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Neue Gratis-Toilette in der City: Stadt testet personalbetriebenen Toilettenwagen

Ab Mitte Dezember steht City-Gästen ein weiteres stilles Örtchen kostenfrei zur Verfügung. Die Stadt Dortmund startet den zweijährigen Testlauf für einen mobilen Toilettenwagen, der täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet ist. Er wird rund ein halbes Jahr an der Kampstraße 106 (nähe Westentor) stehen – danach wandert er weiter.

Ziel ist es, herauszufinden, an welchem Standort der Toilettenwagen am meisten gebraucht wird. Station macht er nach der Zeit an der Kampstraße zunächst nördlich der Reinoldi-Kirche (wo aktuell ein WC-Wagen der Weihnachtsstadt steht). Danach folgen der Platz von Leeds und ein Standort nördlich der Petrikirche. Insgesamt zwei Jahre dauert das Pilotprojekt, dann wird ausgewertet: Wo werden die Toiletten am häufigsten genutzt, wie oft werden sie überhaupt genutzt?

Neuer WC-Wagen steht bereit

Ein mobiler Toilettenwagen in der Dortmunder Innenstadt.
Bild: Stadt Dortmund / Laura Koscholke
Der Toilettenwagen ist am seinem ersten Standort bereits in Betrieb.
Bild: Stadt Dortmund / Laura Koscholke

Der mobile Toilettenwagen vor der Kampstraße 106 – nahe Westentor und Dortmunder U – ist bereits in Betrieb. Dieser Standort macht aktuell wegen der Weihnachtsstadt, durch die das Platzangebot in der City eingeschränkt ist, am meisten Sinn. Der Wagen wird von Servicepersonal betrieben und hat neben Damen- und Herrentoilette ein eigenes WC für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung.

Warum testet die Stadt den neuen Toilettenwagen?

Das bisherige Angebot an öffentlichen Toiletten wird von vielen Menschen als nicht ausreichend empfunden. Kritik gibt es zum Beispiel in Bezug auf Barrierefreiheit, Zugänglichkeit, Öffnungszeiten oder die Standorte.

Bezirksvertretung stellt Mittel für Toiletten an der Rheinischen Straße bereit

Auch an der Rheinischen Straße wird es ein neues Toiletten-Angebot geben, dass sich speziell an die Besucherinnen und Besucher des Gast-Hauses richtet. Damit die Gäste auch außerhalb der Öffnungszeiten der Wohnungslosen-Initiative eine Toilette zur Verfügung haben, stellt die Stadt eine mobile Kabine auf. Sie wird im Laufe der kommenden Wochen auf einem Grünstreifen nahe der Einmündung Annelise-Kretschmer-Straße aufgebaut und mithilfe eines Zauns gesichert. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West finanziert das Angebot.

Überblick: Die öffentlichen Toiletten in Dortmund

Ein Dienstleister betreibt im Auftrag der Stadt 19 barrierefreie WC- und sechs Pissoir-Anlagen. Innerhalb des Wallrings sind es zwei barrierefreie WC-Anlagen. Die Nutzung kostet 50 Cent. Wie der Betreiber mitteilt, nutzen täglich weniger als 15 Menschen dieses Angebot in der City, in den Stadtteilen sind es maximal zehn Nutzungen.

Daneben betreibt die Stadt eigene öffentliche Klos am Nordmarkt sowie am PHOENIX See. Am See gibt es zwei Anlagen des privaten Betreibers sowie das kostenfreie, städtische WC am Hafen (im Gebäude der Phosphat-Eliminationsanlage). Im Westpark stehen den Besucherinnen und Besuchern kostenfrei mobile Toilettenkabinen zur Verfügung.

Mehr „Nette Toiletten“ für Dortmund

Viele City-Gäste, die gezielt zum Beispiel zum Einkaufen oder für einen Arztbesuch anreisen, nutzen die jeweiligen Kundentoiletten. Wer aber nur zum Bummeln kommt, braucht ein anderes Angebot. Dafür gibt es das Format „Nette Toilette“.

Die „Nette Toilette“ ist ein beliebtes Konzept, bei dem zum Beispiel Restaurants und Geschäfte ihre WCs während der Öffnungszeiten auch für Nicht-Kunden öffnen. Dafür bekommen sie eine finanzielle Entschädigung von monatlich 100 Euro von der Stadt. Für City-Gäste ist eine „Nette Toilette“ Gold wert. Daher weitet die Stadt das Programm nun auf die eigenen Gebäude aus.

Damit es City-Gästen künftig leichter fällt, schnell eine öffentlich zugängliche Toilette zu finden, machen demnächst die städtischen Einrichtungen mit. Öffentliche Gebäude, die innerhalb des Wallrings oder in unmittelbarer Nähe liegen, sollen mit einbezogen werden. Es wird für jedes Gebäude geschaut, welches WC sich für eine „Nette Toilette“ am besten eignet. Darunter sind zum Beispiel das Ordnungsamt, das Gesundheitsamt, das Sozialamt und die Städtische Immobilienwirtschaft. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, werden die Standorte in die Online-Karte der Stadt übernommen. So sind sie mit wenigen Klicks auffindbar.

Bewährt haben sich auch die Toilettenwagen, die an Spieltagen des BVB an der Hohen Straße und am Max-Ophüls-Platz aufgestellt werden – sie werden sehr häufig in Anspruch genommen.

Hinzu kommen die öffentlichen und teils barrierefreien Toiletten etwa im Hauptbahnhof oder an den Stadtbahnhaltestellen Kampstraße und Reinoldikirche. Bei Großveranstaltung – wie aktuell die Weihnachtsstadt – gibt es in der Regel kostenfrei nutzbare Toilettenwagen.

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