Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Engagement

Dortmund plant Gipfeltreffen mit anderen Städten gegen Antisemitismus

"Mayors Summit Against Antisemitism", also Oberbürgermeister*innen gegen Antisemitismus, heißt das Treffen, das Dortmund Ende 2023 plant. Der Verwaltungsvorstand wird dem Rat der Stadt die Ausrichtung empfehlen. Der Rat wird in seiner Juni-Sitzung darüber entscheiden.

Das Spitzentreffen "Mayors Summit Against Antisemitism" findet seit 2021 mit Oberbürgermeister*innen aus ganz Europa und Nordamerika statt. Beim Gipfel im Jahr 2022 in Athenkamen 80 Stadtspitzen sowie 70 weitere Repräsentant*innen zusammen. Das Treffen 2023 findet vom 29. November bis 1. Dezember in Kooperation mit dem Combat Antisemitism Movement (CAM) und dem Center for Jewish Impact statt.

Standort Dortmund als erste Wahl

Bild: Stadt Dortmund / Eleni Arapidis
VV Mayors Antisemistism
Bild: Stadt Dortmund / Eleni Arapidis

In Dortmund setzen sich Stadtverwaltung und die gesamte Stadtgesellschaft seit langem für eine konsequente Auseinandersetzung mit Antisemitismus sowie die Förderung jüdischen Lebens ein. Der internationale Austausch zwischen den Oberbürgermeister*innen soll dazu beitragen, den Bedarfen der Betroffenen Rechnung zu tragen und Best Practice-Beispiele für globale Strategien zu veranschaulichen.
Die Wahrnehmung von Antisemitismus unterscheidet sich international, je nach Sozialisation und Umgang mit der eigenen Geschichte, und ist auch von eigenen Stereotypen und Kontakten geprägt. Öffentliche Förderprogramme bilden diese Prägung ab und orientieren sich nur teilweise an den tatsächlichen Bedürfnissen der von Antisemitismus Betroffenen.

Doch nicht nur deswegen sieht Sacha Roytman Dratwa, Geschäftsführer der CAM, Dortmund als besten Platz für diese Veranstaltung: "Hier gibt es einer über tausendjährige jüdische Geschichte und das jüdische Leben wird in Dortmund immer noch zelebriert – andere Städte können von Dortmund lernen", lobte er bei der Presskonferenz des Verwaltungsvorstands, am Dienstag, den 9. Mai.

Die jüdische Community freut sich

Zum "Mayors Summits Against Antisemitism“ eingeladen werden neben den Oberbürgermeister*innen auch Vertreter*innen der Europäischen Kommission und der Bundesregierung, Antisemitismusbeauftragte des Bundes und der Länder sowie die Landesregierung.
Die jüdische Gemeinde Dortmund begrüßt die Durchführung des Gipfeltreffens gegen Antisemitismus 2023 in Dortmund und wird sich am Programm beteiligen. Der Rabbiner der Stadt Dortmund Avigdor Moshe Nosikov beteuert: "Es ist eine große Ehre für uns diese Event in Dortmund zu haben.“ Er sieht in der Veranstaltung eine große Chance. Das "Mayors Summit Against Antisemitism" sei eine gute Gelegenheit um Toleranz zu fördern und um Gleichheit auf allen Ebene herzustellen.

Die Stadt setzt auf Engagement

Bereits im Jahr 2019 hatte der Rat der Stadt die "Grundsatzerklärung zur Bekämpfung von Antisemitismus" beschlossen. Um diesem Beschluss Rechnung zu tragen, engagiert sich die Stadt Dortmund im "Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus", pflegt enge Kontakte zur jüdischen Gemeinde Groß-Dortmund, fördert und initiiert Präventionsmaßnahmen, richtet Gedenkveranstaltungen aus und hat in Kooperation mit vielen weiteren Akteuren einen bundesweiten Fachtag im Themenfeld durchgeführt.

"Wir sind stolz, dass wir Teil dieser Gemeinschaft von internationalen Städten gegen Antisemitismus sind", so Oberbürgermeister Westphal bei der Ankündigung des Gipfeltreffens, "wir setzen jetzt auf gute Zusammenarbeit."

Schlagwörter

Internationales LSBTIQ*

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Rettung ohne Selbstgefährdung: DRZ lädt zum Innovation Hub Rettungsrobotik ein
Do 1. Oktober 2026
Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Rettungswagen.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Scharper
Westfalenhütte 2.0: Neue Pläne auf historischem Boden
Do 1. Oktober 2026
Innenstadt-Nord
Luftbildaufnahme des Westfalenhüttengeländes
Bild: Stahm Architekten, Braunschweig
Komisches Gefühl? App zu LINa!
Mi 30. September 2026
Pavlina Gjorgjeska präsentiert die LINa-App
Bild: Stadt Dortmund / Beate Hassel
Comic-Kunst auf höchstem Niveau: Keum Suk Gendry-Kim ausgezeichnet
Mi 30. September 2026
Portrait der südkoreanischen Zeichnerin und Autorin Keum Suk Gendry-Kim.
Bild: Keum Suk Gendry-Kim
Streuobstwiesen: So viel darf ich pflücken
Mi 30. September 2026
Viele Grabstätten in einer Streuobstwiese
Bild: Friedhöfe Dortmund
Bund fördert mit 4,1 Mio. Euro: Dortmunder Bäder gehen nicht baden
Di 29. September 2026
Schwimmbecken im Hallenbad Mengede
Bild: Sportwelt Dortmund
Rat entscheidet über weitere Schritte beim Schulbau und wichtige Projekte
Di 29. September 2026
Der neue Ratssaal von oben.
Bild: Stadt Dortmund
Mord am Hellweg: Spionage, Krimi-Duelle und queere Perspektiven
Di 29. September 2026
Einkaufende auf dem Westenhellweg
Bild: Anja Cord
Sicherheit fährt vor: Hier entsteht Dortmunds erste Fahrradzone
Do 1. Oktober 2026
Brackel
Fahrradweg
Bild: Adobe Stock / Pink Badger
Welche Landmarken gehören in Dortmunds Skyline?
Mo 28. September 2026
Aus der Vogelperspektive ist die Dortmunder Innenstadt zu erkennen.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Perspektiven für das Azad-Haus am Hansaplatz vorgestellt
Mo 28. September 2026
Einige Menschen sitzen auf einem Haufen Teppich und halten eine Machbarkeitsstudie als Plakat in der Hand.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Dortmund zieht die Haushaltsbremse für das vierte Quartal
Mo 28. September 2026
Südseite des Dortmunder Rathauses aus der Vogelperspektive
Bild: Janus Skop
Stadt prüft, ob alle Hunde angemeldet sind
Mo 28. September 2026
Paar mit Hund auf Wiese vor Dortmunder Skyline
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Kein Olympia-Zuschlag: „Dortmund wird starke Sportstadt bleiben“
Sa 26. September 2026
Bild: Stadt Dortmund / Stephan Schütze
Ausnahmetalent Matthew Aucoin bei den Dortmunder Philharmonikern
Fr 25. September 2026
Matthew Aucoin im Portrait. Er dirigiert ein Orchester.
Bild: Steven Laxton