Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Umwelt

Asiatische Hornisse stellt Gefahr für heimische Bienen dar

Die Asiatische Hornisse hat den Weg nach NRW und jetzt auch nach Dortmund gefunden. Sie ernährt sich von Bienen und ist deshalb eine Gefahr. Das Umweltamt bittet die Bürger*innen, Nester zu melden, damit sie entfernt werden können.

Bild: Nabu / naturgucker.de Ulrich vor dem Esche
Zwei asiatische Hornissen im Flug
Oft wird das hintere Beinpaar im Flug auffällig hoch getragen.
Bild: Nabu / naturgucker.de Ulrich vor dem Esche

Sie kommt aus Südostasien und hat sich im vergangenen Jahr massiv in NRW ausgebreitet. Die Asiatische Hornisse gilt als invasive, also eingewanderte Art. Nun ist das erste Nest dieser Hornissenart in Dortmund entdeckt worden. Nach der Meldung an das Umweltamt konnte das Nest sofort entfernt werden.

Die Asiatische Hornisse ernährt sich zu einem hohen Anteil von Honigbienen und weiteren sogenannten Bestäuber-Insekten. Sie ist damit eine besondere Bedrohung für die Imkerei, aber auch für die heimische Biodiversität.

Wer die Asiatische Hornisse oder ihre Nester entdeckt, sollte den Fund unbedingt melden. Das Umweltamt hat dafür eigens eine neue E-Mail-Adresse eingerichtet: pflanzenundtiere@dortmund.de .

Die Untere Naturschutzbehörde bittet darum, möglichst auch Fotos und genaue Angaben zum Ort und zum Zeitpunkt der Sichtung oder des Fundes mitzuschicken. Wenn kein Nest, sondern nur ein Einzeltier gesichtet wird, hilft die Angabe der (Ab-)Flugrichtung (Himmelsrichtung) dabei, das Nest schneller aufzufinden. Um die weitere Verbreitung der Asiatischen Hornisse zu stoppen, müssen die Nester mitsamt der Königin des Volkes entfernt werden. Das Umweltamt bearbeitet alle Hinweise so schnell wie nur möglich.

Woran erkennt man die Asiatische Hornisse?

Die Asiatische Hornisse ist mit etwas Übung gut von der heimischen Hornisse und anderen Wespenarten zu unterscheiden. Die Tiere sind etwas kleiner als die heimische Hornisse und überwiegend dunkel bis schwarz gefärbt mit nur wenigen gelben Stellen am Hinterleib. Hervorstechend ist bei der Asiatischen Hornisse zudem die Beinfärbung in schwarz-gelb. Die heimische Hornisse hingegen hat einen schwarz-gelb gemusterten Hinterleib und ansonsten eine rostrote Teilfärbung; auch die Beine weisen eine rostrote Farbe auf.

Schnelles Handeln notwendig

Nach den Vorgaben der Europäischen Kommission fällt die nicht-heimische, invasive Art derzeit in die Kategorie der Früherkennung. Das bedeutet, sie muss überwacht werden und ihre Nester sind sofort zu entfernen.

„Wir können noch nicht abschätzen, wie viele Hornissen-Nester in diesem Jahr entdeckt werden. Aber in jedem Fall ist klar: Sobald es zu einem Nest-Fund kommt, ist schnelles Handeln geboten. Denn diese Art von Hornisse kann sich rasant schnell ausbreiten“, erläutert Sonja Terme, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde. Ohne die Mithilfe der Dortmunder*innen sei das Problem nicht in den Griff zu bekommen, betont sie. „Wir bitten alle Bürger*innen daher, Sichtungen von Asiatischen Hornissen oder deren Nester unbedingt zu melden.“ Niemand sollte jedoch das Nest einfach selbst entfernen, zu groß ist die Verwechslungsgefahr gerade im Anfangsstadium des Nestbaus mit anderen Arten. Die Asiatische Hornisse ist übrigens nicht zu verwechseln mit der Asiatischen Riesenhornisse. Die Riesenhornisse ist bisher noch nicht in Europa aufgetaucht.

Ist die Asiatische Hornisse für den Menschen gefährlich?

Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse – mit Ausnahme von Allergiker*innen - ungefährlich und ihr Stich vergleichbar mit dem der Honigbiene. Grundlos greifen sie den Menschen nicht an. Hornissen stechen allenfalls zur Verteidigung ihres Nestes zu. Deshalb ist ein gewisser Abstand zum Nest geboten.

Die Asiatische Hornisse baut verschiedene Nest-Stadien aus, in Berührung kommt der Mensch meist aber nur mit kleinen Anfangsnestern, die in der Regel in geringen Höhen z.B. unter Dachüberständen angelegt werden. Das letzte Neststadium hängt in aller Regel in großer Höhe in Bäumen, ist rund bis birnenförmig und hat ein seitliches Einflugloch.

Weitere Informationen

Bürger*innen können sich ausführlich zur asiatischen Hornisse und ihren Erkennungsmerkmalen auf der Webseite des NABU informieren.

Schlagwörter

Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz Wohnen

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Kartenvorverkauf beginnt: Startschuss für den Countdown zur IGA 2027
Fr 24. April 2026
Luftbild des Geländes der Kokerei Hansa.
Bild: Roland Gorecki
Romberpark: Führung und Pflanzung zum Tag des Baumes
Mo 20. April 2026
Bild: Stadt Dortmund / Dieter Hull
150 Jahre Ostfriedhof: Fest-Tag für Geschichts- und Naturfans
Mo 20. April 2026
Berühmtheiten der Stadt sind auf dem parkähnlich angelegten Ostfriedhof beigesetzt.
Bild: Stadt Dortmund
Am „Tag der Städtebauförderung“ der Stadterneuerung über die Schulter schauen
Mo 13. April 2026
Ein Mann in Warnkleidung steht im Wald und zeigt auf einem Baum, eine Frau steht rechts daneben.
Bild: Stadt Dortmund / Andreas Buck
STADTRADELN 2026: Jetzt anmelden und ab dem 3. Mai mitradeln
Fr 10. April 2026
Mehrere Personen fahren mit Fahrrädern eine Trasse entlang.
Bild: Stadt Dortmund/Stephan Schütze
Radtouren an der Seseke: Natur und Kunst erleben
Mi 8. April 2026
Jetzt-Denkmal an der Seseke.
Bild: Rupert Oberhäuser/EGLV
Der Aufwärtstrend auf dem Dortmunder Grundstücksmarkt setzt sich fort
Mo 6. April 2026
Wohnen am Seilbahnweg - Symbolbild zum Grundstücksmarktbericht.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Neue Bestattungsart: Haingräber auf dem Hauptfriedhof
Fr 3. April 2026
Grabstätte auf dem Hauptfriedhof
Bild: Stadt Dortmund / Leopold Achilles
Wie winzige Helfer für Bodenpflege und Düngung sorgen
Mi 1. April 2026
Blick in die Ausstellung: Unsere Böden, Naturmuseum Dortmund.
Bild: Sabrina Richmann
Alles Müll: Kunstausstellung im Dortmunder U geht dem Abfall auf die Spur
Di 31. März 2026
Eine Frau sitzt mit einer VR-Brille in der Ausstellung "Müll" im Dortmunder U.
Bild: Roland Baege
Riesiger Kunst-Saurier aus PET-Flaschen: Naturmuseum Dortmund lädt zum Aktionstag „Recycling“
Mo 30. März 2026
Ein Saurier-Skelett aus dem Material von 500 PET-Flaschen.
Bild: Elles Magermans
Fünfzehn Osterfeuer dürfen in Dortmund leuchten
Fr 27. März 2026
Menschensilhouetten vor einem großen Osterfeuer.
Bild: Adobe Stock / LianeM
Licht aus: Dortmund macht mit bei der WWF Earth Hour 2026
Do 26. März 2026
Symbolbild: Weltweit eine Stunde ohne Licht bei der Earth Hour 2025.
Bild: WWF / Daniel Seiffert
Die Saatgutbibliothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund startet in eine neue Saison
Do 26. März 2026
Die neue Saatgutbibliothek "verleiht" Saaten. Die Saaten werden nach dem Ernten wieder zurückgegeben.
Bild: Stadt Dortmund / Petra Littmann
Ehemalige Problemimmobilie ist nach Leerstand und Sanierung wieder schön
Mi 25. März 2026
Innenstadt-Nord
Vier Personen stehen auf einem Balkon und halten Fotos in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund