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Champions League

„Wir haben richtig Bock darauf“: So will Dortmund das CL-Finale feiern

Für den Champions-League-Finaltag (1. Juni) sind drei große Public Viewings geplant. Im Falle eines Sieges soll es am Tag darauf einen Jubelkorso durch die Innenstadt geben.

Die Stadtspitze informiert über den Ablauf des Champions-League-Finales und eines möglichen Meisterkorsos.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Die Stadtspitze informiert über den Ablauf des Champions-League-Finales und eines möglichen Korsos.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki

„Wir haben richtig Bock darauf“, freut sich Dortmunds OB Thomas Westphal bei der offiziellen Pressekonferenz zu dem Finalwochende. An drei prominenten Orten können Fans das Spiel live verfolgen. Dortmunds Marketing-Chefin Jennifer Rickers verspricht: „Wir werden bis nach Wembley zu hören sein.“

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So feiert Dortmund das Champions-League-Finale

Das sind die Pläne für das Finale

Das Finale der UEFA Champions League, das am 1. Juni um 21 Uhr in London angestoßen wird, ist in Dortmund an drei Orten zu verfolgen:

  • auf dem Festplatz Fredenbaum an der Eberstraße in der Innenstadt-Nord
  • auf dem Hansaplatz in der City
  • in den Westfalenhallen 3 und 4

Der Friedensplatz, der vielen Fans aus den Vorjahren als Public Viewing-Platz bekannt ist, kommt nicht infrage, da er durch das „Festival der Dortmunder Bierkultur“ bereits belegt ist.

Das größte Public Viewing, das Dortmund bisher gesehen hat, steigt auf dem Festplatz Fredenbaum an der Eberstraße in der Innenstadt-Nord. Bis zu 20.000 Fans werden dort das Spiel auf einer 95 qm großen Leinwand verfolgen und ein Fußballfest der Superlative feiern. Der Schaustellerverein Rote Erde richtet diese Veranstaltung aus. Los geht es mit einem bunten Programm mit Musik um 16 Uhr. Für eine ungestörte An- und Abreise wird die Stadt an der Eberstraße Haltverbote einrichten (ab Samstag, 1. Juni, 12 Uhr).

Bis zu 7.500 Menschen können das Spiel auf einer 53 qm großen Leinwand auf dem Hansaplatz erleben. Auch hier ist der Schaustellerverein Veranstalter und sorgt für kühle Getränke und Grillstände. Das Public Viewing dort startet gegen 19 Uhr im Anschluss an den Wochenmarkt.
Der Eintritt beim Public Viewing ist wie immer frei. Es herrscht ein striktes Glasverbot, das bei Einlasskontrollen überwacht wird.

Die Westfalenhallen öffnen ihre Hallen 3 und 4 für alle Fußballbegeisterten, die das Event lieber indoor genießen wollen. Dort stehen knapp 11.000 Stehplätze zur Verfügung. Tickets gibt es ausschließlich im Vorverkauf online über die Webseite der Westfalenhallen. Der Verkauf startet am Mittwoch, 15. Mai, 10 Uhr. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Parktickets vorab online zu erwerben.

Die Gäste können den zentralen Eingang Nord nutzen. Direkt am Eingang werden die Besucher*innen über mehrere Einlassschleusen zu den Hallen 3 und 4 geleitet. Ein Ticket berechtigt ausschließlich zum Eintritt in die jeweils zugewiesene Halle. Dort gibt es fest eingebaute Gastronomiestände und zusätzliche Bierwagen sowie weitere Angebote in den Außenbereichen. Einlass ist ab ca. 18 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören DJ-Sets und Live-Musik.

An- und Abreise zum Public Viewing

Alle drei Public-Viewing-Standorte sind sehr gut an das Stadtbahnnetz angebunden. Eine Herausforderung für DSW21 besteht darin, dass am 1. Juni parallel das Kultur-Festival „ExtraSchicht“ sowie auf dem Friedensplatz ein großes Bier-Fest stattfinden werden – es wird also phasenweise voll werden.

Am Finaltag werden alle Stadtbahnlinien von DSW21 länger unterwegs sein und die Fahrgäste mindestens bis 1 Uhr nachts ab Stadtmitte in die Außenbezirke bringen. Die U45 wird bis nach 1 Uhr in der Nacht die U41 bis „Fredenbaum“ bzw. ab „Fredenbaum“ verstärken. Auf den Linien U45/U46 wird DSW21 ab 18 Uhr im regulären 10- bzw. 15-Minuten-Takt durchgängig Zwei-Wagen-Züge einsetzen.

Wichtig für alle Fußballfans, die zu einem der Public-Viewing-Events fahren möchten: Die Stadtbahnen der U43 fahren aus Richtung Dorstfeld / Stadtmitte kommend aufgrund von Bauarbeiten nur bis Wambel / Pothecke. Ab der Haltestelle „Rüschebrinkstraße“ setzt DSW21 bis Wickede sowie in Gegenrichtung Busse ein. Der mögliche Korso am Sonntag startet um 16:09 Uhr

Meisterfeier Borsigplatz
Bild: Marcus Wegerhoff
Wie bereits bei der Meisterfeier 2012 startet der Jubelkorso im Falle eines Sieges am berühmten Borsigplatz.
Bild: Marcus Wegerhoff

Der Sieg – und dann?

Sollte Borussia Dortmund die Champions League gewinnen, wird das in der ganzen Innenstadt mit einem Korso gefeiert. Der Truck mit den erfolgreichen Spielern dreht traditionell zunächst eine Ehrenrunde um den Borsigplatz und bewegt sich von dort aus über Weißenburger Straße, Ostwall und Südwall bis Hoher Wall/Ecke Lange Straße.

Der Start ist für 16:09 Uhr vorgesehen, das Ziel sollte nach mehr als vier Kilometern und circa vier Stunden erreicht sein. Der Fahrzeug-Konvoi besteht aus dem rund zehn Meter langen Mannschafts-Truck, einem Begleitfahrzeug für Medienvertreter*innen und einigen weiteren Fahrzeugen. Die Spitze bildet die Polizei, als „Besenwagen“ fungieren Kehrmaschinen der EDG und Einsatzfahrzeuge des Tiefbauamts. Weitere Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Auf dem Borsigplatz und entlang der Strecke herrscht aus Sicherheitsgründen ein Mitführungs- und Verkaufsverbot für Glasflaschen.

Die Kapazität auf dem Borsigplatz ist aus Sicherheitsgründen begrenzt, die Auslastung wird streng kontrolliert. Zur Entlastung und Entfluchtung werden Flächen eingerichtet. Wer den Korso-Start am Borsigplatz erleben will, sollte sich dort also frühzeitig einen Platz sichern.

Die Mannschaft wird am Nachmittag am Airport Dortmund aus London zurückerwartet. Die Spieler werden allerdings am Flughafen für Fans definitiv nicht zu sehen sein. Die Sicherheitsbehörden raten deshalb dringend davon ab, sich dorthin zu begeben. Stattdessen sollte man sich rechtzeitig einen guten Platz an der Korso-Strecke oder am Borsigplatz sichern.

Das ist beim Korso zu beachten

Für den Korso wird die Stadt Dortmund Halteverbote und Sperrungen einrichten. Haltverbote entlang der Korso-Strecke gelten ab Sonntag, 2. Juni, 1 Uhr. Der Borsigplatz wird bereits ab 7 Uhr für den fließenden Verkehr gesperrt. Ab Samstag, 1. Juni, 6 Uhr werden die Stellflächen für die Übertragungswagen der Fernsehsender mit einem Halteverbot gekennzeichnet. Die Verkehrsüberwachung des Ordnungsamtes bittet dringend darum, die Halteverbote zu beachten, da ansonsten abgeschleppt wird.

Kehrt der BVB am Sonntag mit dem Henkelpott aus London zurück, wird DSW21 auf den Linien U41, U42, U43 und U47 ganztägig Zwei-Wagen-Züge einsetzen und so die Fahrgast-Kapazität für den Korso maximal erhöhen. Die U44 wird wegen der Sperrung der Korso-Strecke im Bereich Borsigplatz nur bis „Geschwister-Scholl-Straße“ fahren.

Do’s und Dont’s an der Korso-Strecke

  • Kleinkinder und Kinder in Kinderwagen nicht in große Menschenmengen mitnehmen
  • keine Haustiere mitbringen
  • die Halteverbote entlang der Strecke einhalten
  • keine Glasflaschen und Pyrotechnik mitbringen
  • möglichst keine Rucksäcke oder größeren Taschen mitführen
  • Anwohner*innen entlang der Strecke, vor allem rund um den Borsigplatz, sollten ihre Fahrzeuge am Sonntag an einen anderen Ort bringen, um sie vor Beschädigungen zu schützen.

Carsten Cramer
Geschäftsführer Borussia Dortmund

"Das schreit danach, dass wir das alles zum Einsatz bringen. Wir wollen aus dem 2. Juni einen Festtag machen."

Am Hauptbahnhof wird’s voll

Reisende, die am Wochenende 1./2. Juni mit dem Zug unterwegs sind, müssen mit vollen Zügen und Bahnhöfen rechnen. Das betrifft insbesondere Fußballfans, die über den Dortmunder Hauptbahnhof anreisen. Auch an den anderen Bahnhöfen und Haltepunkten im Dortmunder Stadtgebiet kann es aufgrund des erhöhten Reiseaufkommens zu Beeinträchtigungen kommen. Nach Ende der Fußballübertragung kann es zu längeren Wartezeiten an den Bahnhöfen und vor dem Hauptbahnhof in Dortmund kommen.

Sport

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