Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsangelegenheiten
Rattenbekämpfung
Das im Jahr 2024 neu gegründete Fallmanagement Rattenbekämpfung im
Wichtige Änderung beim Einsatz von Rattengiften
Der Einsatz antikoagulanter Rodentizide (blutgerinnungshemmender Rattengifte) wird in der EU und auch in Deutschland seit einigen Jahren zunehmend eingeschränkt. Hintergrund sind Umwelt- und Tierschutzaspekte – insbesondere das Risiko von Sekundärvergiftungen bei Wildtieren.
Bisher waren solche Rattengifte auch im Einzelhandel erhältlich, sodass Privatpersonen sie kaufen und selbst anwenden konnten. Diese Produkte waren unter verschiedenen Namen im Handel zu finden, die Zulassung wurde jedoch aufgrund der bestehenden Risiken nicht verlängert.
Gemäß Artikel 52 der Biozid-Verordnung gelten bei Änderungen bestehender Zulassungen Abverkaufs- und Verwendungsfristen. Daher gilt:
- Bis zum 25. April 2026 dürfen diese Mittel noch verkauft werden
- Bis zum 22. Oktober 2026 dürfen sie noch verwendet werden
Ab dem 23. Oktober 2026 gilt:
Privatpersonen dürfen diese Rattengifte weder kaufen noch anwenden.
Der Einsatz antikaogulanter Rodentizide ist dann ausschließlich geschultem Fachpersonal mit entsprechender Sachkunde erlaubt.
Alternativen
Für den privaten Gebrauch können Sie zum Beispiel auf mechanische Fallen (z.B. Schlagfallen) zurückgreifen.
Bei einem stärkeren Rattenbefall empfehlen wir, einen professionellen Schädlingsbekämpfungsbetrieb zu beauftragen. Diese Fachkräfte verfügen über die nötige Sachkunde und geeignete Ausrüstung, um eine sichere und effektive Bekämpfung durchzuführen.
Vorbeugung ist der beste Schutz!
Am wirksamsten ist es, Ratten gar nicht erst anzulocken:
- Vermeiden Sie offen zugängliche Nahrungsquellen.
- Halten Sie Mülltonnen stets geschlossen.
- Beseitigen Sie mögliche Unterschlupfmöglichkeiten.
Denn: Wo es kein Futter und keinen Schutz gibt, siedeln sich Ratten in der Regel gar nicht erst an!
Weitere Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung finden Sie auf unserer Homepage sowie in unserem Informationsflyer zur Rattenbekämpfung weiter unten.
Was können Sie tun, wenn ein Rattenbefall vorliegt?
Auf Privatgrundstücken finden durch die Stadt Dortmund keinerlei Rattenbekämpfungsmaßnahmen statt. Hierfür sind ausschließlich die Eigentümer*innen und deren Verfügungsberechtigte verantwortlich. Sollten Sie auf Ihrem Grundstück einen Rattenbefall feststellen, ist es ratsam, mit der Nachbarschaft gemeinsam Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen.
Unter diesem Aspekt sollte auch das Fallmanagement Rattenbekämpfung im Ordnungsamt über einen festgestellten Rattenbefall informiert werden, damit von dort erforderlichenfalls die zeitgleiche Bekämpfung auf städtischen Flächen (beispielsweise in umliegenden Kanälen oder im Straßenbegleitgrün) veranlasst werden kann und betroffene Eigentümer*innen aufgefordert werden, auf den angrenzenden Privatgrundstücken unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Detaillierte Beschreibungen der Örtlichkeit und vorhandene Bilder helfen dem Fallmanagement, die zuständigen Akteure zu benachrichtigen.
Was Sie bei der Auslegung von Gift unbedingt beachten müssen!
Soweit eine Bekämpfung durch Gift vorgenommen wird, sind unbedingt die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Bei der Auslegung von Gift im Außenbereich ist unter anderem das Anbringen entsprechender Warnhinweise erforderlich, um eventuellen Vergiftungsfällen vorzubeugen. In Wohngebieten mit einem hohen Anteil nicht deutschsprachiger Mitmenschen empfiehlt es sich, diese Hinweisschilder zusätzlich mit einer Warnung in mehrsprachiger Form zu versehen.
