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Citymanagement

Japanische Popkultur: Anime-Kult-Laden hat jetzt ein Zuhause in der Dortmunder City

Mit „Tokyo Heartbeats“ hat ein Geschäft für japanische Mode, Kunst und Popkultur im Brückviertel eröffnet. Auch Events und künstlerische Aktionen stehen auf dem Programm. Ermöglicht hat die Eröffnung der städtische Anmietungs-Fonds.

In den lange Zeit leerstehenden Räumen eines ehemaligen Wettbüros hat sich Laura Biela einen Traum erfüllt. Die Inhaberin des am Samstag, 31. Januar 2026, eröffneten Geschäfts vertreibt schon lange Anime-Fanart, Illustrationen und Prints, Merchandise, japanische Mode („J-Fashion“), Schmuck und handgefertigte Unikate. Bislang allerdings handelte sie ohne festes Ladengeschäft, auf Conventions und Messen und in ihrem Online-Shop „Lace de Parfait“. Jetzt hat das Angebot der gelernten Mediengestalterin mit „Tokyo Heartbeats" eine feste Anlaufstelle an der Reinoldistraße 23.

Künstler*innen können sich einmieten

Ladenlokal „Tokyo Heartbeats“
Bild: Stadt Dortmund / Larissa Tieling
Mit „Tokyo Heartbeats“ hat ein Geschäft für japanische Mode, Kunst und Popkultur im Brückviertel eröffnet - mit Hilfe des Anmietungs-Fonds: Citymanager Tilmann Insinger und Anja Borrmann von der Wirtschaftsförderung begrüßten Laura Biela (in der Mitte) in ihrem neuen Laden.
Bild: Stadt Dortmund / Larissa Tieling

Auf rund 60 Quadratmetern präsentiert Laura Biela dort nicht nur das Sortiment ihres Shops, sondern vermietet auch Regalflächen an wechselnde lokale Künstler*innen. Am Samstag bildete sich schon früh morgens – Stunden vor dem Eröffnungstermin – die erste Schlange junger Kundinnen und Kunden. Am Ende des Tages waren es rund 1.000 Gäste, schreibt Laura Biela auf Instagram.

Tokyo Heartbeats ist aus dem Wunsch entstanden, einen Ort zu schaffen, an dem Kreative sichtbar sind, ohne finanzielle Hürden oder Konkurrenzdruck“, erklärt Biela. „Der Laden soll sich anfühlen wie ein kleiner Convention-Besuch mitten in der Stadt – offen, kreativ und gemeinschaftlich. Ein Ort für Entdeckungen und Schätze, die man anderswo nicht findet.“

Öffnungszeiten „Tokyo Heartbeats“

Das neue Geschäft „Tokyo Heartbeats“ in der der Reinoldistraße 23 im Brückviertel hat dienstags bis samstags von 10.30 bis 19 Uhr geöffnet.

Angebot kann regionale Strahlkraft entfalten

Neben regulären Öffnungszeiten zum Stöbern und Shoppen sollen auch Veranstaltungen und Workshops zum Angebot gehören – wovon die Attraktivität der City für junge Menschen weiter profitieren dürfte.

„Das Konzept von Tokyo Heartbeats passt perfekt ins Brückviertel“, sagt Citymanager Tilmann Insinger. „Es setzt auf visuelle Stärke, auf Fashion und Kultur und auf eine junge Zielgruppe, die sich stark mit dem Angebot identifiziert. Die Szene etwa der Cosplayer und Anime-Fans ist in Dortmund durch Conventions regelmäßig stark vertreten. Nun bekommt sie ein dauerhaftes Zuhause im Herzen der Innenstadt. Das Angebot kann regionale Strahlkraft entfalten und ist ein echtes Plus auch für den angrenzenden Platz am Apfelbrunnen und die Reinoldistraße. Ich freue mich sehr, dass wir diesen langjährigen Leerstand mit seiner großen Schaufensterfläche in guter Zusammenarbeit mit dem Eigentümer beheben konnten.“

Förderung: Citymanagement vermittelte das richtige Lokal für das Konzept

Japanische Mode im „Tokyo Heartbeats“
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Das Warenangebot von „Tokyo Heartbeats“ ist vielfältig.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Das Fördermodell des Anmietungs-Fonds funktioniert so: Ein Eigentümer vermietet sein leerstehendes Ladenlokal für 70 Prozent der letzten Miete an die Stadt. Die wiederum vermietet für nur 20 Prozent der Altmiete weiter an neue Nutzerinnen und Nutzer. Die Differenz stemmt die Stadt mit Förderung aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“. Die Zusammenführung der Nutzungsideen mit den Ladenlokalen übernimmt das Citymanagement. Mietverträge kommen erst zustande, wenn eine geeignete Kombination gebildet wurde.

„Die Vermittlung über das Citymanagement hat uns sehr geholfen, das Ladenlokal wieder mit Leben zu füllen“, berichtet Adam Shaker, Geschäftsführer der Immobilienverwaltung Burgwall GmbH & Co. KG. „Das Konzept von Tokyo Heartbeats hat uns schnell überzeugt – wir sind zuversichtlich, dass dieses Angebot sich etablieren und über die zweijährige Förderung hinaus Bestand haben kann. Die Umbaukostenförderung aus dem Anmietungs-Fonds hat zudem unsere Investitionen begrenzt. So kann unser anfänglicher Mietverzicht langfristig zum Gewinn führen.“

Anträge sind weiterhin möglich

Wer Ideen für eigene, die City belebende Angebote hat oder ein leerstehendes Ladenlokal, kann sich jederzeit beim Citymanagement melden. Das Team berät zu den Anträgen auf Förderung durch den Anmietungs-Fonds und sucht für Räume und Nutzungsideen nach den passenden Gegenstücken. Neue Förderungen können wegen der aktuellen Haushaltssperre voraussichtlich wieder ab April vereinbart werden. Beratungen und Anträge sind aber auch derzeit möglich.

Alle Informationen zum Anmietungs-Fonds gibt es unter dortmund.de/citymanagement.

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