Kultur & Freizeit
Wie mittelalterliche Liebestränke zum Wintertrend wurden
Im Deutschen Kochbuchmuseum dreht sich zum Valentinstag alles um die Kunst der Verführung – und das nicht nur kulinarisch. Kräuterexpertin Lydia Pokall enthüllt in ihrem Vortrag die Geheimnisse alter Liebestränke und zeigt, dass ein Hauch von Mittelalter noch heute in unseren Wintergetränken steckt.
Seit Jahrhunderten vertrauen Menschen auf die Kraft bestimmter Kräuter, um das Feuer der Leidenschaft zu entfachen. Lydia Pokall, Kräuterfachfrau und Ernährungsberaterin, hat tief in die historischen Rezeptbücher gegriffen und einen alten Liebestrank nachgemischt. Die Zutaten? Zimt, Nelken, Pfeffer, Kardamom und Ingwer – Gewürze, die nicht nur die Sinne betören, sondern auch heute in einer anderen Form heiß begehrt sind: „Etwas Ähnliches finden wir heute im Glühwein“, erklärt Pokall. „Alle Gewürze sorgen dafür, dass unsere Begierde gesteigert wird – passt ja auch zum Fest der Liebe.“
Alte Rezeptbücher, neue Inspiration
Die Bibliothek des
Mehr als nur Gewürze: Heilkräuter mit Wirkung
Neben den duftenden Liebestränken zeigt Pokall auch, wie ein einfaches Liebessalz mit Thymian, Petersilie, Rosmarin, Liebstöckel und Zimt hergestellt wird. Doch nicht alle historischen Mittelchen waren harmlos – einige uralte Liebeselixiere hatten durchaus gefährliche Nebenwirkungen, über die Pokall ebenfalls aufklärt.
Wer den Valentinstags-Vortrag verpasst hat…
Die Veranstaltung war schnell ausgebucht, aber keine Sorge: Weitere kulinarische Entdeckungsreisen stehen bevor. Am 8. April geht es um die Geheimnisse der „Grünen Soße“, einer hessischen Spezialität, und am 28. November dreht sich alles um Honig – ein Thema, das der Imkerin Pokall besonders am Herzen liegt.
Mehr Informationen gibt es unter:
Weitere Nachrichten