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Nach Top-WM: Westfalenhallen offiziell Kultstätte des Handballsports

Die Dortmunder Westfalenhalle gehört zu den größten überdachten Arenen Deutschlands und ist seit Jahrzehnten eine der wichtigsten Adressen für den Handballsport. Für den Deutschen Handballbund (DHB) gilt sie als „die“ traditionsreichste Spielstätte.

In der Westfalenhalle fanden zahlreiche internationale Handball-Begegnungen der Frauen- und Männer-Nationalmannschaften sowie der weiblichen und männlichen Nachwuchsteams des DHB statt. Diese besondere Bedeutung hat der Verband nun mit einer offiziellen Ehrung unterstrichen und die Westfalenhalle mit dem „Historischen Handball des DHB“ ausgezeichnet.

„Kultstätte des Handballsports“ und Gründungsort der Bundesliga

DHB-Präsident Andreas Michelmann überreichte die handballhistorische Auszeichnung an Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe. Die künstlerisch gestaltete Wandplastik wird künftig im Eingangsbereich der Westfalenhalle angebracht und ist damit für alle Handball-Fans gut sichtbar. Sie erinnert dauerhaft an die besondere Rolle der Arena für die Entwicklung des Handballs in Deutschland.

Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe
Sabine Loos
Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe
Bild: Leon Müller

Die Westfalenhalle ist seit Jahrzehnten eine echte Kultstätte des Handballsports. Hier wurden Weltmeister gekrönt, hier hat die Nationalmannschaft unzählige emotionale Momente erlebt. Und gleich nebenan, im Silbersaal, wurde 1966 die Handball-Bundesliga aus der Taufe gehoben.

Herausragende Bedeutung

Mit dem „Historischen Handball“ markiert der DHB ausgewählte Orte, die für die Geschichte des Handballs in Deutschland von herausragender Bedeutung sind. Die Westfalenhalle ist erst der dritte Standort, der diese Auszeichnung erhält: Zuvor wurden bereits die Stadthalle Mülheim an der Ruhr als Gründungsort des Deutschen Handballbundes sowie das Stadion am Zoo in Halle (Saale) als Schauplatz des ersten (Feld-) Handball-Länderspiels der Welt geehrt.

Goldsaal als Symbol der Wiedervereinigung des Handballs

Bild: DHB/Marco Wolf
Übergabe "Historischer Handball"
DHB-Präsident Andreas Michelmann mit Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, und Frauke Füsers, Sozialdezernentin für Dortmund (v.l.).
Bild: DHB/Marco Wolf

Die enge Verbindung des Deutschen Handballbundes mit dem Standort Dortmund zeigt sich nicht nur in der Arena selbst, sondern auch im angrenzenden Kongressbereich der Westfalenhallen Unternehmensgruppe. Am 8. Dezember 1990, also vor 35 Jahren, fand im Goldsaal der 23. (Außerordentliche) Bundestag des DHB statt, bei dem die fünf ostdeutschen Landesverbände aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in den Verband aufgenommen wurden.

An diesem Tag wuchs der DHB um mehr als 100.000 Mitglieder sowie mehrere tausend Mannschaften und markierte einen sporthistorischen Meilenstein auf dem Weg zu einem gesamtdeutschen Handballverband, nur wenige Schritte von der Westfalenhalle entfernt. Mit der Auszeichnung als „Historischer Handball“-Ort und der erneuten Rolle als WM-Spielstätte setzt sich die gemeinsame Geschichte von DHB und den Westfalenhallen fort und schlägt zugleich ein neues Kapitel für künftige Handball-Highlights am Traditionsstandort Dortmund auf.

Dortmund als Handball-Hochburg

Erfahren Sie in unserer News mehr über Dortmunds Geschichte als Handball-Hochburg .

Handball-Highlights aus 100 Jahren Westfalenhallen Dortmund

Bereits in den 1930er-Jahren fanden erste Handballspiele in der ersten Westfalenhalle statt, als die Ära des deutschen Hallenhandballs begann. Seit den 1950er-Jahren prägen nationale und internationale Spitzenspiele den Ruf der Dortmunder Westfalenhalle als Handball-Hochburg.Zu den wichtigsten Stationen gehören unter anderem:

    21.03.1954: Erstes Länderspiel einer DHB-Männer-Nationalmannschaft in der Westfalenhalle

    15.02.1959: Erster Dortmunder Länderspiel-Sieg gegen Schweden

    01.–12.03.1961: IV. Hallenhandball-Weltmeisterschaft der Männer (Haupt- und Finalrunde)

    04.09.1965 / 23.04.1966: Beschluss zur Gründung der Handball-Bundesliga in Dortmund bzw. im Silbersaal der Westfalenhalle

    07.–13.11.1965: Endrunde der III. Frauen-Weltmeisterschaft, Bronze für die DHB-Frauen

    25.03.1967: Erstes Bundesliga-Endspiel um die Deutsche Meisterschaft in der Westfalenhalle

    28.04.1967: Endspiel um den Europapokal der Landesmeister (Männer)

    1979: Geburt des Handball-Supercups

    1979–1989: Mehrfacher Spielort des Supercups für Männer-Nationalmannschaften

    1982: Spiele der X. Männer-Weltmeisterschaft (Gruppenphase und Endrunde)

    2005: Erste Doppelbegegnung der deutschen Herren- und Damen-Handballnationalmannschaften überhaupt (gegen Slowenien)

    2007: Spiele der 20. Männer-Weltmeisterschaft (Hauptrunde und President’s Cup)

    13.07.2024: Doppel-Länderspiel von DHB-Frauen und -Männern zur Olympia-Vorbereitung

    12/2025: Spiele der 27. Frauen-Weltmeisterschaft

Schlagwörter

Westfalenhallen Sport

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