Bildung & Umwelt
Neue Kreuz-Grundschule wird kompakt, klimafreundlich – und optisch ein Highlight
Mit dem Neubau der Kreuz-Grundschule schafft die Stadt Dortmund dringend benötigten Schulraum. Im historischen Umfeld des Kreuzviertels entsteht ein klimaangepasstes und städtebaulich durchdachtes Gebäude. In der Woche ab dem 9. Februar beginnen bereits erste vorbereitende Arbeiten für den Neubau.
Der Rat der Stadt hatte entschieden, dass das Bestandsgebäude der Kreuz-Grundschule an der Kreuzstraße für einen neuen Zweck erhalten bleiben soll. Daher entsteht der Neubau nun im nördlichen Teil des Schulhofs. Es müssen mehrere Bäume auf dem Schulhof gefällt werden. Sie machen auf dem hinteren Teil des Schulhofs Platz für das neue, moderne und lang ersehnte Gebäude. Die Fällarbeiten, die außerhalb der Brut- und Setzzeit stattfinden, werden zusätzlich durch eine ökologische Baubegleitung überwacht. Die Stadt wird zum Ausgleich neue Bäume pflanzen. Während der Arbeiten muss ein Teil des Schulhofs gesperrt werden. Die Auswirkungen auf den Schulbetrieb sollen so gering wie möglich ausfallen.
Neubau fügt sich harmonisch in sein Umfeld ein
Ein modernes, klimafreundliches Gebäude, das sich in seiner Ausdehnung harmonisch in das Umfeld einfügt: Dieses Ziel verfolgt die Stadt Dortmund beim Neubau. Damit nicht mehr Fläche als nötig verbraucht wird, wurde das Gebäude bewusst kompakt geplant. „Wir freuen uns sehr auf den Neubau unserer Schule“, erklärt Karin Pratesi, Leiterin der Kreuz-Grundschule. „Der Entwurf entspricht unserer Vision einer zeitgemäßen Pädagogik und schafft für alle an Schule Beteiligten ein ganztägiges und inklusives Lern- und Lebensumfeld.“
Die neue Schule kommt mit drei Geschossen aus, obwohl eine viergeschossige Bauweise zulässig gewesen wäre. Der Siegerentwurf der Baufirma Kleusberg, gemeinsam entwickelt mit dem Architekturbüro Kresings aus Münster, wurde auch wegen seiner ressourcenschonenden Bauweise ausgewählt. Das Projekt wird als Holzmodul- und Systembau ausgeführt. Nachwachsende Dämmstoffe isolieren das Gebäude, Holz-Alufenster sowie Holzoberflächen im Innenraum runden die angenehme Atmosphäre in den neuen Räumen ab. Wasserspeichernde Dach- und Fassadenbegrünung sorgen dafür, dass das Gebäude einen Beitrag zur Klimaresilienz der Stadt Dortmund leistet. Außerdem haben die Planer an die Bäume gedacht: Dank Baumrinnen können sie mehr Wasser aufnehmen und damit besser zur Abkühlung beitragen. Die Rinnen, auch Rigolen genannt, mindern den Stress der Bäume bei anhaltender Trockenheit.
Die Stadt baut zusätzlich noch eine Versickerungsrigole auf dem Schulhof. Sie verhindert, dass das Regenwasser „nutzlos“ im Kanal verschwindet. Stattdessen gelangt es wieder im natürlichen Wasserkreislauf.
Die Fällarbeiten werden einige Tage dauern. Der Baubeginn für den Neubau der Kreuz-Grundschule ist für August 2026 vorgesehen.
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