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Dortmund bekommt Denkmal für „Gastarbeiter*innen“: Mitdiskutieren und Entwürfe kennenlernen

Dortmund soll ein Denkmal zu Ehren der Gastarbeiter*innen bekommen. Die Entwürfe dafür entstehen in einem Kunst-Wettbewerb. Ab dem 7. Mai sind acht von der Jury ausgewählte Entwürfe für zwei Wochen im Hans C, Hansastraße 6-10, zu sehen.

Zentrale Fragen rund um das Denkmal sollen am 8. Mai um 20 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund geklärt werden. Unter dem Titel „Wertschätzen. Was ist gute Erinnerungskultur?“ sind Bürger*innen eingeladen, mit Mitgliedern der Jury in den Dialog zu treten. Unterschiedliche Positionen aus dem Beirat werden Impulse liefern, danach geht es in den Austausch mit dem Publikum. Der Abend gibt die Gelegenheit, Fragen und Anregungen zu adressieren und Teil des Prozesses der Entscheidungsfindung zu werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Zwei Menschen schauen sich Visualisierungen an
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die Entwürfe zum Denkmal sind im Hans C ausgestellt.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Am 8. Mai im Studio des Schauspielhauses vor Ort sind:

  • Dr. Manuel Gogos (Kulturwissenschaftler, Bonn)
  • Dominik De Marco (Mitglied Ausschuss für Kultur, Sport und Freizeit)
  • Prof. Dr. Renée Tribble (Professorin für Städtebau, Bauleitplanung und Prozessgestaltung, TU Dortmund)
  • Nezaket Ekici (Freie Künstlerin, Berlin)
  • Hatice Sarikaya („Gastarbeiterin“ der ersten Generation, Dortmund)
  • Amir Aletic („Gastarbeiter“ der zweiten Generation, Dortmund)

Menschen würdigen, die ihre Heimat hinter sich gelassen haben

Das Denkmal soll die Menschen würdigen, die ihre Heimat hinter sich gelassen haben, weil in Deutschland dringend Arbeitskräfte gesucht wurden. Ein Beirat begleitet diesen Prozess und soll möglichst viele Stimmen aus der Stadtgesellschaft repräsentieren. Der Beirat fungiert auch als Jury. Er setzt sich zusammen aus 14 Personen aus Wissenschaft und Kunst, dem Kulturausschuss, Integrationsrat und Migrant*innen verschiedener Generationen. Besonders steht aber die erste Generation im Mittelpunkt - jene Menschen, die aus Ländern gekommen sind, mit denen ein Anwerbeabkommen geschlossen wurde.

Hintergrundinfos zum Vorhaben

Mehr Informationen zum vorläufigen Zeitplan, dem angedachten Standort des Denkmals sowie zur Jury finden Sie unter "Kunst im öffentlichen Raum".

Mehr als 100 Ideen eingereicht

Eingeladen zu dem Wettbewerb waren professionell arbeitende Künstler*innen. In der ersten Phase des Wettbewerbs haben die Künstler*innen Ideenskizzen eingereicht. Die mehr als 100 eingereichten Konzepte würdigen die Leistungen der sogenannten Gastarbeiter*innen auf ganz unterschiedliche Weise - von der Bronzeplastik bis zur Performance. Einige nehmen dabei auch Bezug auf die vorgeschlagenen Standorte.

Die stimmberechtigen Mitglieder des Beirats haben aus den eingereichten Ideen acht ausgewählt, die nun als detaillierter Entwurf ausgearbeitet werden. Daraus wird die Jury wiederum eine Auswahl treffen und die drei besten dem Rat der Stadt Dortmund empfehlen.

Acht Entwürfe im Hans C zu sehen

Ab dem 7. Mai sind die Entwürfe zwei Wochen lang im Hans C, Hansastraße 6-10, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung öffnet mittwochs und donnerstags von 11 bis 20 Uhr sowie freitags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist sie geschlossen.

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