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Entscheidungen der dritten Ratssitzung: Politik möchte Freibad Hardenberg erhalten, Personaldezernent Uhr wiedergewählt

Am Donnerstag, 12. Februar, kam der Rat der Stadt Dortmund zusammen, um wichtige Weichenstellungen für städtische Projekte zu treffen.

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3. Sitzung des Rates der Stadt Dortmund

Bei der dritten Sitzung Ratssitzung – die wie üblich unter dortmund.de/live in voller Länge als Livestream vorliegt – ging es unter anderem um das Freibad Hardenberg und die Wiederwahl von Personaldezernent Christian Uhr.

Wiederwahl im Rat: Christian Uhr bleibt Beigeordneter und wird Stadtdirektor

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Personaldezernent Christian Uhr und Oberbürgermeister Alexander Kalouti
Oberbürgermeister Alexander Kalouti gratuliert Christian Uhr zur Wiederwahl im Rat.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Der Rat der Stadt Dortmund hat in seiner Sitzung am Donnerstag Stadtrat Christian Uhr einstimmig für weitere acht Jahre zum Beigeordneten gewählt. Zugleich wählte der Rat Uhr zum neuen Stadtdirektor. In dieser Funktion wird er künftig Oberbürgermeister Alexander Kalouti in allen Verwaltungsangelegenheiten vertreten.

Mit dem Eintritt von Stadtdirektor Jörg Stüdemann in den Ruhestand zum 1. April 2026 stand die Neubesetzung des allgemeinen Vertreters auf der Tagesordnung. Der Rat folgte dem Vorschlag, Christian Uhr diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übertragen.

Zudem hat der Rat einen neuen Dezernatsverteilungsplan beschlossen. Das Kulturressort, bisher im Dezernat 2 (Finanzen, Liegenschaften und Kultur) angesiedelt, wandert ab April in die Zuständigkeit des Oberbürgermeisters. Das von Uhr geleitete Ressort wird ab dem 1. April 2026 unter dem Namen Dezernat für Personal, Digitales und Verwaltungsmodernisierung geführt. Im Mittelpunkt der kommenden Amtszeit stehen insbesondere die konsequente Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, eine moderne Personalpolitik sowie die strukturelle und kulturelle Erneuerung der Verwaltung.

„Eine leistungsfähige, digitale und serviceorientierte Verwaltung ist entscheidend für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger und für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, betont Christian Uhr. „Unser Ziel ist es, Verwaltungsleistungen einfacher, medienbruchfrei und effizient anzubieten.“

Zur Person

Christian Uhr wurde 1973 in Dortmund geboren. Hier lebt er mit seiner Ehefrau und zwei gemeinsamen Söhnen. Nach seinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) sammelte er umfassende Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Dortmunder Stadtverwaltung. Seit dem 1. April 2018 ist er Beigeordneter für Personal und Organisation. Zu seinem Ressort gehören das Dortmunder Systemhaus, das Personal- und Organisationsamt sowie das Betriebliche Arbeits- und Gesundheitsmanagement.

Umbau des Radschnellwegs Sonnenstraße kann starten

Bild: Katharina Michels
Parkende Autos im Kreuzviertel
Ab Ende 2026 können die Arbeiten für den zweiten Abschnitt des RS1 auf der Sonnenstraße beginnen.
Bild: Katharina Michels

Der Rat der Stadt beschloss mit Stimmen von SPD, Bündnis90/Die Grünen & VOLT und DIE LINKE & Tierschutzpartei den Umbau der Sonnenstraße für den weiteren Ausbau des Radschnellwegs Ruhr (RS1). Die CDU, BSW und BVT enthalten sich, FDP und AfD stimmen dagegen.

Der Umbau betrifft den Abschnitt Arneckestraße bis zur Chemnitzer Straße. Ende 2026 können die Arbeiten für den zweiten Abschnitt beginnen. Die Arbeiten sollen bis Anfang 2029 abgeschlossen sein.

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) ist ein Infrastrukturprojekt für den Radverkehr im Ruhrgebiet. Auf über 100 km werden die Städte Moers, Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm miteinander verbunden sein.

Mehr Raum für Schülerinnen und Schüler am Goethe-Gymnasium

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Das Goethe-Gymnasium aus der Vogelperspektive.
Die Kapazitäten am Goethe-Gymnasium sind ausgereizt, weswegen der Unterricht auf die ehemalige Frenzelschule ausgeweitet wird.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Die ehemalige Frenzelschule wird künftig für die Zwecke des Goethe-Gymnasiums genutzt. Die Nutzung der zusätzlichen Räume soll bis 2035 gewährleistet sein – dafür stimmte der Rat einheitlich.

