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Ordnungsamt

Stadt Dortmund ruft zur gemeinsamen Rattenbekämpfung auf

Ratten sind anpassungsfähig, vermehren sich schnell und können Krankheiten übertragen. Um ihre Ausbreitung einzudämmen, ruft die Stadt Dortmund auch 2026 wieder zu einer gemeinsamen Aktion zur Rattenbekämpfung auf – vom 16. Februar bis einschließlich 1. März.

Ziel der Aktion ist es, Rattenbefall wirksam und nachhaltig zu reduzieren. Das funktioniert nur, wenn möglichst viele Verantwortliche mitmachen. Grundsätzlich gilt: Wer ein Grundstück besitzt oder nutzt, ist auch für die Rattenbekämpfung verantwortlich, wenn dort Ratten auftreten oder vermutet werden. Diese Pflicht ergibt sich unter anderem aus dem Infektionsschutz sowie aus der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht.

Wege zur Bekämpfung eines Befalls

Eine Ratte auf mehreren Mülltüten.
Bild: Adobe Stock / Chanawat
Ratten können schnell zur „Plage“ werden und auch Krankheiten übertragen.
Bild: Adobe Stock / Chanawat

Eigentümerinnen und Eigentümer können selbst entscheiden, ob sie ein Unternehmen mit der professionellen Schädlingsbekämpfung beauftragen oder zugelassene Rattenbekämpfungsmittel für den Privatgebrauch einsetzen, die im Fachhandel erhältlich sind.

Bei starkem Befall empfiehlt die Stadt ausdrücklich, Fachfirmen einzuschalten.

Vorsicht beim Einsatz von Rattengift

Wer Gift einsetzt, muss besondere Sicherheitsregeln beachten:

  • Im Außenbereich müssen deutliche Warnhinweise angebracht werden – am besten mehrsprachig.
  • Spielplätze und deren Umgebung sollten möglichst giftfrei bleiben, um Kinder nicht zu gefährden.
  • Haus- und Wildtiere, insbesondere Hunde, Katzen und Igel, müssen geschützt werden.

Bevor Köder ausgelegt werden, sollte geprüft werden, ob Igel oder andere geschützte Tiere in der Nähe sind. Köder müssen dann so platziert werden, dass sie für Ratten erreichbar sind, für andere Tiere jedoch nicht.

Hinweise zum Igelschutz gibt die Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V., Tel. 0231 17 55 55, E-Mail: igelschutz-dortmund@web.de.

Wichtige Änderung ab 2026

Der Einsatz sogenannter blutgerinnungshemmender Rattengifte (antikoagulante Rodentizide) wird aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes stark eingeschränkt. Nach aktuellem Stand dürfen diese Mittel voraussichtlich ab Mitte 2026 nur noch von geschultem Fachpersonal eingesetzt werden. Für Privatpersonen sind sie dann nicht mehr erlaubt. Als Alternativen kommen zum Beispiel mechanische Fallen infrage. Bei größerem Befall bleibt der Gang zum Profi der sicherste Weg.

Weitere Informationen und die Kontaktdaten des Fallmanagements Rattenbekämpfung im Ordnungsamt gibt es unter dortmund.de/rattenbekaempfung.

Vorbeugen ist der beste Schutz

Am wirksamsten ist Rattenbekämpfung, wenn Ratten erst gar nicht angelockt werden. Wichtig sind vor allem:

  • Sauberkeit und Hygiene: Mülltonnen geschlossen halten, Speisereste nicht über die Toilette entsorgen, keine Abfälle liegen lassen.
  • Keine Futterquellen: Tierfutter sichern, Wildtiere nur maßvoll füttern, keine Essensreste auf Komposten.
  • Rattensicher bauen und pflegen: Gebäude abdichten, dichte Türen und Rohrdurchführungen, Sträucher und Bodendecker regelmäßig zurückschneiden.
  • Grundstücke sollten so gepflegt sein, dass sie Ratten weder Nahrung noch Unterschlupf bieten.

Ratten melden – schnell und unkompliziert

Sie können Rattensichtungen ganz einfach melden – über den Mängelmelder direkt in der Dortmund-App oder online über den Browser.

Je genauer die Angaben sind (Ort, Beschreibung, Fotos), desto schneller kann reagiert werden. Das Ordnungsamt koordiniert anschließend die notwendigen Maßnahmen.

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