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Stadt stellt Pläne für Schul-Neubau im Kreuzviertel und der Nordstadt vor

Dortmund wächst – und braucht somit auch mehr Schulplätze. Entscheidungen über zukunftsweisende Schulprojekte stehen im Rat der Stadt demnächst an.

In Dortmund stehen bedeutende Veränderungen in der Schullandschaft bevor, insbesondere in den Stadtteilen Kreuzviertel und Nordstadt. Für die Kreuzgrundschule ist ein moderner Neubau geplant, während die Nordstadt eine neue Grundschule zunächst an der Gneisenaustraße bekommen soll. Diese Entwicklungen sind Teil eines umfassenden Programms zur Anpassung an die steigenden Schülerzahlen und die Anforderungen zeitgemäßer Bildung.

Neubaupläne für die Kreuzgrundschule

Die Kreuzgrundschule im Herzen des Kreuzviertels soll modernisiert und erweitert werden, um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden. Aus diesem Grund hatte der Rat der Stadt die Immobilienwirtschaft im August 2021 damit beauftragt, das Bestandsgebäude durch einen Neubau als Clusterschule mit offenen Lernbereichen und Räumen für den Offenen Ganztag zu ersetzen. Diese Planung pausierte jedoch, weil in der Zwischenzeit ein Verfahren zur denkmalrechtlichen Unterschutzstellung veranlasst wurde.

Nun hat die Verwaltungsspitze über die Weiterentwicklung des Standorts Kreuzgrundschule beraten. Im Mai geht eine entsprechende Vorlage zum Beschluss in den Rat.

Aufstellung des Bebauungsplans

Da der Altbau für die zukünftigen Anforderungen der Kreuzgrundschule nicht hergerichtet werden kann, plant die Immobilienwirtschaft ein neues Gebäude auf dem nördlichen Bereich des Schulgrundstücks. Um den Schulbetrieb zum Schuljahr 2027/2028 zu gewährleisten, wird der Neubau als Modulbau errichtet – einer besonders zeitsparenden Bauweise. Die Bauarbeiten vor Ort werden bereits im Jahr 2026 beginnen können. Parallel dazu läuft ein Bebauungsplanverfahren für den Standort. Angedacht ist ein dreigeschossiges Gebäude, bei dem die Belange der Anwohner*innen der angrenzenden Wohnungen sowie der Baumschutz umfassend berücksichtigt werden. So bleiben zum Beispiel die großen Platanen entlang der Grundstücksgrenzen erhalten.

Alle Anforderungen an das Gebäude, die sich aus der Schulbauleitlinie und dem pädagogischen Konzept der Schule ergeben, bildet der geplante Neubau ab. Eine vorübergehende Uterbringung der Schüler*innen in Containern ist bei diesem Ablauf nicht erforderlich.

Wie es mit dem Bestandsgebäude weitergeht, steht noch nicht fest. Der Denkmalbescheid für den Altbau liegt noch nicht vor, das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt hat jedoch ein Unterschutzstellungsverfahren eingeleitet.

Monika Nienaber-Willaredt
Monika Nienaber-Willaredt
Jugend- und Schuldezernentin
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Wir haben sehr, sehr viele Kinder, die zu uns gekommen sind nach Dortmund. Und die brauchen alle einen Schulplatz.

Die Nordstadt bekommt eine neue Grundschule

Die Stadt Dortmund steuert auf fast 90 Grundschulen zu: Die 89. soll zum Schuljahr 2025/26 in der Nordstadt starten. Sie steht beispielhaft für den groß angelegten Umbau der Schullandschaft in der Innenstadt-Nord.

Zum 1. August 2025 soll am Standort Gneisenaustraße 60 eine neue Grundschule starten. Ihr vorläufiger Name: „Schule am Blücherpark“. Aktuell befindet sich unter dieser Adresse – im Gebäude der ehemaligen Lessing Grundschule – noch ein zweiter Standort der Libellen-Grundschule. Bis zum Schuljahr 2027/28 soll die „Schule am Blücherpark“ in der Gneisenaustraße zu Hause sein. Anschließend geht es an den finalen Standort, an die fast drei Kilometer entfernte Burgholzstraße 150. Auch über die „Schule am Blücherpark“ wird der Rat der Stadt Dortmund in seiner Sitzung Mitte Mai entscheiden.

Die Grundschule steht beispielhaft für die Erweiterung der Schullandschaft in der Nordstadt, denn: Dortmund ist eine wachsende Stadt und insbesondere in der Innenstadt-Nord wird es langfristig einen hohen Bedarf an Grundschulplätzen geben. „Wir haben sehr, sehr viele Kinder, die zu uns gekommen sind nach Dortmund. Und die brauchen alle einen Schulplatz“, verdeutlicht Jugend- und Schuldezernentin Monika Nienaber-Willaredt bei der Pressekonferenz der Stadtspitze am Dienstag, 19. März.

Unterricht für Klassen 1 bis 3

Da die Lage hier akut ist, hatte die Politik die Verwaltung beauftragt, im Stadtbezirk eine eigenständige achte Grundschule zu errichten. Gestartet wird 2025/26 zunächst mit Schüler*innen der Klassen eins bis drei, jeweils zweizügig. Der Neubau an der Burgholzstraße wird voraussichtlich zum Schuljahr 2027/28 fertig sein, dann folgt der Umzug dorthin. Platz ist dort für insgesamt vier Schulzüge.

Blick auf die aktuelle Situation

Wie ist die Situation aktuell? Derzeit ist die Libellen-Grundschule auf zwei Standorte verteilt und siebenzügig. Am Standort Gneisenaustraße – dem künftigen Standort der „Schule am Blücherpark“ – besuchen 68 Schüler*innen die erste Klasse. 20 weitere sind in einer Sprachförderklasse. 2024/25 werden voraussichtlich weitere zwei Eingangsklassen gebildet. 2025/26 wird die neue Grundschule dann in Betrieb gehen.

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