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Freie Bahn für höhere Temperaturen in Hallenbädern - Krisenstab entscheidet über Energiesparmaßnahmen

Mit Blick auf die Mitte April auslaufende Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung hat der Krisenstab der Stadt Dortmund einige Beschlüsse gefasst. Darunter fallen auch die Wassertemperaturen in städtischen Bädern.

Beschluss eins betrifft die Gebäude der Stadtverwaltung Dortmund: Hier sollen Gemeinschaftsflächen nach Auslaufen der "Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen" (kurz: EnSikuMaV) nicht weiterhin beheizt werden. Also: Auch wenn die Verordnung ausgelaufen ist, bleiben beispielsweise Flure und Treppenhäuser unbeheizt.

Die Maßnahme bewirkt keine spürbaren Einschränkungen für die Nutzer*innen der städtischen Gebäude. Auch aus gebäudetechnischer Sicht ist eine Beheizung nicht erforderlich. Bei einem Verbrauchseinsparpotenzial von ca. 0,8 GWh/a soll diese Maßnahme daher dauerhaft aufrechterhalten werden.

Erstrahlen wieder in der Nacht: Beleuchtete Denkmäler

Zweite beschlossene Maßnahme: Die Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude sowie die Beleuchtung von Denkmälern und Werbeanlagen sollen wieder eingeschaltet werden.

Durch das Wiedereinschalten werden städtische Bauwerke im Licht inszenziert - was die Aufenthaltsqualität in der Stadt verbessern soll. Auch das durch die Maßnahme punktuell eingeschränkte Sicherheitsgefühl der Bürger*innen kann durch die Wiedereinschaltung gestärkt werden.

Wasser wird wieder wärmer in städtischen Hallenbädern

In den vergangenen Monaten oft ein Zankapfel, gibt es nun auch hier eine Lösung: Die Wassertemperaturen in den städtischen Hallenbädern werden ab dem 1. April auf 26 Grad Celsius in den Schwimmbecken sowie auf 30 Grad Celsius in den Nichtschwimmer*innenbecken angehoben. Privaten Badbetreiber*innen wird die Stadt ebenfalls empfehlen, so zu verfahren.

Die Wassertemperaturen in den städtischen Hallenbädern sind aufgrund einer Entscheidung des Verwaltungsvorstandes im August 2022 um zwei Grad Celsius auf 24 Grad Celsius in den Schwimmbecken sowie um einen Grad Celsius auf 29 Grad in den Nichtschwimmer*innenbecken gesenkt worden. Nach Auskunft der Vereine beeinträchtigt die niedrigere Temperatur insbesondere das Training im Leistungssport sowie die Schwimmausbildung.

Süd- und Nordbad hoffen auf mehr Fernwärme

Bislang hat die Stadt Dortmund potenzielle Verbrauchseinsparungen höher bewertet als die mit den Temperaturabsenkungen verbundenen Einschränkungen für die Schwimmer*innen.

Hier ist nun eine Neubewertung geboten: Zum einen hat sich die Energieversorgungslage entspannt, zum anderen speist sich mit steigenden Außentemperaturen die Fernwärme, mit der die städtischen Bäder (Süd- und Nordbad) beheizt werden. Daher soll die Temperatur wieder angehoben werden.

OB lobt bisherige Einsparungen

In der aktuell guten Energielage könne sich die Stadt Dortmund erlauben, die Temperaturen im Süd- und Nordbad hochzusetzen, sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag, 28. März, stellte er die Beschlüsse des Krisenstabs vor. Vorbehaltlich der nächsten Wochen und ohne die Erwartung, extremes Aprilwetter zu erleben, sagte Westphal: "Wir gehen stabil aus diesem Winter."

Schwimmer
Bild: Adobe Stock / Шимко Ілля
Bild: Adobe Stock / Шимко Ілля

Sporteln in der Halle wieder bei 17 Grad Raumtemperatur

Was den Schulsport betrifft, soll das bisherige Absenken der Temperatur in den Sporthallen zum 17. April Geschichte sein. Bis zum Ende der Heizperiode am 30. April soll in den Sporthallen wieder eine Raumtemperatur von 17 Grad Celsius herrschen - 17 Grad ist laut Empfehlungen für den Schulsport und der DIN 18032-1 ausreichend.

Bei den maschinellen Lüftungsanlagen (RLT-Anlagen) soll versucht werden, den Frischluftanteil in Verbindung mit einem gesteigerten Umluftanteil beizubehalten. Die aktuelle Einstellung der maschinellen Lüftungsanlagen bzgl. Frischluft- und Umluftanteilen entspricht dem Regelbetrieb vor der Corona-Krise.

Sparen bei der Straßenbeleuchtung geht weiter

Zudem beschloss der Krisenstab, bei der Straßenbeleuchtung die sogenannte Nachtabsenkung um eine Stunde auszudehnen. Zudem soll eine reduzierte Brenndauer um 30 Minuten beibehalten werden. Grund dafür ist, dass es keinerlei Beschwerdelagen o.ä. gab. So kann das Ziel verfolgt werden, Energie effizient einzusetzen und die Chance wird möglich, Leuchtmittel und Steuerungsfunktionen zu erneuern.

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