Stadt Dortmund Wappen
Newsroom

Stadtentwicklung

Kühne Visionen verwirklicht: Hafenquartier Speicherstraße wird zum digitalen Vorzeigeort

Fortschritt im Hafenquartier: 12. Bürger*innen-Dialog begeisterte Teilnehmende. Rund 80 Menschen erlebten vor Ort den zügigen Ausbau des modernen und innovativen Standorts mit Fokus auf Digitalität und erhielten einen Blick in die Zukunft während des zweistündigen Rundgangs.

Bild: Frank Flige
Zahlreiche Besuchenden empfing die Akademie für Theater und Digitalität
In der Akademie für Theater und Digitalität gibt es keine Bühnen - jedoch wird hier ausgetestet, was technisch geht – und was nicht. Ein Forschungslabor für darstellende Künste - einzigartig in ihrer Arbeit und ihren Möglichkeiten.
Bild: Frank Flige

Fraunhofer-Institut und Theaterakademie als Gastgeber des Dialogs

Zwei Gastgeber hatten die interessierten Bürger*innen am 16. Mai zu sich "nach Hause" eingeladen: das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) und die Akademie für Theater und Digitalität als Sparte des Dortmunder Theaters. ISST-Leiter Prof. Dr. Boris Otto, als Hamburger ein Wahl-Dortmunder mit hoher Wasser-Affinität, lobte die Entwicklung in den höchsten Tönen: "Man merkt, dass an der Speicherstraße gerade richtig was entsteht. Hier siedeln sich viele kreative Leute an. Wir netzwerken längst mit unseren Nachbarn. Für uns war das wie ein Sechser im Lotto." Womit er die Ansiedlung des ISST im "Leuchtturm" meint. In dem modernen Gebäude gegenüber vom Alten Hafenamt »baut« das ISST Software. Hier entstehen die digitalen Lösungen und Anwendungen für die Zukunft.

Dass das Gebäude "zwar groß, aber nicht groß genug für alle 150 Mitarbeiter*innen ist", findet Otto nicht schlimm – sondern sogar gut. "Das klassische Arbeiten im 'eigenen' Büro mit Kaktus oder Yuka-Palme gibt’s bei uns nicht mehr." Stattdessen unterschiedlichste Grundrisse und variable Nutzungsmöglichkeiten. Größere Meeting-Räume und kleinere "Denker-Zellen". Offene und geschlossene Bereiche und (nicht nur) für Pausen eine Terrasse mit Hafenblick. "Flex Desk" heißt das Modell beim ISST – zu dem auch gehört, dass Mitarbeitende den Kolleg*innen mindestens einmal in der Woche "die Chance geben, sie persönlich im Leuchtturm anzutreffen".

Akademie für Theater und Digitalität: Forschungslabor für darstellende Künste

Station 2 des Bürger-Dialogs lag nur 100 Meter weiter nördlich. Die Akademie für Theater und Digitalität. Auf dem Dach stehen Bäume. Keine Topfpflanzen, sondern richtige Bäume. In den nächsten 15 Jahren sollen sie sich zu einem Wald verdichten. Bis zu 18 Meter hoch. So wird das Dach zum riesigen Regenwasserspeicher. Eine Herausforderung für Architekten und Statiker wie auch für Garten- und Landschaftsbauer. Bis zu 80.000 Liter kann das Dach aufnehmen und an den Wald abgeben. Gut für die Umwelt. Prima fürs Mikroklima und nachhaltig.

Unter dem Dach tüfteln Fachleute an Hightech-Lösungen für Theater. Auch wenn sich die Akademie mit einem Platz zur Speicherstraße hin öffnet und mit Panoramafenstern zum Hineinschauen einlädt, ist sie keine Bühne. Sie hat keinen Zuschauerraum und führt nichts auf. Vielmehr simuliert sie real existierende Bühnen und Theaterräume, um auszutesten, was technisch geht – und was nicht. Ein Forschungslabor für darstellende Künste, wenn man so will. Die Akademie ist einzigartig in ihrer Arbeit und ihren Möglichkeiten und damit ein Anziehungspunkt für Expert*innen und Stipendiat*innen aus aller Welt.