Der Platz ist von großer Bedeutung, da das Gymnasium plant, seine Schülerzahl auf insgesamt fünf Schulzüge zu erhöhen. Leider sind die räumlichen Kapazitäten, die am Goethe-Gymnasium selbst zur Verfügung stehen, bereits vollständig ausgereizt. Aus diesem Grund hat die Schule bereits vier zusätzliche Räume an der ehemaligen Frenzelschule in Anspruch genommen, um den gestiegenen Bedarf an Unterrichts- und Lernflächen zu decken.

Sanierung des Freibads Hardenberg geplant

Bild: Sportwelt GmbH
Freibad Hardenberg
Das Freibad Hardenberg ist seit 2023 geschlossen.
Bild: Sportwelt GmbH

Wegen baulicher Mängel ist das Freibad Hardenberg in Deusen seit zwei Jahren geschlossen . Eine Machbarkeitsstudie hat Modernisierungsbedarf herausgestellt, um das Bad zukunftsfähig zu machen. Den ersten Planungsschritten einer möglichen Sanierung des Freibads wurde mit Gegenstimmen der CDU und AfD zugestimmt.

Zum Thema: Das Freiberg Hardenberg

Das Freibad Hardenberg ist eines der größten Freibäder Dortmunds, wurde 1927 eröffnet und bietet eine Wasserfläche von etwa 4.000 Quadratmetern sowie zwei 65 Meter lange Rutschen. 2022, im Jahr vor der Schließung, besuchten über 50.000 Badefans die Anlage, in sehr sommerlichen Jahren wie 2018 kamen sogar über 75.000.

Ausstattung:

  • Große Beckenlandschaft mit etwa 100 Meter langem Schwimmbecken und drei Rundbecken
  • Attraktionen wie eine große Rutsche, Wasserterrassen, eine Badeinsel, ein Wasserpilz, ein Wasserfall und ein Strömungskanal
  • Separates Baby-Planschbecken

Durchführungsgesellschaft der IGA erhält finanzielle Unterstützung

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Eine Flagge der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Vordergrund, im Hintergrund die Baustelle an der Kokerei Hansa.
Eine Flagge der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Vordergrund, im Hintergrund die Baustelle an der Kokerei Hansa.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Die Planungen für die Internationale Gartenausstellung 2027 schreiten voran. Die Kokerei Hansa wird dabei zum „Zukunftsgarten“. Die gesamte Veranstaltung wird laut der Durchführungsgesellschaft IGA gGmbH mehr Geld als geplant kosten. Den für Dortmund veranschlagten 2,97 Mio Euro Mehraufwand übernimmt die Stadt Dortmund. Dafür stimmten die SPD, das Bündnis90/Die Grünen & VOLT, Die Partei und DIE LINKE & Tierschutzpartei. Die FDP erteilt der Vorlage eine Absage, auch die CDU, BSW und AfD stimmen dagegen, BVT enthielt sich.

Grund für den Mehrbedarf sind allgemeine Kostensteigerungen sowie erwartbar höhere Gästezahlen, die mehr Aufwendungen bei der Infrastruktur nach sich ziehen.

Sharing is caring: Dortmund steigt bei der Sharing Economy ein

Lieber leihen statt kaufen: Die Wirtschaftsförderung Dortmund hatte angeregt, beim europäischen Projekt ACCESS Hubs mitzuwirken. Ziel dabei ist der nachhaltige Umgang mit Konsumgütern . Die geplante digitale Plattform für Bürgerinnen und Bürger, die sich „Sharing Economy“ nennt, wird vom Rat mit Stimmen von SPD, dem Bündnis90/Die Grünen & VOLT und der FDP durchgesetzt. Die AfD stimmte dagegen, auch die CDU lehnte den Antrag ab.

Die Ökonomie des Teilens wird durch eine App ermöglicht und gefördert. Für die Menschen in der Stadt bedeutet das, sich beispielsweise eine Bohrmaschine ausleihen zu können, anstatt sie für viel Geld erwerben zu müssen. Neben Dortmund beteiligen sich Amsterdam, Den Haag, Gent, Béthune und Valenciennes an ACCESS Hubs.

Haushaltssperre zur Kenntnis genommen

Der Rat wurde über eine wichtige Maßnahme des Stadtkämmerers informiert: Dieser hatte eine befristete Haushaltssperre bis Ende März verhängt und reagierte damit auf absehbare Finanzrisiken. In der Zeit der Sperre gelten die Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung. Rechtlich gebotene und notwendige Aufgaben, die keinen Aufschub dulden, erledigt die Verwaltung jedoch weiterhin.

Parallel entwickelt sich die finanzielle Situation der Stadt in eine positive Richtung, da sie nun über etwas mehr Spielraum verfügen kann. Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat angekündigt, im Rahmen des „Altschuldenentlastungsgesetzes“ einen Betrag von insgesamt 469 Millionen Euro aus der sogenannten Liquiditätskrediten zu übernehmen. Weniger Kreditschulden bedeuten für die Kommune einen niedrigeren Zinsaufwand. Der Rat der Stadt nimmt den Bewilligungsbescheid des Landes zur Kenntnis.

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