Um Kinder nicht zu gefährden, sollte auf Spielplätzen und in der näheren Umgebung generell auf das Auslegen von Rattengift verzichtet werden. Sofern Bekämpfungsmaßnahmen jedoch einmal unumgänglich sind, müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, da Kinder die üblichen Hinweisschilder noch nicht lesen können. Haustiere (beispielsweise Katzen und Hunde) sollten während der Aktion besonders beaufsichtigt werden, um sie vor Schäden zu bewahren.
Vor dem Gifteinsatz sollte ferner geklärt werden, ob Igel - oder andere Tiere - vorhanden sind und somit gefährdet werden könnten. In diesen Fällen sollten die Giftköder-Behältnisse so aufgestellt werden, dass sie für Ratten, nicht aber für Igel, erreichbar sind (zum Beispiel auf oder in einer hochwandigen Kiste, Blumenkübel - ca. 50 cm hoch -, Bretterstapel, Mauervorsprünge und ähnliches).
Weitere Einzelheiten zum Igelschutz können bei der Arbeitsgruppe Igelschutz angefragt werden:
Arbeitsgruppe Igelschutz Dortmund e.V.
Anschrift und Erreichbarkeit44149 Dortmund
Vorbeugende Maßnahmen
Die beste Bekämpfungsmaßnahme ist die Vorbeugung. Wenn Ratten weder Nahrung noch Unterschlupf finden, werden sich diese nicht ansiedeln. Hierzu hat das Umweltbundesamt unter der
Neben einer kontinuierlichen Bekämpfung ist es bereits im Vorfeld unbedingt notwendig, einer Ansiedlung von Ratten entgegenzuwirken. Die wirksamste Vorbeugemaßnahme gegen Rattenbefall ist das rattensichere Bauen, das den Tieren den Zugang zu den von ihnen begehrten Objekten und Nahrungsquellen unmöglich macht. Dazu gehören vor allem Betonfundamente und ausbetonierte Keller und Stallräume.
Darüber hinaus sind alle Grundstücke in einem Zustand zu erhalten, welcher es möglichst ausschließt, dass Ratten sich dort aufhalten oder einnisten wollen. Ratten werden verstärkt durch mangelnde Hygiene im Außenbereich, unerlaubte Abfallablagerungen oder achtlos weggeworfene Speisereste angelockt.
Auch überfüllte, offene Mülltonnen und die Entsorgung von Speiseresten über die Toilette ziehen Rattenbefall nach sich. Mit Abfall gefüllte Kunststoffsäcke sind rattensicher aufzubewahren und erst kurz vor der Abholung an die Straße zu stellen. Ein regelmäßiger Rückschnitt stark wuchernder Sträucher oder Bodendecker ist häufig sehr hilfreich, einer Einnistung von Ratten vorzubeugen.
Die Regeln einer sachgemäßen Kompostierung müssen zwingend eingehalten werden. Geschlossene Kompostsysteme sind zu bevorzugen. Gekochte Speisereste und tierische Abfälle (Knochen und Fleisch) gehören nicht auf den Kompost. Weitere Informationen zum Thema Kompostierung erhalten Sie bei der EDG.
Häufig ist eine übertriebene Fütterung von Wildtieren und die Nichtbeseitigung von Futterresten für den Rattenbefall auf einem Grundstück mitverantwortlich. Hierzu zählt unter anderem auch die Winterfütterung von Vögeln auf dem Grundstück oder Balkon. Auch eine Tierhaltung im Freien oder in Stallungen (Hühner, Kaninchen, Pferde etc.) kann Rattenbefall nach sich ziehen, soweit ein ständiges Futterangebot besteht.
EDG Entsorgung Dortmund GmbH
Anschrift und Erreichbarkeit44147 Dortmund
Zum Thema
Stadt Dortmund – Ordnungsamt – Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsangelegenheiten
Fallmanagement Rattenbekämpfung
44135 Dortmund
Hinweise zu einem möglichen Rattenbefall können dem Fallmanagement Rattenbekämpfung schnell und unkompliziert mit dem Smartphone über den
Nachrichten
Ratten sind anpassungsfähig, vermehren sich schnell und können Krankheiten übertragen. Um ihre Ausbreitung einzudämmen, ruft die Stadt Dortmund auch 2026 wieder zu einer gemeinsamen Aktion zur Rattenbekämpfung auf – vom 16. Februar bis einschließlich 1. März.
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