Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Soziales

„Niemand darf vereinsamen“: 30 Jahre GAST-HAUS statt Bank

Für die einen ist es eine warme „Oase“ in der City, für andere eine zentrale soziale Institution in Dortmund. 2026 feiert das GAST-HAUS Dortmund sein 30-jähriges Bestehen. Als die gemeinnützige Initiative als „GAST-Haus statt Bank“ am 14. Januar 1996 ihre Tür öffnete, zählte sie acht Mitarbeitende. Sechs Menschen kamen, um Hilfe zu suchen. Heute stehen insgesamt 360 ehrenamtliche Engagierte bis zu 400 Menschen täglich mit vielfältigen wichtigen Versorgungsangeboten zur Seite – 365 Tage im Jahr.

Informationen zum Datenschutz von dortmund.de finden in der städtischen Datenschutzerklärung .

Wie sieht die Arbeit im Gast-Haus aus? Ein Blick auf den Alltag der Anlaufstelle für obdach- und wohnungslose Menschen in Dortmund.

Die große GAST-HAUS-Geburtstagsfeier fand am Jubiläumstag mit 300 Gästen aus den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft im Forum des Mallinckrodt-Gymnasiums statt – unter ihnen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti.

„Das GAST-HAUS ist ganz besonders.“

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Forum des Mallinckrodt-Gymnasiums
Rund 300 Gäste aus der gesamten Stadtgesellschaft kamen zur GAST-HAUS Geburtstagsfeier ins Forum des Mallinckrodt-Gymnasiums.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Launig betonte Hendrik Wüst zu Beginn seiner Festrede die große Bedeutung des GAST-HAUSES für das soziale Miteinander – über die Grenzen Dortmunds hinaus: „Viele Menschen glauben, der Ministerpräsident geht nur zu ganz besonderen Sachen. Das stimmt, das ist so. Denn das GAST-HAUS ist ganz besonders.“

Der Leitgedanke der Initiative lautet: „Niemand darf vereinsamen – nicht in unserer Stadt, nicht in unserem Land“. Das GAST-HAUS steht für gelebte Nächstenliebe, für Wärme, Hoffnung, Gemeinschaft und das Gesehenwerden - unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensgeschichte.

Oberstes Ziel ist es, den Gästen mit Respekt und Würde zu begegnen und ihnen einen geschützten Raum zu bieten.

Hendrik Wüst
Hendrik Wüst
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

Wohnungslosigkeit bleibt eine soziale Herausforderung. Umso wichtiger ist es für betroffene Menschen, einen Anlaufpunkt mit Wärme und Gastfreundschaft zu haben. Das GAST-HAUS in Dortmund ist seit 30 Jahren ein Ort gelebter Solidarität. Ehrenamtliches Engagement ist eine unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft.

OB Kalouti: „Ein ganz fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur.“

OB Kalouti hob in seiner Ansprache die wichtige Rolle des GAST-HAUSES für die Menschen in der Stadt und die Dortmunder Stadtgesellschaft als Ort des Zusammenhaltes hervor. Er verwies dabei auf die Vielfalt an Fest-Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und vielen anderen Bereichen. Die Initiative sei heute „ein ganz fester Bestandteil der sozialen Infrastruktur dieser Stadt“.

170.000 GAST-HAUS-Gäste pro Jahr

Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Polit-Prominenz bei GAST-HAUS-Geburtstagsfeier.
Ministerpräsident Wüst und OB Kalouti gratulierten der GAST-HAUS-Geschäftsführerin Katrin Lauterborn zum 30. Geburtstag der Initiative.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

170.000 Menschen kamen 2025 in das GAST-HAUS. Neben der täglichen Versorgung mit Frühstück und einer warmen Mahlzeit am Abend gehören Körperpflege, Kleiderwechsel, Sozial-, Rechts- und Schuldnerberatung, seelsorgerische Begleitung und ein Kulturangebot zum festen Bestandteil der Arbeit.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der medizinischen Versorgung. In den hauseigenen Räumen an der Rheinischen Str. 20 des Mobilen Medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes der Stadt Dortmund erhalten die Gäste unentgeltliche Hilfe durch ein interdisziplinäres Gesundheitsteam, bestehend aus Allgemeinmedizinern, Zahnärzten, Gynäkologen, Augenärzten, Psychiaterin, Psychologin und Podologin.

