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IGA 2027

Stadt bereitet Aufwertung des Deusenbergs vor

Der Deusenberg soll für die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA) weiter aufgewertet werden. Die Bauarbeiten sind von Spätsommer 2024 bis Ende 2025 geplant.

Bis 1992 war der Deusenberg eine Mülldeponie, danach wurde er versiegelt und begrünt. In den vergangenen Jahren hat er sich als beliebtes Dortmunder Naherholungsziel etabliert. Gleichzeitig spielt er auch für den Arten- und Naturschutz eine bedeutende Rolle. Diese Funktionen sollen erhalten bleiben. Bis Ende 2025 sind außerdem mehrere Baumaßnahmen geplant, um den Zugang zum Deusenberg zu verbessern und ihn attraktiver zu machen.

Anregungen hierzu kamen aus der Bürgerschaft bei Beteiligungsveranstaltungen. Der gut gesicherte Haldenkörper unter dem Erdreich wird bei den Bauarbeiten nicht angetastet. Die Planungen für den Start der erforderlichen Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Der Verwaltungsvorstand gibt dem Rat der Stadt nun die Empfehlung, dem Start der Bauarbeiten zuzustimmen.

Bild: Stadt Dortmund
Der Deusenberg soll künftig noch attraktiver werden.
Der Deusenberg soll künftig noch attraktiver werden.
Bild: Stadt Dortmund

Von der Müllhalde zum Naherholungsziel

Die Wege auf dem Deusenberg wurden als Betriebswege für die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) angelegt. Die EDG ist auch heute für die Nachsorge der Halde verantwortlich. Die bestehenden Wege vom Südwesten auf die Haldenkuppe sollen barrierearm umgestaltet werden: Sie erhalten ein geringeres Gefälle von durchschnittlich 6 Prozent sowie eine wassergebundene, also fein geschotterte Decke.

Zudem soll die Halde drei neue Aussichtsplattformen erhalten. Ein besonderer Anziehungspunkt werden zwei große Himmelsschaukeln an einer neuen Treppenanlage. Die Treppe führt von der Kuppe des Deusenbergs zu der neuen Brücke über die Bahngleise, die den Deusenberg mit dem künftigen Kokereipark und der Kokerei Hansa verbindet.

Mit dieser neuen direkten Verbindung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zwischen Deusenberg und Kokerei Hansa geht bald ein lang gehegter Wunsch insbesondere der Huckarder und Deusener Bevölkerung in Erfüllung.

Umbau unter ökologischen Aspekten

Auf der Kuppe des Deusenbergs befindet sich nördlich der Photovoltaik-Anlage eine Wiesenfläche, die von der geschützten Feldlerche als Revier genutzt wird. Dieser Bereich wird eingezäunt, um die Feldlerche auch während und nach der IGA 2027 möglichst wenig zu stören.

Mit heimischem Saatgut werden Bereiche der Kuppe sowie beiderseits der Treppenanlage begrünt. Gehölze, die für den Ausbau der Treppe entfernt werden müssen, werden dort als Ausgleichspflanzung wieder neu angelegt.

Auch der Weg am Fuß des Deusenbergs erhält in Teilbereichen eine verbesserte Oberfläche. Er wird zur Laufstrecke ausgebaut und bekommt naturnahe Fitnessangebote wie große Steine oder Balancierelemente. Darüber hinaus werden auch hier rund 30 Bäume neu gepflanzt. Außerdem werden auf den bestehenden Mountainbike-Strecken einige Gefahrenpunkte entschärft.

Die Bauarbeiten sind mit Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen sowie mit städtischen Geldern finanziert.

Hintergrund: IGA 2027

Die Metropole Ruhr wird im Jahr 2027 die Internationale Gartenausstellung ausrichten. Von April bis Oktober 2027 wird die IGA zum Schaufenster der "Grünen Branche" und ein großes Fest für die Besucher*innen in der Metropole Ruhr. Für die Menschen in den Nachbarschaften und für die Region ist sie gleichzeitig ein langfristig angelegtes gemeinschaftliches Projekt zum Strukturwandel und zur Stadtentwicklung: Neue Parkanlagen laden zur Erholung und Freizeitgestaltung ein und schaffen Identifikation. Zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, die Lebensqualität im ganzen Umfeld steigt. Mit seinem "Zukunftsgarten" ist Dortmund einer der Hauptstandorte der IGA. Bis 2027 werden die Kokerei Hansa, der Deusenberg sowie das Nahverkehrsmuseum Mooskamp durch viele Maßnahmen aufgewertet und erblühen.

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