärin Lucie Baltz.
Bild: Stadt Dortmund / Sabrina Richmann
Mehr Online-Services für Dortmund: Stadt baut digitale Verwaltung weiter aus
Mi 13. Mai 2026
Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen. Sie steht mit einem Laptop vor einem Flatscreen.
Bild: Stadt Dortmund / Luisa Kunz
80.000 begeisterte Menschen feierten friedlich bei DORTBUNT
Di 12. Mai 2026
Laola-Welle bei Dortbunt auf dem Friedensplatz.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Christi Himmelfahrt: Auswirkungen auf Märkte und Müllabfuhr
Di 12. Mai 2026
Bild: Stadt Dortmund / EDG
Dortmund wandert weiter: von Asseln zur Emscher in den Süden
Mo 11. Mai 2026
Eine Gruppe Menschen wandert durch eine Grünfläche in Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Top-Standort für Messen, Kongresse, Events: Dortmund baut die Westfalenhallen der Zukunft
Mi 6. Mai 2026
Animation Eingang Süd Westfalenhallen
Bild: Westfalenhallen
E-Scooter-Academy macht Schülerinnen und Schüler fit für den Straßenverkehr
Di 5. Mai 2026
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Dortmund wächst: Unternehmen investieren 779 Mio. Euro
Di 5. Mai 2026
Gebäude der Continentale Versicherung
Bild: Continentale Versicherung
STADTRADELN: Start mit Rekord - Anmeldung noch möglich
Mo 4. Mai 2026
Weltstars, Publikumslieblinge & Premieren: Das neue Konzerthaus-Programm
Mo 4. Mai 2026
Das Konzerthaus Dortmund in der Außenansicht.
Bild: Julia Unkel
Die DSW21-Bilanz: Gewinne & Defizite
Do 30. April 2026
U-Bahnen stehen im Betriebshof Dortmund.
Bild: DSW21 / Jörg Schimmelpfennig