Bürgerschaftliches Engagement

Das GAST-HAUS ist vollständig auf bürgerschaftliches Engagement und Spenden angewiesen. Lebensmittelspenden von Supermärkten, Bäckereien, Vereinen und Gemeinden sowie Kleiderspenden aus der Stadtgesellschaft ermöglichen den täglichen Betrieb. Ohne das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement wäre diese Arbeit nicht denkbar.

Alexander Kalouti
Alexander Kalouti
Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze

30 Jahre GAST-HAUS - das ist ein Anlass zum Feiern, zum Innehalten. Aber besonders zum Danke sagen. Das ist ein Jubiläum von 30 Jahren gelebter Verantwortung, ganz konkret und ohne Wenn und Aber.

Ökumenischer Träger und Erreichbarkeit

Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
GASTHAUS an der Rheinischen Straße.
Das GAST-HAUS an der Rheinischen Straße: Hier gibt es täglich viele wichtige Versorgungsangebote.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

Träger ist der Verein „Gast-Haus statt Bank e. V.“, eine christlich geprägte, aber nicht an eine Kirche gebundene ökumenische Wohnungslosen-Initiative.​

Das Haus in der Rheinischen Straße 22, 44137 Dortmund, öffnet täglich vormittags von etwa 8:00 bis 11:00 Uhr und zusätzlich montags bis mittwochs abends von 17:00 bis 20:00 Uhr.​

Jahres-Bilanz GAST-HAUS

• 140.000 Mahlzeiten ausgegeben
• 12.000 medizinische Behandlungen durchgeführt
• 25.000 Kleiderwechsel vorgenommen
• getragen von über 360 ehrenamtlich Engagierten, die jährlich mehr als 70.000 Arbeitsstunden leisten, auch an Feiertagen, Weihnachten und Neujahr

Schlagwörter

Engagement & Bürger*innenbeteiligung Soziales

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Naturschutzgebiet „Lanstroper See“: Früherer Bergbau gestaltete das Wasserschutzgebiet
Di 6. Oktober 2026
Scharnhorst
Der Lanstroper See in Dortmund
Bild: Stadt Dortmund / Stefanie Kleemann
Blick hinter die IGA-Kulissen: Kostenloses Baustellen- und Familienfest
Mo 5. Oktober 2026
Huckarde
Blick von oben über Industriegebäude
Bild: Dirk Baxmann
Wo baut die Stadt in den nächsten Jahren?
Mo 5. Oktober 2026
Frau mit Broschuere in der Hand
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
„Lassen Sie uns zusammenhalten": OB Kalouti im Video zum Tag der Deutschen Einheit
Sa 3. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Umjubelte Entscheidung: Dortmund und Bochum sind Exzellenz-Unis
Fr 2. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Rat bringt zusätzliche Schulplätze auf den Weg
Fr 2. Oktober 2026
Oberbürgermeister Alexander Kalouti sitzt im Rat zusammen mit Ratsmitgliedern und Stellvertretern des Rats der Stadt Dortmund.
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Tag der deutschen Einheit: Stadt verlegt vier Wochenmärkte vor
Do 1. Oktober 2026
Zwei junge Frauen laufen über den Wochenmarkt auf dem Hansaplatz und essen Trauben
Bild: Stephan Schütze
Rettung ohne Selbstgefährdung: DRZ lädt zum Innovation Hub Rettungsrobotik ein
Do 1. Oktober 2026
Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Rettungswagen.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Scharper
Westfalenhütte 2.0: Neue Pläne auf historischem Boden
Do 1. Oktober 2026
Innenstadt-Nord
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Bild: Stahm Architekten, Braunschweig
Komisches Gefühl? App zu LINa!
Mi 30. September 2026
Pavlina Gjorgjeska präsentiert die LINa-App
Bild: Stadt Dortmund / Beate Hassel
Bund fördert mit 4,1 Mio. Euro: Dortmunder Bäder gehen nicht baden
Di 29. September 2026
Schwimmbecken im Hallenbad Mengede
Bild: Sportwelt Dortmund
Rat entscheidet über weitere Schritte beim Schulbau und wichtige Projekte
Di 29. September 2026
Der neue Ratssaal von oben.
Bild: Stadt Dortmund
Welche Landmarken gehören in Dortmunds Skyline?
Mo 28. September 2026
Aus der Vogelperspektive ist die Dortmunder Innenstadt zu erkennen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmund zieht die Haushaltsbremse für das vierte Quartal
Mo 28. September 2026
Südseite des Dortmunder Rathauses aus der Vogelperspektive
Bild: Janus Skop
Kein Olympia-Zuschlag: „Dortmund wird starke Sportstadt bleiben“
Sa 26. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze