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Bürger*innen sollen Forschung unterstützen und Amphibienwanderungen im Frühjahr beobachten

Frösche, Kröten, Molche und Salamander wandern im Frühjahr zu ihren Laichgewässern. Jetzt ist die beste Zeit, um sie zu beobachten und bei Observation.org oder in der App "ObsIdentify" zu melden. Dadurch wird die Forschung unterstützt. Straßenschilder zur Amphibienwanderung oder Amphibienzäune entlang der Straßen können dabei helfen.

Bild: Andreas Kronshage
Die Knoblauchkröte ist eine kleine, braun-graue Krötenart, die bis zu 6 cm groß wird. Bei Bedrohung kann sie ihren Körper aufblasen und einen knoblauchartigen Geruch ausstoßen.
Die Knoblauchkröte ist eine kleine, braun-graue Krötenart, die bis zu 6 cm groß wird. Bei Bedrohung kann sie ihren Körper aufblasen und einen knoblauchartigen Geruch ausstoßen.
Bild: Andreas Kronshage

Amphibien, auch Lurche genannt, wandern im Februar/März zu ihren Laichgewässern. Daher ist jetzt eine gute Zeit, um die aktiven Tiere oder auch schon die Larven zu beobachten und bei Observation.org oder in der App "ObsIdentify" zu melden – und damit die Forschung zu dieser Tiergruppe zu unterstützen.

Das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund rufen zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und den regionalen Partnern dazu auf, die Tiere zu beobachten und beim "Bioblitz" zu melden. Beim Bioblitz können alle Interessierten mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Pflanzen, Pilze und Tiere innerhalb ihrer Stadt erforschen.

21 Amphibienarten in Deutschland

Es gibt in Deutschland 21 Amphibienarten. Die heimischen Arten gehören den Ordnungen der Schwanzlurche (Salamander, Molche) und Froschlurche (z.B. Frösche, Kröten, Unken) an. Bei milderen Temperaturen im Frühjahr machen sich die Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgründen, wo sie dann einige Tage oder auch mehrere Wochen bleiben. Doch die Wanderungen sind gefährlich für die Tiere. Wenigen Menschen ist bewusst, dass Amphibien meistens bei Nacht wandern, weil dann die Luftfeuchtigkeit höher ist und die Tiere nicht austrocknen.

Gefahren für Amphibien: Straßen und Zerstörung des Lebensraums

Nicht nur durch Straßen sind die Amphibien gefährdet, sondern besonders auch durch die Zerstörung ihres Lebensraums, erklärt Dr. Andreas Kronshage, Zoologe und Gewässerökologe vom LWL-Bildungs- und Forschungszentrum Heiliges Meer. "Amphibien sind stark an ihren Lebensraum gebunden. Sie benötigen Feuchtbiotope zum Laichen." Zum Schutz verschiedener Amphibienarten werden u.a. die Bestände erfasst. Andreas Kronshage berichtet: "Die Knoblauchkröte ist vom Aussterben bedroht. Im Naturschutzgebiet Heiliges Meer wird sie seit 50 Jahren beobachtet." Auch die Vorkommen in der Umgebung des Naturschutzgebietes werden erfasst durch eigene Kartierungen oder auch in Zusammenarbeit mit Universitäten.

Bild: Andreas Kronshage
Der Moorfrosch hat eine grüne bis braune Farbe mit dunklen Flecken auf dem Rücken
Im Frühjahr wandern Amphibien wie Frösche, Kröten, Molche und Salamander zu ihren Laichgewässern. Man kann sie jetzt bei ihrer Wanderung beobachten und melden, um die Forschung zu unterstützen. Besonders der seltene Moorfrosch ist jetzt zu sichten.
Bild: Andreas Kronshage

Beim Bioblitz 2023 mtmachen und die Natur entdecken

Alle Interessierten können beim Bioblitz 2023 mitmachen. Zur Bestimmung der entdeckten Tiere mit der App braucht man nur ein Smartphone und einen Account bei Observation.org. Wer mehr über Amphibien und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende, Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Bioblitz-Partner annehmen, bei denen man die Natur kennen lernen kann.

Infos zum "Bioblitz 2023"

http://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/wissenschaft/buergerwissenschaft/bioblitz-2023/

Observation.org

http://observation.org/

Ergebnisse der "Bioblitze 2023"

http://observation.org/bioblitz/categories/landkreise-and-kreisfreie-stadte-2023/?

Schlagwörter

Studium, Wissenschaft & Forschung Kultur & Freizeit Umwelt, Nachhaltigkeit & Klimaschutz

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