Nachhaltige Entwicklung: Gründungsgesellschaft und Ausblick auf die nördliche Speicherstraße

Einen Ausblick auf die Entwicklung der nördlichen Speicherstraße ("Quartier für alle") gab es abschließend auch. Ludger Schürholz, Geschäftsführer von d-Port21, der eigens gegründeten Entwicklungsgesellschaft von DSW21 und Hafen AG, ist guter Dinge, "dass wir in zwei, drei Jahren auch im nördlichen Bereich ähnlich eindrucksvolle Umsetzungen erleben können wie jetzt schon im Süden der Speicherstraße". Dafür spricht, dass der Rahmenplan inzwischen überarbeitet ist und nun durch politische Beschlüsse in einen Bebauungsplan überführt werden kann. Zudem wird DEW21 die Anbindung an das neue Fernwärmenetz herstellen. Eine der Voraussetzungen für die nachhaltige, klimafreundliche Entwicklung des Quartiers.

Schlagwörter

Studium, Wissenschaft & Forschung Wirtschaft Kultur & Freizeit

Weitere Nachrichten

Mehr Nachrichten
Viel Verkehr am Samstag & B1 bleibt gesperrt
Fr 23. Oktober 2026
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Erstes YU Festival im Dortmunder U: Digitale Kunst zum Mitmachen
Fr 23. Oktober 2026
H Bahn
Bild: Julie C. Stamm
„Hänsel und Gretel 2.0“ feiert Premiere
Do 22. Oktober 2026
Innenstadt-Nord
Das Ensemble des Jugendtheaters
Bild: Philip Welchering
Ein neues Herz für den Westfalenpark: Grundstein am Zentralplatz gelegt
Mi 21. Oktober 2026
Vier Personen deuten einen Spatenstich auf einer Baustelle im Westfalenpark an.
Bild: Stadt Dortmund / Oliver Schaper
Fußball, Liebe, Konflikte, und Demokratie: Literatur für alle beim LesArt.Festival
Di 20. Oktober 2026
Autorin Julia Regett hält ihr Buch „Lass es raus, Knotenklaus“ in der Hand.
Bild: Julia Regett
Der Herr der Nacht: Ballett Dortmund feiert deutsche Erstaufführung von Dracula
Mo 19. Oktober 2026
Ein Mann wurde wie Dracula geschminkt. Die linke Seite ist weiß gehalten, die rechte Gesichsthälfte in dunklen Tönen.
Bild: Leszek Januszewski
greenhouse.ruhr zeichnet die besten Gründungsideen 2026 aus
Fr 16. Oktober 2026
Bild: Wirtschaftsförderung Dortmund/ Andreas Buck
Energiewende in der Mietwohnung: Infoveranstaltung klärt auf
Fr 16. Oktober 2026
Ein Solarpanel.
Bild: Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie
Parasiten im Naturmuseum: Sonderausstellung zeigt Überlebenskünstler
Do 15. Oktober 2026
Waschbär an der Mülltonne in der Parasiten-Ausstellung im Naturmuseum Dortmund.
Bild: Naturmuseum / Sabine Richmann
EngagementDO bringt gemeinnützige Organisationen zusammen
Mi 14. Oktober 2026
Ehrenamtliche liegen im Rathaus auf dem Boden, in der Mitte steht in großen Lettern "Danke!".
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki
Konzerthaus Dortmund gewinnt OPUS KLASSIK für das SLOW-Festival
Mi 14. Oktober 2026
Das Konzerthaus Dortmund gewinnt den OPUS KLASSIK.
Bild: Stadt Dortmund / Marcus Wegerhoff
Die Party geht weiter: Zwei neue Festivals in der Dortmunder City
Di 13. Oktober 2026
Westenhellweg Dortmund
Bild: Roland Gorecki
Museum Ostwall zeichnet Künstlerin Nezaket Ekici aus
Mo 12. Oktober 2026
Vier Personen stehen auf der Bühne. Nezaket Ekici wird vom OB Kalouti für ihre Werke ausgezeichnet.
Bild: Jürgen Spiler
Infoabend in Barop: H-Bahn soll zur Ortsmühle verlängert werden
Mo 12. Oktober 2026
Hombruch
H-Bahn-Station "Universität S"
Bild: Dagny E. Klemm
Füllstand im Blick: Dortmund stellt 92 smarte Mülltonnen auf
Fr 9. Oktober 2026
Zwei Frauen und vier Männer stehen neben dem neuen smarten Mülleimer - dieser kann digital auslesen, wie voll der Mülleimer ist.
Bild: Stadt Dortmund / Roland Gorecki